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Ada, das Mädchen aus Berlin Roman von Balson, Ronald H. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Ada, das Mädchen aus Berlin

Der Musik verdanken sie Ihre Liebe - bis sie grausam getrennt werden ... Die Anwältin Catherine Lockhart und ihr Ehemann Liam Taggart sollen in der Toskana der betagten Gabriella Vincenzo helfen, die von ihrem Weingut vertrieben werden soll. Allein ein Manuskript aus den dreißiger Jahren könnte Gründe liefern, das zu verhindern. Ada, eine begnadete Geigerin, erzählt darin, wie sie als Jüdin trotz der Fürsprache des berühmten Konzertmeisters Furtwängler und ihrer Jugendliebe Kurt in immer größere Gefahr gerät und schließlich in Italien Zuflucht sucht. Doch wie hängt Adas Schicksal mit Gabriellas zusammen? Die tragische Liebesgeschichte einer brillanten Geigerin - und ihre Auswirkungen bis in unsere Zeit. Ein weiterer Teil der Erfolgsserie mit Catherine Lockhart und Liam Taggart

Ronald H. Balson ist Rechtsanwalt, und seine Fälle führten ihn um die ganze Welt, unter anderem nach Polen. Die Geschichte des Landes im Zweiten Weltkrieg inspirierte ihn zu diesem Roman, der ein internationaler Bestseller war. Heute lebt und schreibt Ronald H. Balson in Chicago.

Im Aufbau Taschenbuch liegen seine Romane Karolinas Töchter und 'Hannah und ihre Brüder' vor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 07.04.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841219466
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: The Girl from Berlin
    Größe: 2397 kBytes
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Ada, das Mädchen aus Berlin

Kapitel 2

Chicago, Juli 2017

Liam und Catherine waren auf dem Weg zu einem ihrer Lieblingsrestaurants. Kurz vor dem Eingang blieb Catherine stehen und fragte: »Was war noch mal der Grund, weshalb wir mitten in der Woche ins Sorrento essen gehen?«

»Ich habe Lust auf die Piccata Milanese«, antwortete Liam.

»Und deshalb musste ich von jetzt auf gleich einen Babysitter besorgen? Weil du heute Abend in Parmesan gebackene Kalbsschnitzel essen willst? Das glaubst du doch selbst nicht.«

»Also gut.« Liam zuckte mit den Achseln. »Tony hat uns eingeladen.«

»Ach.« Catherine zog die Brauen hoch. »Und wann war das?«

»Heute Nachmittag. Er hat mich angerufen.«

»Und warum lädt er uns ein?«

»Das weiß ich nicht. Kann sein, dass er etwas auf dem Herzen hat. So hörte er sich jedenfalls an.«

Catherines Blick wurde bohrend. »Was hat er auf dem Herzen?«

»Ich glaube, es ging um ein kleines Rechtsproblem.«

Catherine seufzte. »Ich dachte, für solche Probleme hätte ich eine Kanzlei. Seit wann bespreche ich Rechtsprobleme in Restaurants?«

Liam legte eine Hand auf Catherines Rücken und schob sie weiter. »Vielleicht dreht es sich nur um einen Strafzettel oder eine Frage hinsichtlich der Schankerlaubnis. Tony arbeitet von morgens bis abends in seinem Restaurant. Er hat keine Zeit, zu dir zu kommen.«

Liam öffnete die Eingangstür.

Im Vorraum des Restaurants standen die Leute Schlange, und im Gastraum schienen alle Tische besetzt zu sein. Liam wollte sich schon an den Oberkellner wenden, als Tony Vincenzo selbst mit ausgebreiteten Armen auf sie zukam. Er küsste Catherine auf beide Wangen und schüttelte Liams Hand. »Buonasera und danke, dass ihr gekommen seid.«

Unter den missmutigen Blicken der wartenden Gäste lotste er Liam und Catherine zu einem freien Tisch und nahm das Schild »Reserviert« herunter. »Bitte, nehmt Platz.« Den Kellner, der mit zwei Speisekarten herbeieilte, winkte er fort und erklärte: »Für euch habe ich mir ein ganz besonderes Menü ausgedacht.«

Nach dem Aperitif, der Vorspeise und zwei Gläsern sündhaft teurem Rotwein beugte Catherine sich zu Liam vor und flüsterte: »Es ist alles vom Feinsten. Wetten, dass es um mehr als ein kleines Rechtsproblem geht?«

Liam lachte. »Vielleicht hat Tony jemanden umgebracht.«

Gegen zweiundzwanzig Uhr, nach gegrilltem Seebarsch, Pecaneis, Kaffee und Grappa verabschiedete Tony die letzten Gäste. Wenig später setzte er sich zu Liam und Catherine, legte eine Aktenmappe auf den Tisch und fragte, ob es ihnen geschmeckt habe.

Liam lächelte glücklich und strich sich über den Bauch.

»Es war wundervoll«, antwortete Catherine.

»Das freut mich.« Tony schlug die Mappe auf und wandte sich Catherine zu. »Hat Liam dir gesagt, dass es in meiner Familie ein Riesenproblem gibt?«

Catherine warf ihrem Mann einen strafenden Blick zu. »Er hat es etwas anders ausgedrückt.«

Tony lehnte sich zurück. »Es geht um meine Tante Gabriella, die in Italien lebt. Eine liebe alte Dame, leider schon etwas gebrechlich. Aber sie ist ein wunderbarer Mensch, jeder, der sie kennt, wird das bestätigen.« Er nickte vor sich hin und schien sich in seinen Gedanken zu verlieren.

Liam wartete einen Moment, dann fragte er: »Und weiter?«

Tony straffte sich. »Und nun kommt so ein - ein Stronzo - daher und will sie aus ihrem Haus werfen. Eine Frau von achtundsiebzig Jahren, um deren Gesundheit es nicht zum Besten steht. Es ist nicht zu fassen.« Er schlug mit der Faust auf den Tisch. »Seit ich denken kann, hat meine Tante auf ihrem Grundstück und in ihrem Haus gelebt, und nun soll sie es innerhalb von sechzig Tagen räumen.«

»Mit welcher Begründung will dieser - Stronzo sie auf die Straße setzen?«, fragte Catherine.

»Pah.« Tony schnaubte. »Wenn es nur um ihn ginge, würde ich euch mit der Sache

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