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Ab die Post Ein Scheibenwelt-Roman von Pratchett, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.10.2012
  • Verlag: Random House E-Books
eBook (ePUB)
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Ab die Post

Der Gauner Feucht von Lipwig wird dazu verdonnert, die heruntergekommene Post der Scheibenwelt wieder auf Vordermann zu bringen, denn im alten Postamt von Ankh-Morpork ruht die Arbeit seit vielen Jahren. Feucht ist dabei so erfolgreich, dass er sich den Zorn der Konkurrenz vom Großen Strang der Klacker zuzieht. Ein öffentlicher Wettstreit soll die Entscheidung bringen: 'Postkutsche gegen Klacker' - wer kann eine Nachricht schneller in das zweitausend Meilen entfernte Gennua bringen? Terry Pratchett, geboren 1948, schrieb 1983 seinen ersten Scheibenwelt-Roman - ein großer Schritt auf seinem Weg, einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt zu werden. Von Pratchetts Romanen wurden weltweit 85 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 40 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur verlieh ihm Queen Elizabeth sogar die Ritterwürde. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 30.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641097363
    Verlag: Random House E-Books
    Serie: Scheibenwelt Bd.33
    Originaltitel: Going Postal
    Größe: 1105 kBytes
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Ab die Post

1

Der Engel

Unser Held erfährt Hoffnung, das größte Geschenk - Das Schinkenbrötchen des Bedauerns - Ernste Reflexionen eines Henkers über die Todesstrafe - Berühmte letzte Worte - Unser Held stirbt - Gespräch über Engel - Die Unratsamkeit unangebrachter Angebote in Hinsicht auf Besenstiele - Ein unerwarteter Ritt - Eine Welt frei von ehrlichen Leuten - Ein humpelnder Mann - Man hat immer eine Wahl

E s heißt, die Aussicht, am Morgen gehängt zu werden, hilft dem Geist eines Mannes, sich zu konzentrieren. Leider konzentriert er sich unweigerlich darauf, dass er in einem Körper steckt, der am Morgen gehängt werden soll.

Liebevolle, aber unkluge Eltern hatten dem Mann, der gehängt werden sollte, den Namen Feucht von Lipwig gegeben, doch er wollte seinem Namen keine Schande bereiten - falls das noch möglich war -, indem er damit starb. Für die Welt im Allgemeinen und die des Todesurteils im Besonderen war er Albert Spangler.

Er ging positiv an die Situation heran und hatte sich auf die Vorstellung konzentriert, am Morgen nicht gehängt zu werden, besonders darauf, mit einem Löffel all den Mörtel um einen Stein in der Wand seiner Zelle zu entfernen. Seit fünf Wochen arbeitete er daran, und der Löffel war inzwischen so abgenutzt, dass er einer Nagelfeile ähnelte. Glücklicherweise kam an diesen Ort niemand, um die Bettwäsche zu wechseln, sonst wäre die schwerste Matratze der Welt entdeckt worden.

Der große und schwere Stein beanspruchte derzeit all seine Aufmerksamkeit. Ein großer Eisenring war darin eingelassen, um Handschellen daran zu befestigen.

Feucht nahm vor der Wand Platz, griff mit beiden Händen nach dem Ring, stemmte die Beine gegen die Steine zu beiden Seiten und zog.

Seine Schultern fingen Feuer, und roter Dunst bildete sich vor seinen Augen, aber der Steinblock glitt aus der Wand, begleitet von einem leisen und unpassenden Klimpern. Feucht schaffte es, ihn beiseite zu ziehen, und blickte dann in das Loch.

Am anderen Ende sah er einen weiteren Steinblock, und der Mörtel darum herum wirkte verdächtig stark und frisch.

Direkt davor lag ein neuer Löffel. Er glänzte.

Während Feucht ihn noch betrachtete, klatschte es hinter ihm. Er drehte den Kopf, wobei die Sehnen ein kleines Riff der Agonie zupften, und sah mehrere Wärter auf der anderen Seite des Gitters.

"Bravo, Herr Spangler!", sagte einer von ihnen. "Ron hier schuldet mir fünf Dollar. Ich habe ihm gesagt, dass du ein zäher Bursche bist! Er ist ein zäher Bursche, habe ich ihm gesagt!"

"Du hast dies alles arrangiert, Herr Wilkinson?", fragte Feucht schwach und beobachtete, wie der Löffel das Licht reflektierte.

"Nicht wir. Lord Vetinari hat es angeordnet. Er besteht darauf, allen verurteilten Gefangenen die Aussicht auf Freiheit zu bieten."

"Freiheit? Aber da steckt ein großer Stein drin!"

"Ja, das stimmt, in der Tat", bestätigte der Wärter. "Es geht nur um die Aussicht, verstehst du? Nicht um die Freiheit als solche. Das wäre ein wenig dumm, nicht wahr?"

"Ich denke schon", sagte Feucht. Er sagte nicht "ihr Mistkerle". Während der vergangenen sechs Wochen hatten ihn die Wärter recht gut behandelt, und er legte Wert darauf, mit Leuten auszukommen. Darauf verstand er sich sehr gut. Menschenkenntnis gehörte zu seinem Handwerkszeug; darauf lief praktisch alles hinaus.

Außerdem hatten die Wärter große Knüppel. Deshalb wählte Feucht seine Worte sorgfältig, als er hinzufügte: "Manche Leute könnten dies für grausam halten, Herr Wilkinson."

"Ja, darauf haben wir ihn hingewiesen, aber er meinte, von Grausamkeit könne keine Rede sein. Er sprach von ..." Er runzelte di

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