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Amerikanische Wald- und Strombilder Band I-II von Gerstäcker, Friedrich (eBook)

  • Verlag: Ktoczyta.pl
eBook (ePUB)
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Amerikanische Wald- und Strombilder

Friedrich Gerstäcker veröffentlichte eine Vielzahl von Erzählungen, Romanen und vor allem Berichte über seine verschiedenen Reisen, die ihn zu einem der meistgelesenen und bekanntesten Autoren Deutschlands machten. Als Sohn eines gefeierten Tenors wurde ihm die Reiselust quasi in die Wiege gelegt. So war er in Amerika unter anderem als Holzfäller, Viehtreiber, Heizer und Koch auf einem Mississippidampfer, Lehrer und vor allem als (Großwild-) Jäger unterwegs. Er durchstreifte Nord- und Südamerika, die Inselwelt des Stillen Ozeans, Australien. In mehreren Kurzgeschichten erzählt Gerstäcker von seinen Aufenthalten in Amerika. Seit dem Krieg mit den Seminolen (1818) hatten sich die Stämme der nordamerikanischen Indianer ziemlich still und ruhig verhalten und die Regierung selbst vermied natürlich Jedes, was wieder zu Reibungen und Streitigkeiten Anlaß geben konnte. Nichts desto weniger und trotz tausend verschiedenen Freundschaftsversicherungen und geschlossenen Bündnissen, drängte sie die armen Kinder der Wildniß immer weiter und weiter von den Gräbern ihrer Väter zurück, und nahm ihnen sogar, wenn ein paar trunkene Häuptlinge vielleicht ihre Zustimmung gegeben, wieder Strecken hinweg, in deren fortwährendem Besitz sie frühere Präsidenten bestätigt hatten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 353
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788381483940
    Verlag: Ktoczyta.pl
    Größe: 2792kBytes
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Amerikanische Wald- und Strombilder

Nordamerikanische Jagd.

Jagd auf Hirsche. - Auf Truthühner. - Ein amerikanischer Jäger. - Bärenjagd. - Der Panther. - Der Wolf. - Der Fuchs. - Der Waschbär. - Das Opossum. - Schnepfen in Louisiana. - Ausrüstung des amerikanischen Jägers. -

Die vereinigten Staaten von Nordamerika, vor noch nicht gar langer Zeit das unbegränzte Jagdgebiet der wilden Indianerstämme, sind jetzt zwar von diesen geräumt und der weiße Jäger durchzieht nur mit wenigen Ausnahmen, allein die ungeheuren Wälder und Steppen des gewaltigen Reiches; aber auch die zahlreichen Büffelheerden und Rudel von Riesenhirschen ( Elks ), die sonst das Land belebten, sind von den sicheren Büchsen der Amerikaner und eingewanderten Ausländer erlegt, oder mit den rothen Söhnen der Wildniß weiter nach Westen zurückgetrieben worden; immer aber schreitet noch manch stattlicher Hirsch im Schatten des mächtigen Urwaldes einher und Bären und Panther, wie verschiedene andere kleine Raubthiere, zwingen den Ansiedler der westlichen Niederlassungen, fast auf jeder Farm, - so nennt man die einzeln liegenden Häuser und Felder der Amerikaner, - eine Meute Hunde zu halten, um seine Hausthiere vor der Mordgier derselben zu schützen.

Stets ein eifriger Jagdfreund, konnte ich, in Amerika angekommen, den lockenden Beschreibungen jener Wälder nicht lange widerstehen, und verließ von unbezwingbarer Lust für das edle Waidwerk getrieben, bald nach meiner Ankunft in New-York, die östlichen Staaten, um den fernen, so viel gepriesenen Westen aufzusuchen, aber nicht etwa in Schiff oder Wagen, sondern zu Fuß, mit der Doppelflinte auf der Schulter und beim geringsten Geräusch, das rechts oder links am Wege laut wurde, zum Schusse fertig. Sehr häufig sah ich mich dabei im Anfang durch die frei im Walde weidenden Heerden getäuscht, und ich weiß mich noch recht gut des Abends zu erinnern, wo ich, wohl eine halbe Stunde lang durch dornige Schlingpflanzen und Sumpfstellen über umgestürzte Bäume und toll und wild umhergestreute Äste hinweg, ja durch einen, über drei Fuß mit Wasser gefüllten Bach fortkroch und lief, weil ich irgend etwas, das langsam brummend und im Laube raschelnd von mir weg ging und, wie ich einmal auf einen Augenblick erkennen konnte, schwarz aussah, beschleichen wollte.

Zu hitzig in der Verfolgung, nahm ich mir nicht einmal Zeit, nach einer Fährte zu sehen, und war nicht wenig überrascht, als ich endlich, mit der Hülfe eines kleinen, schmalen Thales, das ich wie der wilde Jäger durchraste, um dem Bären, denn für nichts Geringeres hielt ich mein ausersehenes Opfer, den Weg abzuschneiden, ein gemüthlich im dürren Laube wühlendes, zahmes Schwein fand, das, als es mich erblickte, stutzte, mich anschnob und unwillig grunzend in das Dickicht trollte. Ich kam damals in starke Versuchung, dem unschuldigen Geschöpf eine Ladung Posten nachzusenden, mußte aber doch selbst zuletzt über den komischen Irrthum lachen und war nur froh, daß ich bei der ganzen Geschichte keinen Zeugen gehabt hatte.

Wilde Sauen giebt es in den vereinigten Staaten gar nicht, außer wild gewordene zahme, die jedoch dann nur von den dort angesiedelten Farmern geschossen werden dürfen; jede andere Jagd ist frei.

In den östlichen Staaten fand ich sehr wenig jagdbares Wild - Rebhühner und Kaninchen ausgenommen, denn der deutsche Hase fehlt ebenfalls, soll aber, westlich von den Felsengebirgen, am stillen Meere, ziemlich häufig sein. Die Rebhühner sind kleiner als die unsrigen und auch etwas anders gezeichnet; ihre äußeren Schwungfedern zum Beispiel ganz grau; auch ist ihr Ruf anders wie der unseres Rebhuhns, denn sie pfeifen.

Die Kaninchen kommen den unseren fast ganz gleich und leben in Erdbauen und hohlen Bäumen, färben aber im hohen Norden im Winter und werden weiß.

Vielen Spaß machten mir später, als ich den Staa

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