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Über den Wolken beginnt das Glück von Baxter, Lily (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2020
  • Verlag: beHEARTBEAT
eBook (ePUB)
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Über den Wolken beginnt das Glück

London 1940: Die achtzehnjährige Susan Banks hat nur einen Traum: ihr Land im Krieg als Pilotin zu unterstützen. Aber Susan weiß, dass ihr Wunsch für immer ein Traum bleiben wird, denn sie ist arm, mittellos und völlig allein. Als sie jedoch auf Fluglehrer Tony Richards trifft, schöpft sie Hoffnung, dass sie ihre Pläne doch noch verwirklichen kann. Und je besser sie Tony kennenlernt, umso mehr empfindet Susan für ihn. Doch dann erhält sie eine erschreckende Nachricht, die alle ihre Träume zu zerstören scheint ... Werden ihre Träume jemals wahr werden? Eine mitreißende Geschichte über eine starke junge Frau, die in den Wirren des Zweiten Weltkriegs um ihre Träume und die Liebe kämpft. eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. Lily Baxter wuchs in London auf und begann ihre Karriere in dem Bereich Werbung und TV. Mittlerweile lebt sie mit Ihrer Familie in Dorset und ist Autorin zahlreicher Romane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 445
    Erscheinungsdatum: 01.04.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732538485
    Verlag: beHEARTBEAT
    Größe: 791 kBytes
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Über den Wolken beginnt das Glück

Kapitel Eins

Primrose Hill, London - Dezember 1940

E s war Mitternacht, aber den Himmel über London erhellte ein Feuersturm. Susan stand auf dem Primrose Hill. Entsetzt sah sie die Bomben vom Himmel fallen und Granatkartätschen in Kaskaden herabregnen, als wäre der 5. November und Feuerwerk zum Gedenken an die Pulververschwörung. Sogar aus dieser Entfernung hörte sie das Motordröhnen der deutschen Flugzeuge. Ein Bombeneinschlag, ohrenbetäubend laut und mächtig genug, um die Erde selbst erzittern zu lassen, vermochte selbst die tapferste Seele in Angst und Schrecken zu versetzen. Wie musste es da erst, wo hier Einschlag auf Einschlag folgte, für das kleine Geschöpf sein, das zitternd zu ihren Füßen kauerte?

"Ist schon gut, Charlie", sagte Susan, bückte sich und hob den Welpen hoch. Sie wiegte ihn in den Armen, rieb die Wange an seinem weichen Fell und atmete den warmen Welpengeruch ein, als wäre er das teuerste französische Parfüm.

Charlie gab einen leisen Laut von sich, halb ein Grunzen, halb ein Winseln, schmiegte sich unter ihr Kinn und hob den Kopf in dem Versuch, ihr das Gesicht zu lecken. Der kleine Kerl zitterte immer noch. Entschlossen machte Susan kehrt.

"Na, dann komm, Kerlchen, wir gehen nach Hause und zurück ins Warme. Aber du musst ein ganz, ganz braver Junge und ganz still sein, ja? Keinen Laut, wenn ich bitten darf!"

Susan nahm den Weg über Elsworthy Terrace rechts in die Elsworthy Road. Der Widerschein des rotglühenden Himmels verlieh den Reihenhäusern aus der Zeit König Edwards eine gewisse angestaubte Vornehmheit, die sich bei Tageslicht besehen in Schäbigkeit gewandelt hätte. Das galt auch für das Haus, in dem Susan lebte und arbeitete. Sie stieg die Stufen zur Haustür hoch, schloss auf und machte dabei so wenig Lärm wie möglich. Normalerweise wäre sie so spät abends nicht mehr unterwegs gewesen, schon gar nicht bei Fliegeralarm. Aber Charlie war noch nicht ganz stubenrein, und seine Bedürfnisse schienen ihr in diesem Moment drängender als ihre eigene Sicherheit.

Sie wagte kaum daran zu denken, wie lange sie Charlies Anwesenheit noch vor Mrs. Kemp und ihren Töchtern geheim halten könnte, und dennoch: London mochte ja überall um Susan herum in Chaos und Schutt versinken, aber zum ersten Mal in ihren achtzehn Jahren hatte sie etwas, das ihr gehörte, ihr ganz allein.

Susan verbarg den Labradorwelpen unter ihrer Jacke und ging geradewegs und so schnell, wie es ihr die Dunkelheit erlaubte, auf die Dienstbotentreppe zu. Diese führte ins Untergeschoss, wo die Wirtschaftsräume lagen. Im Dunkeln tastete sich Susan vorwärts. Ihre Finger kamen an das kalte Glas eines der gerahmten Aquarelle, die den schmalen Flur säumten. Sie war froh, dass sie die rätselhaften Gesichter der japanischen Krieger nicht sehen musste, die mit versteinertem Gesichtsausdruck vor sich hinstarrten. Vorsichtig suchte Susan sich ihren Weg um das halbmondförmige Mahagonitischchen herum, auf dem ein reichlich böse dreinschauender Buddha im Schneidersitz hockte. Daneben stand ein altmodischer Fernsprechapparat, der nur ein weiteres Überbleibsel der Vergangenheit war, von der die Familie nicht lassen mochte.

Der verstorbene Graham Kemp hatte als kleiner Beamter in der britischen Botschaft in Tokio gearbeitet. Doch wenn man Mrs. Kemp von ihrem Mann reden hörte, hätte man glauben können, er habe eine weit einflussreichere Position bekleidet. Ihre ruhmreichen Tage im Kreise anderer Engländer im Ausland waren sicher längst vorbei. Dennoch hielt die Familie an der Überzeugung fest, sie stünden in jeder Hinsicht über allen anderen Menschen.

Jane Kemp war, wie Susan auf die schmerzliche Art hatte herausfinden müssen, ein Snob, borniert und obendrein bigott, und ihre Töchter waren nicht viel besser. Alle drei ließen keinen Zweifel daran, dass ein Mädchen wie Susan, eine Waise

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