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Alexandria & Tristan Fair Game - Roman von Murphy, Monica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2017
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Alexandria & Tristan

Alexandria will nur ein normales Leben führen, aber sie ist pleite. Nachdem ihre Eltern wegen Veruntreuung im Gefängnis gelandet sind, schreibt sie sich mit dem Mädchennamen ihrer Mutter am College ein und versucht ihr Bestes, jemand anderes zu sein. Auf einer Party lernt sie Tristan kennen: reich, faul und egozentrisch. Als er sie anmacht, schüttet sie ihm ihr Bier über den Kopf, aber das stößt ihn nicht ab. Im Gegenteil: Tristan liebt nichts mehr als eine Herausforderung ... Die New York Times-, USA Today- und internationale Bestseller-Autorin Monica Murphy stammt aus Kalifornien. Sie lebt dort im Hügelvorland unterhalb Yosemites, zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Kindern. Sie ist ein absoluter Workaholic und liebt ihren Beruf. Wenn sie nicht gerade an ihren Texten arbeitet, liest sie oder verreist mit ihrer Familie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 11.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641195885
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42151
    Originaltitel: SLOW PLAY
    Größe: 3340 kBytes
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Alexandria & Tristan

1. Kapitel

Alex

Auf der Tanzfläche ist es heiß und voll. Alle Leute bewegen sich zum Hämmern des Beats, und ich tanze mitten unter ihnen. Beide Arme hochgestreckt, die Wasserflasche in der einen, mein Handy in der anderen Hand, versuche ich, mich fallen zu lassen und einfach alles um mich herum zu vergessen, zumindest für eine kurze Weile. Der Typ, der neben mir tanzt, ist außer Rand und Band, rudert wie wild mit den Armen, was wegen seines randvoll gefüllten Bierglases besonders gefährlich ist.

Angeekelt beobachte ich, wie er beim Tanzen den Schaum auf dem Boden und auf seinen Klamotten verspritzt. Wenn er auch nur einen Tropfen dieses billigen Gesöffs auf mein Kostüm schüttet, kann er sich auf was gefasst machen.

Mit einer kunstvollen Drehung, die meine alte Ballettlehrerin mit Stolz erfüllt hätte, bewege ich mich von ihm weg, worauf er eine enttäuschte Miene zieht. Oh, Mann. Er ist so gar nicht mein Typ. Keiner der Jungs hier ist wirklich mein Typ. Ich bin mit meiner neuen Freundin Kelli hier. Wir haben uns zusammen durch den ersten Monat unseres Statistikkurses gekämpft und wären beinahe durch die Prüfung gerasselt, was uns irgendwie zusammengeschweißt hat.

Geteiltes Leid ist wirklich halbes Leid und verbindet nun mal, und in den letzten Wochen sind Kelli und ich richtig dicke Freundinnen geworden. Sie hat mir Jade vorgestellt, eine ihrer besten Freundinnen. Und heute Abend hat Jade mich mit Lucy bekannt gemacht, die mit dem besten Freund von Jades Freund zusammen ist.

Ich finde das großartig. Die Mädels scheinen obendrein echt nett zu sein und ihre Freunde sind super Typen, was will ich also mehr? Ja, was will ich mehr, als neue Freundschaften zu schließen, mich auf Partys reicher Leute zu amüsieren - wir befinden uns auf dem luxuriösen Anwesen von Jades Freund - und mich wie ein ganz normales Mädchen zu verhalten, das niemand wirklich kennt.

Genau so, wie ich es mag.

Ich dränge mich an einem Idioten vorbei, der mich anzüglich mustert und dessen Vorstellung von Kostümierung sich im Tragen eines Fußballtrikots erschöpft - wie originell ist das denn? -, und gehe in die Küche, um mir eine neue Flasche Wasser oder irgendetwas anderes Nichtalkoholisches zu besorgen. Ich habe mich heute Abend freiwillig als Fahrer zur Verfügung gestellt. Wenn du miterlebst, wie deine Eltern sich mit Alkohol zuschütten, um ihre bösen Taten zu vergessen, hast du mit Trinken eher nichts am Hut.

Zumindest gilt das für mich.

"Alexandria!", ruft Jade und winkt mir lächelnd zu. Sie ordnet gerade auf einem Teller Brownies an, die aussehen, als kämen sie frisch aus dem Backofen. Vor allem riechen sie so. Der köstliche Duft von Schokolade zieht durch die Küche, überdeckt die krasse Mischung aus Körpergeruch, Bier und Gras. "Ich fasse es einfach nicht, wie toll dein Kostüm ist!"

Ich vollführe eine kleine Pirouette, sodass die an meinem Rücken angebrachten weißen Federflügel erzittern. Rasch greife ich nach oben, um den windigen Heiligenschein, der mir vom Kopf zu fallen droht, wieder zu stabilisieren. Ich habe das Kostüm letztes Jahr für eine andere Halloweenparty gekauft und ordentlich Kohle dafür bezahlt, denn damals glaubte ich noch, ich hätte Geld und müsste mir um nichts Sorgen machen. Es war eine andere Halloweenparty, ein anderes Leben. Ich bin nicht mehr das Mädchen von damals.

Werde es nie wieder sein. Dieses Mädchen hätte man nie dabei ertappt, dass es zwei Jahre hintereinander dasselbe Kostüm an Halloween trägt ...

"Mir gefallen vor allem die Federn", sagt Jade und deutet mit dem Kopf auf meine Flügel. In ihrem Robin-Hood-Kostüm verströmt sie eine unglaublich starke Frauenpower. Ihr Freund Shep hat sich ebenfalls dem Kampf gegen das Verbrechen verschrieben. Er streift schon den ganzen Abend umher und murmelt mit seiner heisersten Stimme: "Ich bin Batman."

Morgen wird er wahrscheinlich starke Halsschmerzen hab

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