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'Vielleicht' ist nicht genug Roman von Hammerer, Helene (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
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'Vielleicht' ist nicht genug

Nach einer gescheiterten Ehe kehrt die junge Schneiderin Imelda mit ihren beiden Kindern in ihren Heimatort zurück. Im malerischen Auenfeld ticken die Uhren noch langsam. Doch Imeldas beschauliches Leben ändert sich schlagartig, als der weltgewandte Lehrer Hannes nach Auenfeld kommt... Helene Hammerer wurde 1963 in Bludenz geboren. Nach dem Studium verbrachte sie einige Jahre auf der Insel Papua Neuguinea, wo sie mit Kindern und Jugendlichen arbeitete. Seit über 20 Jahren lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im schönen Bregenzerwald.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 151
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738042276
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1807 kBytes
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'Vielleicht' ist nicht genug

4.

Am Montagmorgen stand Imelda um halb sechs Uhr auf und fing an, das Zimmer neben der Stube auszuräumen. Ursprünglich war dieses in den alten Bauernhäusern das "Gada", das Schlafzimmer der Eltern, in dem wahrscheinlich oft die ganze Familie geschlafen hatte, da es vom Kachelofen in der Stube mitgeheizt wurde und somit auch im Winter warm war. Ihre Großmutter hatte dort geschlafen, als ihr das Treppensteigen immer schwerer gefallen. Jetzt wollte es Imelda als Schneiderwerkstatt nutzen. Onkel Kaspar machte ihr zwei lange Tische zum Zuschneiden und Nähen, während ihr Bruder Meinrad versprochen hatte, ihr zwei helle Lichtbänder zu organisieren. Als Elektriker musste er oft neue Lampen in Büros montieren und die alten wurden entsorgt. "Sie müssen nicht schön sein, nur hell", hatte Imelda ihm eingeschärft. "O.k.", hatte er gegrinst, "ich werde nach hellen, hässlichen Lampen Ausschau halten." Nach dem Tod des Vaters war das Geld in Imeldas Familie immer knapp gewesen und so hatten die Geschwister schon früh gelernt, zu improvisieren. Imelda, mit ihrem untrüglichen Gefühl für Formen und Farben, hatte sich der Mode und der Innendekoration zugewandt, ihre Brüder dem Handwerk. Noch als Lehrlinge hatten sie, unter Onkel Kaspars Aufsicht, zusammen mit ihren Cousins den ersten Stock in Balbinas Haus zu einer Ferienwohnung ausgebaut. Diese konnte sie anschließend vermieten, was dem Familienbudget sehr zugute kam. Sie würde das alte Haus auch auf diese Weise umgestalten, beschloss Imelda, sobald sie Zeit und ein bisschen übriges Geld hatte. Bis sieben Uhr arbeitete sie fleißig an ihrer Werkstatt. Dann weckte sie ihre Kinder, gab ihnen ihr Frühstück und machte sich mit Balbina und der kleinen Sophia auf zum Hotel Alpenrose, ihrem neuen Arbeitsplatz. Wolfgang lief zu Onkel Kaspar, denn dieser hatte versprochen, den Kindern eine Sandkiste zu bauen. Dabei wollten Wolfgang und Jodok natürlich helfen. Balbina und Sophia gingen zum Personaleingang, während Imelda das Foyer betrat, um nach Alexander Felder zu suchen. Die junge Frau an der Rezeption schickte sie Richtung Büro, wo Imelda an die Tür klopfte. Auf Alexanders "Herein" betrat sie den gemütlichen Raum, eine Mischung aus Wohnzimmer und Büro. Ihr Chef stand auf und gab ihr lächelnd die Hand. "Tag, Imelda, schön, dass du wieder hier bist. Wie fühlst du dich als Heimkehrerin?" "Es ist, als ob das Dorf geschrumpft wäre. Alles ist so klein und so nahe beisammen. Nur die Berge wirken eher noch höher." Alexander nickte und grinste. "Ja, mir ging es genauso, als ich aus Mailand zurückkam." Schlagartig wurde Imelda daran erinnert, warum sie als Teenager so für Alexander geschwärmt hatte. Er war wirklich ein schöner Mann und gab einem das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, sobald man mit ihm sprach. Imelda gratulierte ihm zu seiner bevorstehenden Heirat, worauf sein Lächeln noch strahlender wurde. "Danke Imelda. Felicia wollte gleich nach Schulschluss Carinas Mama werden und deshalb treffen wir uns heute um zehn Uhr auf dem Standesamt. Nur unsere Familien und wir beide. Leider kann Elsbeth nicht zweimal so weit fahren, aber die Zeremonie heute ist mehr eine Formsache." Imelda nickte und setzte sich auf den angebotenen Stuhl, damit sie alle Anstellungsformalitäten erledigen konnten. Als sie das Büro verließ, war Imelda sehr gespannt auf die "Superfrau", die sich den begehrtesten Witwer im Umkreis geangelt hatte, und spürte einen Anflug von Abneigung gegen sie. Gleichzeitig schalt sie sich eine Närrin. In der Wäscherei räumte Balbina bereits eine der großen Waschmaschinen ein. Sophia saß vor einem Berg kleiner Handtücher und stapelte sie schön aufeinander. Imelda lächelte ihrer Tochter zu: "Gut machst du das, Mäuschen, genau das habe ich als kleines Mädchen auch gemacht." "Ich bin nicht klein", wehrte sich Sophia, "ich bin die Gehilfin vom Säle." Um zehn Uhr machten sie eine kleine Pause und um halb eins gingen sie zum Mittagessen. Therese

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