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Ange Pitou von Dumas, Alexandre (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.05.2016
  • Verlag: Andhof
eBook (ePUB)
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Ange Pitou

Dumas führt den Leser zu Beginn des Romans in seinen Geburtsort Villers-Cotterêts, wo dieser die Bekanntschaft eines proletarischen jungen Mannes namens Ange Pitou macht, der in seinen Vorlieben für die freie Natur und der verbotenen Fallenstellerei und seinen Schwierigkeiten mit der lateinischen Sprache dem jungen Dumas nicht unähnlich ist. In einem köstlichen Streitgespräch mit dem ultra-royalistischen Abbé Fortier, welches den Autoren als Dramatiker auszeichnet, von der Schule des Ortes verwiesen und von seiner Tante Angelique, einer geizigen alten Jungfer, verstoßen hilft dem jungen Ange ein ums andere Mal der Zufall. Er kommt, mit Hilfe der jungen Katherine, deren Freund und Vertrauter er wird, als Buchführer zu dem Bauern Billot, dem Vater Katherines. An dieser Stelle nun setzt die Fähigkeit Dumas zur Vernetzung seiner Handlungsstränge an Alexandre Dumas der Ältere, französischer Schriftsteller, ist vor allem durch seine zu Klassikern gewordenen Historienromane bekannt, etwa Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1140
    Erscheinungsdatum: 10.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736405233
    Verlag: Andhof
    Größe: 559 kBytes
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Ange Pitou

Erster Band.

Bekanntschaft mit dem Helden dieser Geschichte und seinem Geburtsorte.

An der Grenze der Picardie und des Soissonais, auf jenem Teile des Nationalgebietes, der unter dem Namen Ile-de-France zum alten Erbgut der französischen Könige gehörte; in der Mitte eines ungeheuren Halbmondes, den ein Wald von fünfzigtausend Morgen bildet, erhebt sich im Schatten eines von Franz I. und Heinrich II. gepflanzten ungeheuren Parkes das Städtchen Villers-Cotterets, berühmt als Geburtsort von Charles Albert Demoustiers, der hier zur großen Zufriedenheit der hübschen Frauen jener Zeit seine Briefe an Emilie über die Mythologie schrieb, bei deren Erscheinen die Leserinnen sich förmlich darum rissen.

Um den poetischen Ruf dieses Städtchens zu vervollständigen, dem seine Verleumder, trotz seines königlichen Schlosses und seiner zweitausendvierhundert Einwohner hartnäckig den Namen Marktflecken geben, fügen wir bei, daß es zwei Meilen von Laferté-Milon, dem Geburtsorte von Racine, und acht Meilen von Chateau-Thierry, dem Geburtsorte von Lafontaine, liegt; auch führen wir ferner an, daß die Mutter des Verfassers von Britannicus und Athalia von Villers-Cotterets war.

Kehren wir nun zu seinem königlichen Schloß und zu seinen zweitausendvierhundert Einwohnern zurück.

Angefangen von Franz I., dessen Salamander es bewahrt, und vollendet von Heinrich II., dessen Namenszug es verschlungen mit dem von Katharina von Medicis und umkreist von den drei Halbmonden von Diana von Poitiers führt, war dieses Schloß, nachdem es die Liebschaften des ritterlichen Königs mit Frau von Etampes und die von Louis Philipp von Orleans mit der schönen Frau von Montesson beschützt hatte, beinahe unbewohnt seit dem Tode des letzteren Prinzen, da es sein Sohn, Philipp von Orleans, später Egalité genannt, von dem Range einer fürstlichen Residenz zu dem eines Jagdrendezvous hatte herabsinken lassen.

Bekanntlich bildete das Schloß und der Wald von Villers-Cotterets einen Teil der Apanagen, die Ludwig XIV. seinem Bruder Monsieur gab, als der Sohn von Anna von Österreich die Schwester von König Karl II., Madame Henriette von England heiratete.

Was die zweitausendvierhundert Einwohner betrifft, so waren sie, wie überall, wo sich zweitausendvierhundert Individuen beisammen finden, ein Gemisch:

1. Von einigen Adeligen, die den Sommer in ihren Schlössern und den Winter in Paris zubrachten, und die, um den Prinzen nachzuäffen, nur ein Absteigequartier in der Stadt hatten.

2. Von einer großen Anzahl von Bürgern, die man, wie auch das Wetter sein mochte, einen Regenschirm in der Hand, aus ihren Häusern weggehen sah, um nach dem Mittagessen ihren täglichen Spaziergang zu machen, der regelmäßig sein Ziel an einem, den Park vom Walde trennenden, eine Viertelmeile von der Stadt liegenden breiten Graben fand, welchen man ohne Zweifel wegen des Ausrufs, den sein Anblick der Brust der Asthmatischen entlockte, die darüber zufrieden waren, daß sie einen so langen Weg zurückgelegt, ohne zu sehr atemlos geworden zu sein, den Haha nannte.

3. Von einer Menge von Handwerksleuten, die die ganze Woche arbeiteten und sich nur Sonntags den Spaziergang erlaubten, dessen sich ihre mehr vom Glück begünstigten Mitbürger alle Tage erfreuten.

4. Und endlich von einigen elenden Proletariern, für die die Woche nicht einmal einen Sonntag hatte und die, nachdem sie sechs Tage im Lohne entweder der Adeligen oder der Bürger, oder sogar der Handwerker gearbeitet, sich am siebenten im Forste verbreiteten, um hier das dürre oder abgebrochene Holz zu sammeln, das der Sturm zerstreut auf den düstern, feuchten Boden des Hochwaldes, der herrlichen Apanagen des Prinzen, warf.

Zur Zeit,

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