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Adelias Traum von Porte, Antje de la (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.05.2013
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Adelias Traum

Die junge Adelia folgt einem inneren Drang, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und in eine Kleinstadt zu ziehen. Dort erwarten sie merkwürdige Vorkommnisse, mysteriöse Träume suchen sie heim, und sie lernt einen attraktiven Mann kennen, der ihr merkwürdig vertraut vorkommt. Was geschah nebenan in der alten Villa? Wer ist der junge Mann, der Nacht für Nacht durch die Stadt fährt? Adelia kommt einem lang vergessenen Geheimnis auf die Spur - und ist danach nicht mehr dieselbe Frau wie vorher...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 24.05.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955301675
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2052 kBytes
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Adelias Traum

Die junge Adelia folgt einem inneren Drang, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und in eine Kleinstadt zu ziehen. Dort erwarten sie merkwürdige Vorkommnisse, mysteriöse Träume suchen sie heim, und sie lernt einen attraktiven Mann kennen, der ihr merkwürdig vertraut vorkommt. Was geschah nebenan in der alten Villa? Wer ist der junge Mann, der Nacht für Nacht durch die Stadt fährt? Adelia kommt einem lang vergessenen Geheimnis auf die Spur - und ist danach nicht mehr dieselbe Frau wie vorher...

"Nur der Unwissende wird böse - der Weise versteht."

Indische Weisheit

1. Kapitel

W as zog man zu einem Orientalischen Fest an? Zoe stand vor dem Kleiderschrank in ihrem alten Kinderzimmer und schob ratlos einen Bügel nach dem andern beiseite. In den Wochen, in denen sie wieder in ihrem Elternhaus Unterschlupf gefunden hatte, war es ihren Kleidern nicht gelungen, den Geruch der Kinderzeit aus dem Schrank zu vertreiben. Der frische, holzige Duft, an den sie sich, weit fort von zu Hause, auch als Erwachsene noch erinnert hatte und den sie stets mit Aufbruch oder neuem Anfang in Verbindung brachte, ließ sich nicht verdrängen. Er hatte das Recht hier zu sein. Und er blieb.

Zoe kaute auf ihrer Unterlippe, was sie immer tat, wenn sie nervös war - etwas, das ihr Bodo verbot, wenn er sie dabei ertappte. Sie biss der Unterlippe da, wo sich vom vielen Daraufherumbeißen ein kleiner Wulst gebildet hatte, ein Stückchen Haut ab. Sie schmeckte ihr Blut.

Hätte sie doch bloß nicht die safranfarbene durchsichtige Bluse mit der roten Perlenstickerei zerschnitten. Die wäre jetzt wohl passend gewesen. Aber wie hätte sie ahnen können, dass sie einmal über einen orientalischen Tanzabend schreiben würde?! Sie, Zoe Pfeifer, und der Auftrieb verkleideter Frauen, die meinten hinter der abendländisch aufgetakelten Tanzkultur des Orients endlich zu einer Weiblichkeit zu finden, die ihnen in ihrem angestammten Kulturkreis verwehrt blieb. So was konnte man doch nicht ahnen.

Drei Jahre hatte sie diese Bluse, die kein bisschen ihrem Stil entsprach, von Saison zu Saison mitgeschleppt. Nur weil Bodo sie ihr als Souvenir von seinem Interview mit Benazir Bhutto mitgebracht hatte. Bodo auf Erfolgskurs. Und für sein Eheweibchen war eine Safranbluse und die "Ratgeberspalte" in einer Billig-Frauenzeitschrift geblieben.

Was hatte sie während des Studiums für Zukunftsvisionen gehabt ... Eine verdammt gute Journalistin hatte sie werden wollen, ein, zwei Bücher schreiben, sich auf keinen Fall klein machen lassen, für Ideale kämpfen und für den Beruf leben. Doch dann war Bodo wie ein Sturm aufgekommen und hatte sie vom rechten Weg abgebracht. Sie verlor ihr Ziel aus den Augen. Und das hatte am Ende der safrangelben Bluse mit den roten Perlchen das Leben gekostet! Unter anderem.

Entschlossen zog Zoe eine schwarze enge Satinhose und ein dunkelrotes Satin-T-Shirt aus dem Schrank. Zusammen mit einem bunten indischem Schal vom Flohmarkt, den sie sich um die Hüften wickelte, musste das reichen. Im Flur griff sie sich die schwere Fototasche und einen Notizblock. Jetzt konnte es losgehen. Hoffentlich zeigte der Abend nicht tatsächlich nur den Auftrieb fülliger Dorfschönheiten, die in rosa Tüll und Glitzer wie Miss Piggy zu Weihnachten aussahen. Es war erstaunlich, dass so etwas wie ein orientalisches Tanzfest - Bauchtanz! - in Eichweiler stattfand. Als Teenager, in den Siebzigern, hatte Zoe etwas über Bauchtanz gelesen, der damals in Amerika bei den Frauen sehr ankam. Sie hatte ihrer Mutter davon erzählt und die hatte gesagt: "Das ist nichts anderes als Striptease. Komm mir bloß nicht auf merkwürdige Ideen!"

Heute gab es in Eichweiler ein Tanzstudio für orientalischen Tanz. Zoe war neugierig auf die Frauen, die den Orient nach Eichweiler gebracht hatten. Sie hatte schon Gerüchte über die Frauen gehört. Nichts passierte hier unkommentiert. Doch was immer s

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