text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

... Wie Gespenster in der Nacht von Richards, Emilie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2011
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

... Wie Gespenster in der Nacht

Nebelverhangen liegt der See vor ihm. Wie immer, wenn Andrew MacDougall Vergessen sucht, tritt er ans Ufer des Loch Cee. Hier verspürt er den Trost und die Sicherheit seiner schottischen Heimat, in der Mythen und Legenden noch lebendig zu sein scheinen.

Fiona Sinclair glaubt nicht an Märchen. Und doch ist das immer wiederkehrende Motiv in den Zeichnungen der erfolgreichen Kinderbuchillustratorin das sagenumwobene Seeungeheuer von Loch Cee. Seit Fiona nach einem tragischen Unfall ihren Geburtsort Druidheachd verlassen musste, hat es sie nicht losgelassen.

Nun bringt das Schicksal Andrew und Fiona erneut zusammen. Eine alte Liebe erwacht zu neuem Leben. Die aber kann nur eine Zukunft haben, wenn sich beide ihrer Vergangenheit stellen.

Emilie Richards begann mit dem Schreiben, als ihr erster Sohn Brendan ein Baby war. Er, die beiden anderen Söhne und ihre Adoptivtochter sind auch die Namensgeber einiger ihrer Helden und einer Heldin in Emilies Romances. Emilie hat Familienpsychologie studiert. Die Faszination von Familien, ihr Zusammenhalt und auch ihre Differenzen sind immer wiederkehrende Themen in ihren Romanen. Emilies Mann, mit dem sie seit 30 Jahren verheiratet ist, ist Pfarrer. Wer sagt, dass nicht auch Pfarrer die Helden von Liebesromanen sein können? Emilie hat darüber geschrieben! Im Laufe der Jahre ist die Familie beruflich bedingt oft umgezogen. Außerdem reisen sie alle leidenschaftlich gern. Jeder neue Ort bekam von Emilie, was er verdiente: Er wurde Schauplatz einer fesselnden Romance. Ein längerer Aufenthalt in Australien erwies sich als besonders fruchtbar: Gleich fünfmal diente der Kontinent Emilie als Handlungsort! Ein historisches Ereignis in Louisiana - ein Sturm hatte 1893 ein kleines Dorf zerstört, einzig eine silberne Kirchenglocke blieb bestehen - beeindruckte Emilie so, dass sie nach einem Friedhofsbesuch nicht mehr aufhören konnte, darüber nachzudenken. Ihre Fantasie wurde so angeregt, dass sie schließlich einen Roman darüber schreiben musste. Sie ist überzeugt, dass praktisch jeder Ort sie zu einer romantischen Story inspirieren kann. Das Frustrierende ist bloß, all die Gedanken jeweils in einem einzigen Buch unterzubringen. Aber am Ende eines langen arbeitsreichen Tages, wenn alles so auf dem Papier steht, wie sie es haben wollte, ist sie überzeugt, dass sie den besten Beruf der Welt hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 28.09.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862782161
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: MacDougall's Darling
    Größe: 562 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

... Wie Gespenster in der Nacht

PROLOG

E s waren nur wenige Sterne zu sehen. Die aber schossen wie Blitze über das tiefschwarze Himmelszelt, jedes Mal, wenn Terence MacDougall die Augen zusammenkniff und den Kopf in den Nacken legte.

"Sie fallen alle runter! Die verdammten Sterne fallen alle von dem verdammten Himmel, und es gibt nichts, was man dagegen tun kann!"

Beim letzten Wort stolperte er über einen Stein und fiel vornüber aufs Gesicht. Er versank ein Stückchen in der torfigen Erde, bevor ihm so recht bewusst wurde, was eigentlich passiert war. Umständlich und nur mit beträchtlicher Anstrengung rollte er sich auf den Rücken und sah wieder zum Himmel hinauf. Als er seinen Kopf jedoch endlich bequem gebettet hatte, war der Sternschnuppenschauer vorbei. Stattdessen tanzten die Sterne jetzt kokett über die Highlands, zwinkerten ihm mit ihren strahlenden Augen zu und wackelten mit ihren winzigen Hinterteilen. Und Terence stimmte ein fröhliches Liedchen an.

"Oh, die süßen Mädels aus den Highlands poussieren lustig und werden willig die Deine. Doch die Mädchen aus den Lowlands, die sind so ernst und legen dich erst einmal an die Leine ..."

Terence mochte einen gerammelt vollen Pub mit seiner klaren Tenorstimme und seinen deftigen Texten unterhalten, doch flach auf dem Rücken, keine fünfzehn Meter vom Ufer des Loch Ceo entfernt und ohne Publikum lief er nicht unbedingt zu seiner Höchstform auf. Er räusperte sich, um erneut anzusetzen, aber ihm fiel einfach kein Lied ein. Er starrte zum Himmel hoch. Vor seinen Augen verschoben sich die Sterne und fügten sich zu einer Bekanntmachung zusammen, wie auf den Leuchtreklametafeln der piekfeinen Theater im weit entfernten Edinburgh.

Er zeichnete die Worte mit dem Zeigefinger nach und las laut vor: "Der hochwohlgeborene Terence MacDougall gibt sich die Ehre, Sie zum Tauffest seines erstgeborenen Sohnes zu bitten ..."

Seine Stimme erstarb. Ihm fiel nicht mehr ein, welchen Namen Jane für den kleinen Wurm ausgesucht hatte. Er hatte natürlich nichts zu sagen gehabt. Seine Jane war eine starke Frau mit viel Durchsetzungsvermögen. Und sie besaß das typische Temperament eines Rotschopfs.

War es etwa seine Schuld, dass die Wehen eine Woche früher als geplant eingesetzt hatten? Wie hätte er das wissen sollen? Und konnte er etwa was dafür, dass Janes Granny, die versprochen hatte, das Kind zu holen, wie ein Stein geschlafen hatte?

Nein, nichts davon war seine Schuld. Außer natürlich, dass er den Winzling in Janes Leib gepflanzt hatte. Und es war doch auch alles glattgegangen! Jane hatte sich auf den Weg in die kleine Dorfklinik gemacht und ihren Sohn in einem schönen sauberen Zimmer zur Welt gebracht. Allein war sie auch nicht gewesen.

Sie hatte sogar reichlich Gesellschaft gehabt.

Terence stimmte ein neues Lied an. "Oh, der Lord und die Lady kamen zur Stadt, gekleidet in Samt und Seide, Old MacDougall kam auch, doch nur bedeckt mit Farn und Heide ..."

Aye, sein Sohn war zur gleichen Zeit zur Welt gekommen wie der Sohn des Lords. Man stelle sich vor: der Sohn von Terence MacDougall direkt neben dem Sohn des Gutsherrn! Nun, fast. Der alte Doc Sutherland hatte den Erben des Lords geholt, während Jane das im Nebenzimmer selbst besorgt hatte.

Und da war ja auch noch das andere Baby, der dritte Junge, der genau zur gleichen Zeit auf die Welt gekommen war! Um die Geburt des Sohns von Donald Sinclair, des Dorfwirts, hatte sich die Krankenschwester gekümmert.

Drei kleine Jungs, alle geboren um Punkt Mitternacht an Halloween. Und keiner konnte sagen, wer von den Babys zuerst das Licht der Welt erblickt hatte.

Schwankend setzte Terence sich auf. So langsam ließ sich die Wirkung des Whiskys nicht mehr leugnen. Dabei hatte er Jane versprochen, dass er mit dem Trinken aufhören und sich

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen