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Am Weihnachtsbaum die ... Funken sprühen?! von Chase, Emma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.12.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Am Weihnachtsbaum die ... Funken sprühen?!

Eigentlich müsste Drew Evans der glücklichste Mann der Welt sein: Er und Kate haben einen gesunden fünfjährigen Sohn (und trotzdem regelmäßig Sex!). Hin und wieder fällt Drew jedoch in alte Muster zurück und lässt den Draufgänger heraushängen, der er einst war. Blöderweise passiert ihm das ausgerechnet am Weihnachtsabend. Aber in der darauffolgenden Nacht erscheinen ihm drei Geister, und die geben ihm mehr als deutlich zu verstehen, dass kein Geschenk der Welt bezaubernder sein kann als Kate - (ca. 75 Seiten) Am Tag ist Emma Chase Ehefrau und Mutter und lebt in New Jersey. In der Nacht erweckt sie ihre farbenfrohen Romanfiguren zum Leben. Seit sie denken kann, ist das Lesen ihre absolute Leidenschaft. Dass sie sich seit der Veröffentlichung ihres Debütromans Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! Autorin nennen darf, ist für sie ein wahr gewordener Traum.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 75
    Erscheinungsdatum: 03.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736301214
    Verlag: LYX
    Größe: 676 kBytes
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Am Weihnachtsbaum die ... Funken sprühen?!

1

Schmückt den Saal mit grünen Zweigen,

Fa-la-la-la-la, la-la-la-la!

Tretet an zum bunten Reigen,

Fa-la-la-la-la, la-la-la-la!

Moderne Mythen, wer kennt sie nicht: Limo auf Knallbrause lässt den Magen explodieren; in einem fernen Land wurde einem Touri mal die Niere gestohlen; und in der Kanalisation leben Krokodile. Wenn man irgendwann erwachsen ist, merkt man, was für eine gequirlte Scheiße einem da aufgetischt wird. Diese Geschichten werden von Generation zu Generation weitergegeben, um uns Angst einzujagen, damit wir nur ja nicht vom rechten Weg abkommen.

Na ja ... bis auf das mit den Krokodilen - ich lebe schon mein ganzes Leben lang in New York City, und so was liegt absolut im Bereich des Möglichen.

Aber der Rest, ja, alles glatt gelogen.

Gegen Ende des letzten Jahrhunderts sind neue moderne Mythen entstanden, denen die Leute nur allzu bereitwillig auf den Leim gehen: Actionstars, die beim Filmdreh mitten in einem Stunt sterben; tropische Pflanzen, die Fettleibigkeit kurieren; und Justin Bieber, der angeblich doch Eier haben soll.

Irgendwann in den späten Siebzigern, als die Kriminalitätsrate der Stadt langsam zu sinken begann und New York touristenfreundlicher wurde, kam ein neuer moderner Mythos in Umlauf - und der streut jedes Jahr wieder Sand in das sonst so geschmeidig arbeitende Getriebe meines Lebens.

Und zwar handelt es sich um den Irrglauben, New York City sei der beste Ort für Weihnachtseinkäufe.

Keine Ahnung, wer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, aber sollte ich es je herausfinden, kann der Idiot sich auf meinen Schuhabdruck in seinem Arsch gefasst machen. Denn jetzt kommen sie in Scharen aus Pennsylvania, New Jersey, Connecticut und dem restlichen Hinterland und verstopfen vom Black Friday bis zum Heiligabend unsere Brücken, unsere Tunnel und unsere Straßen, um Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Wie Ratten, die sich auf einen Brocken Gourmetkäse stürzen. Um dem kleinen Timmy eine Eisenbahn von FAO Schwarz zu kaufen und der lieben Oma eine Brosche von Tiffany's.

Klar haben sie schon mal vom Internet gehört. Natürlich wissen sie, dass es viel einfacher - und billiger - wäre, den Kram online zu bestellen und sich bis an die Haustür liefern zu lassen.

Aber sie wollen es nicht möglichst einfach. Die Weihnachtseinkäufe in der Stadt sind inzwischen - sagen wir es alle gemeinsam - Tradition .

Sie wollen den großen Baum sehen, die Lichter. Sie wollen endlos in der Schlange stehen, um im Rockefeller Center Schlittschuh zu laufen, und sich zusammen mit dem Weihnachtsmann bei Macy's am Herald Square ablichten lassen. Sie wollen die blöden Rockettes sehen und mit der ganzen Familie in einem Restaurant mit exorbitanten Preisen zu Abend essen.

Ein Taxi nehmen? Können Sie vergessen - die sind alle belegt. Und selbst den Bürgersteig zu benutzen bringt einen an den Rand der Selbstbeherrschung, denn alle paar Meter bleibt ein kinderwagenschiebender, tütenbehangener Tourist genau vor einem wie angewurzelt stehen, um das rot und grün angeleuchtete Empire State Building zu fotografieren.

Ich klinge genervt? Sie kriegen aber auch alles mit. Weihnachtsstimmung und ich, wir sind nicht gerade auf einer Wellenlänge. Ebenezer Scrooge hatte es erfasst: Pah, Humbug.

Der Anlass für mein derzeitiges Anti-Feiertags-Plädoyer - ich stehe in der Schlange. Seit einer Dreiviertelstunde. Um noch in allerletzter Minute ein Geschenk für meine wunderschöne Frau zu erstehen.

Bitte, nehmt doch einfach mein Geld und lasst mich von hier verschwinden .

Das mit den Geschenken hab ich normalerweise lange im Voraus erledigt. Kurz vor knapp erst loszuziehen, das ist einfach nicht mein Stil. Aber als ich vorhin bei dem Designerladen Saks Fifth Avenue vorbeigekommen bin, hab ich

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