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Angel - Engel der Nacht von Rimkus, Eisgräfin - Claudia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.12.2013
  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Angel - Engel der Nacht

Wenn man nachts arbeiten und tagsüber schlafen muss, gewöhnt man sich daran. Wenn aber nebenan jemand einzieht, der schon morgens seine geräuschintensiven Gartengeräte aktiviert, führt das nicht nur zu einem Schlafdefizit, sondern auch zu Konflikten. Hanna und Jakob reagieren wie Feuer und Wasser aufeinander. Jedes Mal, wenn sie sich begegnen, fliegen verbal die Fetzen. Alle Schlichtungsversuche ihrer Familien scheitern. Trotzdem hilft Hanna dem Nachbarn, als er einer abscheulichen Tat beschuldigt wird. Dadurch bessert sich ihr Verhältnis zueinander aber nur kurzfristig. Nach wenigen Tagen entflammt der Nachbarschaftskrieg von neuem.

Claudia Rimkus wurde 1956 in Hannover geboren. Seit frühster Jugend schreibt sie Geschichten, später kamen auch Romane dazu. Sie lebt und arbeitet in der Leinemetropole. Bisher erschienen: Zwei Fortsetzungsromane in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und anderen Zeitungen des Madsack-Verlags, außerdem Kurzgeschichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 767
    Erscheinungsdatum: 11.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847620419
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1119kBytes
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Angel - Engel der Nacht

Kapitel 2

Die Kinder waren bereits auf dem Weg zur Schule. Die Cousinen saßen noch bei einem Becher heißer Schokolade am Frühstückstisch.

"Gestern hatte ich wieder mal Zeit, in deine Sendung reinzuhören", sagte Marie, die als einzige außerhalb des Senders die Identität des Engels der Nacht kannte. "Du warst echt gut."

"Wenn du schon einen freien Abend hast, solltest du um diese späte Stunde längst im Bett liegen."

"Genau dort habe ich mich befunden", erklärte Marie. "Ich habe in einigen Kochbüchern nach neuen Anregungen gesucht. Dabei habe ich deinen Gesprächen gelauscht. Eines davon gefiel mir besonders gut..."

"Lass mich raten", unterbrach Hanna sie. "Du meinst vermutlich den Beitrag von Dracula alias Einstein."

"Richtig", bestätigte Marie. "Nicht schlecht, wie er dich aus der Reserve locken wollte."

"Was ihm aber nicht gelungen ist."

"Du bist für die meisten Männer zu schlagfertig, Hanna. Das verunsichert sie. So wird das nie was."

"Du sprichst in Rätseln."

"Seit wann bist du schwer von Begriff? Der Mann hatte eine sooo sympathische Stimme. Außerdem scheint er, da er sich Dracula genannt hat, so nachtaktiv wie du zu sein. In dieser Hinsicht würdet ihr gut zusammen passen. Du hättest ihn nach seiner Telefonnummer fragen sollen."

"Wozu?"

"Immerhin lebst du seit fast vier Jahren allein."

"Ist das etwa verboten?" versetzte Hanna mit leiser Ungeduld.

"Einem Mann, wie Achim es war, begegne ich kein zweites Mal. Auf eine halbherzige Beziehung kann ich gut verzichten. Hin und wieder ein paar erotische Stunden -mehr ist bei mir nicht mehr drin." Forschend musterte sie ihre vier Jahre jüngere Cousine. "Hast du vergessen, dass wir bei der Gründung unserer WG den Männern abgeschworen haben? Damals warst du es, die mit dem angeblich so starken Geschlecht nichts mehr zu tun haben wollte. Wirst du nun etwa rückfällig?"

"Wie kommst du denn darauf?" antwortete Marie etwas zu schnell. "Allerdings sehe ich das heute aus einer anderen Perspektive. Mittlerweile habe ich sogar mit meinem Ex zu einem freundschaftlichen Umgang gefunden. Mir ist jetzt klar, dass wir beide für das Scheitern unserer Ehe verantwortlich sind."

"Ist daraus zu schließen, dass du wieder für eine Beziehung offen bist, Marie?" fragte Hanna direkt. "Womöglich ist der geeignete Kandidat dafür sogar schon in Sicht?"

"Würdest du mich dann rausschmeißen?"

"Quatsch. Für wie herzlos hältst du mich eigentlich?"

"Sorry", bat Marie. " So war das nicht gemeint. Außerdem hätten meine Mädchen auch ein Wörtchen mitzureden. Sie lieben ihren Vater und würden jeden neuen Mann in meinem Leben an ihm messen. - Falls überhaupt einer bereit wäre, sich ernsthaft auf eine Frau mit drei Kindern einzulassen."

"Solange du jeden Interessenten gnadenlos in die Flucht schlägst..."

"Da gibt es nicht viel zu schlagen. Im Gegensatz zu dir muss ich mir keine lästigen Verehrer vom Leib halten." Vielsagend hob sie die Brauen. "Oder wie würdest du beispielsweise Ulrich Maiwald bezeichnen?"

"Uli ist mein Programmdirektor", lautete die prompte Antwort.

"Und ein alter Schulfreund."

"Der nebenbei bemerkt schwer in dich verliebt ist", wusste Marie. "Er würde dich auf Händen tragen."

"Ich gehe lieber zu Fuß."

"Ab und zu sollte man auch das Schweben genießen."

"Als Engel der Nacht schwebe ich von Montag bis Freitag wahrlich genug", beendete Hanna die Diskussion und erhob sich. "Begib du dich meinetwegen auf die Suche nach Mister Right. Ich bin mittlerweile Single aus Überzeugung." Im Hin ausgehen winkte sie über ihre Schulter. "Gute Nacht, Marie!"

Nach nur einer knappen Stunde Schlaf riss ein knatterndes Geräusch begleitet von lautem Hundegebell Hanna aus ihren Träumen.

"Nicht schon wieder", murmelte sie benommen und schlug die leichte Decke zur

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