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Anna Martach Roman - Hilfe, unsere Eltern heiraten von Martach, Anna (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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Anna Martach Roman - Hilfe, unsere Eltern heiraten

Kann ein Streit unter Kindern zu irgend etwas gut sein? Ja, zum Beispiel wenn sich zwei Alleinerziehende dadurch kennenlernen. Doch als durch einen schweren Verdacht ein Schatten auf die aufkeimende Liebe fällt, steht alles in Frage. Ein turbulenter Roman um Liebe und Familie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738916201
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 240 kBytes
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Anna Martach Roman - Hilfe, unsere Eltern heiraten

© by Author

© 2012 Digitalausgabe AlfredBekker/CassiopeiaPress Al rights reserved.

Ein CassiopeiaPress E-Book.

www.alfredbekker.de

" DU HAST MEINEN BLEISTIFT absichtlich zerbrochen", schimpfte Julia Gericke auf ihren Intimfeind.

Frank Wörmann war in der gleichen Klasse, und die beiden 12jährigen führten seit langer Zeit einen erbitterten Kleinkrieg, aus welchem Grund, wussten die zwei vermutlich selbst nicht mehr zu sagen. Frank grinste das Mädchen an.

"Ja, und? Du bist immer so schlau und lässt niemanden abschreiben. Da ist es nur recht, wenn du gar nicht mehr schreibst. Was macht das schon?"

"Du bist ein gemeiner Kerl. Alle Jungs sind doof."

"Und alle Mädchen sind zickig. Du bist sogar eine Petze und hast dem Direx verraten, dass ich die Schmierseife im Sportraum verteilt habe."

"Habe ich gar nicht!", empörte sich Julia. "Ich hab das ja nicht mal gewusst. Aber jetzt weiß ich, dass du jede Gemeinheit anstellen würdest, wahrscheinlich hast du auch die Stinkbombe im großen Flur losgelassen." Der Junge hielt inne. Julia mochte eine Zicke sein, aber Lügen lag ihr nicht. Sollte er sich denn getäuscht haben? "Du lügst!", warf er ihr trotzdem vor.

" UND DU BIST SO FEIGE , dass du das nicht zugibst."

"Ich bin nicht feige! Du bist feige, weil du dich immer hinter deinen Freundinnen versteckst, statt dich mal zu stellen."

"Ich bin noch nie feige gewesen", erklärte sie würdevoll.

"Bist du doch!"

"Bin ich nicht!" Zusammen mit diesen Worten holte Julia plötzlich aus und gab dem Jungen eine schallende Ohrfeige.

Julia war ein zierlich gebautes Mädchen und nicht sehr kräftig, ganz im Gegensatz zu Frank, einem kräftigen, sportlichen Jungen.

Die Clique um Frank stand im Halbkreis um die zwei Streithähne herum, und die übrigen Jungen erwarteten jetzt, dass Frank, entgegen aller ritterlichen Regeln, zurückschlagen würde. Stattdessen aber hielt er sich die Wange und verzog das Gesicht. Breites Grinsen flog über die Gesichter der Jungen, als Frank jetzt mit entschlossenen Schritten zu Frau Witkowsky ging, ihrer Klassenlehrerin, die Aufsicht während dieser großen Pause hatte.

"Julia hat mich geschlagen", empörte er sich.

Hetty Witkowsky, seit vielen Jahren Lehrerin und gut vertraut mit dem Kleinkrieg der beiden Kinder, lächelte verstehend. "Und du bist natürlich völlig unschuldig daran?", erkundigte sie sich.

"Ich? Na klar!"

"Dann komm mal mit, junger Mann. Wir holen Julia dazu und wollen sehen, was sie zu sagen hat." Julia warf Frank einen vernichtenden Blick zu.

"Blödmann!", zischte sie.

"Ziege!"

"Ruhe jetzt. Es sieht ja wohl nicht so aus, als könnte es zwischen euch beiden jemals einen Waffenstillstand geben." Hetty Witkowsky schüttelte den Kopf, ließ sich von beiden noch einmal erzählen, sie es dazu gekommen war und verhängte dann die gleiche Strafarbeit über beide. "Bis Samstag wünsche ich von euch beiden einen Aufsatz, je mindestens zehn Seiten, über das Thema: Fairness auf dem Schulhof im Kampf der Geschlechter."

"Aber ich habe doch gar nichts getan", protestierte Frank wütend. "Wo kommen wir denn hin, wenn die Weiber einfach zuhauen dürfen?"

Die Lehrerin zog die Augenbrauen hoch. "Ich kann nicht finden, dass deine Wortwahl Anlass dazu gibt, dich für unschuldig zu halten. Es bleibt dabei." Julia und Frank gingen hinaus aus dem Lehrerzimmer, aber noch in der Tür zischte der Junge: "Du bist schuld daran.

Als ob ich Zeit hätte, auch noch Strafarbeit zu schreiben."

"Ach, lass mich doch in Ruhe."

Frau Witkowsky sah ein, dass es so nicht weitergehen konnte. Man musste etwas unternehmen, um diese Fehde zu lösen, die auch die Klasse in zwei Lager spaltete. Nach Absprache mit dem Rektor bat die Lehrerin die Elter

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