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Aldi, Sex & Rock'n Roll Roman von Böhnke, Nadja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2015
  • Verlag: Cupido Books
eBook (ePUB)
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Aldi, Sex & Rock'n Roll

Inge ist 51. Sie lebt in einer norddeutschen Kleinstadt. Fred ist ihr Gatte. Ihre Söhne sind aus dem Haus. Das war's. War's das? 'Eigentlich könnten wir doch mal wieder im Bett frühstücken, was hältst du davon, so wie früher, Fred?' 'Was hast du gesagt?' Ich wiederholte meine Frage. 'Nein, früher ist früher, die ganzen Krümel im Bett, Inge! So etwas macht man, wenn man jung ist, und das sind wir eben nicht mehr.' Ich schon. Ich wollte Krümel, ich wollte Lachen, ich wollte Sex, und so beschloss ich in diesen Minuten der Stille, mein Leben zu ändern. Inge hängt suchend über der Kuchen-Kühltruhe bei Aldi, als Jack in ihr Leben tritt. Cooler Beginn einer heißen Affäre. Denn so ganz aufgeben will sie Fred und die häusliche Sicherheit auch nicht. Wieso soll frau nicht beides haben dürfen? Nieder mit der Menopause, es lebe das Abenteuer! Nadja Böhnke erzählt mit liebevollem Augenzwinkern und trockenem Humor von Inges erregenden Erfahrungen mit Nutella, Liebeskugeln und - Jack.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 11.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944490359
    Verlag: Cupido Books
    Größe: 1071kBytes
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Aldi, Sex & Rock'n Roll

Aldi, Sex und Rock 'n' Roll

Ein ganz nor maler Freitag im November. Das helle Licht des Laptops brannte in meinen Augen. Raum und Zeit vergessend, trieb ich mich in der digitalen Welt herum, auf der Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken für die Familie.

Draußen wurde es bereits dunkel. Der kalte Novemberregen prasselte laut gegen die Fensterscheiben. Vorsorglich hatte ich eine Eieruhr gestellt, die ständig tick, tack, tick, tack machte. Sobald sie klingelte, war es an der Zeit, aufzustehen und die Pfandflaschen für den Aldi-Einkauf aus dem Keller zu holen.

Dazu sollte es aber nicht mehr kommen, denn mein Göttergatte Fred erschien an diesem Tag früher zu Hause. Das Öffnen und Schließen der Haustür war nicht zu überhören.

"Hallo, keiner zu Hause? Schatz, wo bist du?", rief Fred.

"Ich komme gleich! Einen kleinen Moment!", rief ich zurü ck .

Wie die Zeit verging! Fred war zehn Minuten zu früh dran. Meine Planung geriet durcheinander. Normalerweise lief ich ihm zur täglichen Begrüßung umarmungsbereit entgegen. Sein vorzeitiges Aufschlagen war absolutes Neuland für mich. Damit muss man erst mal umgehen können, und das in kürzester Zeit!

"Hast du die Flaschen schon aus dem Keller geholt?", rief er erneut.

"Nein, habe ich nicht!", antwortete ich genervt.

Was zehn Minuten ausmachten? Und welchen Stress das in mir auslöste. Hach, dieser Mann konnte mich wahnsinnig machen. Sollte ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, nur weil ich nicht geahnt hatte, dass er heute früher nach Hause kommt? Nein, musste ich nicht. Er konnte froh sein, dass sich überhaupt jemand um die Weihnachtsgeschenke kümmerte.

Doch denken und sagen sind bei mir zwei unterschiedliche Bereiche. Aus reinem Selbstschutz blieb ich lieber beim Denken. Vor dem anstehenden Wochenende eine unnötige Diskussion mit Fred zu führen? Nein danke, dazu hatte ich keine Lust.

Der einzige Vorteil bestand darin, dass wir eventuell zehn Minuten früher zu Hause wären.

Schnell steuerte ich mit der Maus auf das Kreuz zum Schließen der Seite und schlug den Deckel des Laptops beherzt zu. Ein kräftiger Ruck am Kabel löste die Verbindung zwischen Stecker und Steckdose. Überhaupt nicht dem Ordnungssinn von Fred entsprechend, wurschtelte ich es irgendwie zusammen und ließ Kabel und Laptop im Eiltempo in der Schublade unter dem Glastisch verschwinden. Vollkommen überfordert mit der unvorhersehbaren Situation, wollte ich vom Sofa aufspringen, doch die Schwerkraft und ein reißender Schmerz im Rücken ließen mich wie ein Stein zurückfallen. Das lange Sitzen hatte seine Folgen. Nach einigen Malen vor- und zurückschaukeln und lautem bis drei zählen tat sich tatsächlich etwas. Wie bei einer Oma im fortgeschrittenen Alter erhob sich mein Körper schwerfällig bei drei. Mit Schmerzen und lautem Knacken im Rücken kam ich zum Stehen. Nach zwei Tanzschritten Salsa oder Tango, die der Beweglichkeit dienten, schlüpften meine Füße in die Hausschuhe.

Zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens rieb ich meine Augen, kniff die Wangen, einfach um etwas frischer auszusehen, schlitterte auf rutschigen Sohlen zur Wohnzimmertür, riss sie auf und begrüßte Fred mit einem aufgesetzten, gequälten, schmerzgeplagten Lächeln auf den Lippen.

"Hallo, mein Schatz, ich weiß, heute ist Aldi-Tag!"

"Wie jeden Freitag, Inge", antwortete er sachlich, ohne mich dabei anzusehen.

Ach, eigentlich war ich ganz froh darüber, dass er es nicht tat. Sicher hätte er über meine derzeitig etwas schiefe, gebückte Haltung gelästert. Oder mit einem leichten Unterton Scherze gemacht: "Na Schatz, hast du wieder so lange im Internet gesurft?", oder "Es wird Zeit, dass du ma

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