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(K)ein Stellplatz für eine Nacht Oder lebe deinen Traum und du kannst was erleben! von Stümpel, Sigrid (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.12.2015
  • Verlag: Pro BUSINESS digital printing
eBook (ePUB)
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(K)ein Stellplatz für eine Nacht

Spannende und heitere Geschichten vom Reisemobilhafen am Twistesee! Seit fast 25 Jahren sind Sigrid und ihr Mann Lui mit ihrem eigenen Wohnmobil unterwegs. Viele reizende Städtchen und wunderschöne Naturlandschaften hätten sie niemals gesehen, wären sie nicht mit ihrem 'Bummel-Van' on Tour gewesen. Unzählige Freundschaften sind in einer gemütlichen Runde bei einem köstlichen Glas Wein vor ihrem Wohnmobil entstanden. Im Jahr 2010 haben sie sich ihren Traum von einem eigenen Wohnmobilstellplatz am Twistesee verwirklicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 293
    Erscheinungsdatum: 30.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864601798
    Verlag: Pro BUSINESS digital printing
    Größe: 747 kBytes
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(K)ein Stellplatz für eine Nacht

Kurz darauf ging es auf die große Reise. Abenteuer pur! Das erste mal alleine in Urlaub fahren, in das große, weite Ausland. Wir hatten unser kleines Auto mit Ravioli - und Konservenbüchsen bis unters Dach vollgepackt und selbstverständlich durfte auch das Toilettenpapier nicht fehlen. Vor Aufregung konnte ich die letzte Nacht nicht schlafen. Dann war es endlich soweit, Lui startete das Auto und es ging los.

Die erste Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz irgendwo in Süddeutschland. Es regnete ununterbrochen und hinzu kam , dass der Platz, der uns zugewiesen wurde, leicht abschüssig war. Ich rutschte immer weiter nach unten und jedes mal, wenn ich mich auf der Gummiluftmatratze umdrehte, quietschte es gewaltig. Zu meinem Leidwesen war irgendwann in der Nacht aus der unteren Hälfte auch noch die Luft entwichen. Danach lag ich mit der Hüfte auf dem harten Boden und schon nach kürzester Zeit bekam ich starke Rücken- und Beckenschmerzen. Zudem war das neue Zelt nicht wirklich dicht und so konnte das Wasser, das von oben herein gelaufen war, gleich unten wieder herauslaufen.

Morgens konnte ich mich kaum bewegen, mein Rücken tat weh und unsere Klamotten waren klamm, fast schon nass. Als ich mich umdrehte, sah ich, dass sich ein Heer von Ameisen über unser Frühstück, dass ich in einem extra dafür angeschafften Leinenbeutel deponiert hatte, hermachte. Sie hatten eine schnurgerade Straße vom Zelteingang bis zum Brotbeutel gebildet. Unser Frühstück konnten wir vergessen und so war unsere schöne Urlaubslaune erstmal dahin. Die wurde auch nicht besser, als wir zum Sanitärgebäude kamen. Der Zustand der Toiletten und Duschen war katastrophal. Wenn sie wenigstens sauber gewesen wären! Missgelaunt packten wir unsere sieben Sachen und fuhren weiter.

Je weiter wir gen Süden fuhren, desto besser wurde das Wetter und so besserte sich auch unsere Stimmung von Kilometer zu Kilometer. Es war Hauptferienzeit, die schönsten Campingplätze an der Küste waren leider schon total überfüllt und so mussten wir auf einem kleinen Campingplatz, weiter im inneren des Landes, ausweichen. Es war extrem heiß, die Sonne brannte unbarmherzig vom Himmel. Das Aufbauen des Zeltes entpuppte sich als äußerst schwierig. Der Boden des Campingplatzes war derart trocken und hart, dass wir die Zelth eringe nicht hineingeschlagen bekamen. Drei Heringe waren mittlerweile schon krumm und Lui fluchte leise vor sich hin. Der Schweiß rann uns nur so am Körper herunter, alles klebte widerlich auf der Haut.

Der Holländer neben uns, er war erst sehr viel später als wir gekommen, hatte einen seltsamen Anhänger mit Deckel dabei. Wir beiden "vom Durpe" staunten nicht schlecht. Das junge Pärchen rückte den Anhänger zurecht, kurbelte hier, drehte da und nach ein paar gezielten Handgriffen, welch Wunder, stand ein riesengroßes Zelt fix und fertig auf unserem Nachbarplatz. Als sie an uns vorbeigingen, nickten sie uns kurz zu und grinsten: "Hütte fertig!" Nein sowas, und wir plagten uns immer noch mit den krummen Zeltheringen herum.

Ferner hing unser Magen schon bis auf die Schuhsohlen und das Zelt stand immer noch nicht. Zudem stürzten sich riesige Mückenschwärme auf uns herab. Wir hatten gar nicht so viele Hände, wie wir hätten gebrauchen können, um die Plagegeister zu vertreiben. Irgendwann stand auch unser Zelt. Wir machten uns eine Dose Ravioli warm, die wir jedoch notgedrungen im Auto verspeisen mussten. Denn das Zelt war von der Sonne so aufgewärmt, dass wir es nicht darin aushalten konnten. Vorm Zelt wurden wir jedoch derart von den Mückenschwärmen bombardiert, dass nur noch die Flucht in unser Auto bl

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