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Aphorismen von Wilde, Oscar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.07.2016
  • Verlag: Insel Verlag
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Aphorismen

Frank Thissen hat für die Aphorismensammlung aus den Werken und Briefen von Oscar Wilde in acht Kapiteln die zitierenswertesten Aussprüche der für Oscar Wilde zentralen Themenbereiche Kunst, Leben, Gesellschaft, Genie einander zugeordnet. In der Summe geben diese Sentenzen in ihrer Eigenständigkeit, in ihrer stilistischen Abgeschlossenheit und Allgemeingültigkeit einen konzentrierten Einblick in Werk und Denken des Autors. Oscar (Fingal O'Flahertie Wills) Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin als Sohn des Arztes William Wilde und der Dichterin Jane Francesca Elgee geboren. Er studierte klassische Literatur am Trinity College in Dublin und am Magdalen College in Oxford. 1879 ging er nach London, wo er sich bald durch seinen extravaganten Lebensstil und seine rhetorische Gewandtheit einen Namen machte. Nach Reisen in die USA, nach Kanada und Frankreich arbeitete Wilde zunächst für verschiedene Zeitungen als Lektor und Herausgeber. Seit 1884 mit Constance Lloyd verheiratet, schrieb und veröffentlichte er 1888 für seine eigenen Kinder die Märchensammlung The Happy Prince and Other Tales . In den folgenden Jahren entstanden weitere Erzählungen (wie The Picture of Dorian Gray, 1891) und zahlreiche Bühnenstücke (wie The Importance of Being Earnest , 1895), die außerordentliches literarisches und gesellschaftliches Aufsehen erregten. Auf dem Höhepunkt seines Erfolges stürzte ihn dann jedoch der Skandal um das langjährige Verhältnis mit Lord Alfred Douglas in den Ruin. Wilde verlor eine Verleumdungsklage gegen Douglas Vater, der ihn der Sodomie bezichtigt hatte, und wurde selbst in einem Strafprozeß wegen Unzucht zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Reading floh er vor der gesellschaftlichen Ächtung unter falschem Namen nach Paris. Völlig mittellos starb er hier am 30. November 1900.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 168
    Erscheinungsdatum: 11.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783458745648
    Verlag: Insel Verlag
    Größe: 1250 kBytes
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Aphorismen

Leben und Moralität

W irklich zu leben ist das Kostbarste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren bloß, sonst nichts.

(VII, 219)

I m Leben gibt es tatsächlich nichts Entscheidendes oder Unwichtiges. Alle Dinge sind gleichwertig und gleichgewichtig.

(IX, 446)

V öllig frei zu sein und zugleich völlig unter der Herrschaft des Gesetzes zu stehen, ist das ewige Paradoxon des Menschenlebens, das jeder Augenblick uns spürbar macht.

(IX, 463)

D ie erste Pflicht im Leben besteht darin, so künstlich wie möglich zu sein. Worin die zweite Pflicht besteht, hat noch niemand herausgefunden.

(VII, 253)

I ch weiß nur, daß das Leben nicht ohne barmherzige Nachsicht begriffen, nicht ohne barmherzige Nachsicht gelebt werden kann.

(III, 197)

M an sollte Anteil nehmen an der Freude, der Schönheit, der Farbigkeit des Lebens. Je weniger über die Kümmernisse des Lebens gesagt wird, (...) desto besser.

(III, 87)

"D ie Seele ist alt geboren und wird jung. Das ist die Komödie des Lebens." "Und der Leib ist jung geboren und wird alt. Das ist die Tragödie des Lebens."

(III, 94)

"D as Buch des Lebens beginnt mit einem Mann und einer Frau in einem Garten." "Und endet mit Offenbarungen."

(III, 95)

D ie Welt ist von Narren gemacht, damit Weise darin leben.

(III, 122)

M einer Ansicht nach ist das Geheimnis des Lebens überhaupt, die Dinge sehr, sehr leichtzunehmen.

(III, 126)

D as Geheimnis des Lebens ist, nie eine Gemütsbewegung zu haben, die unkleidsam ist.

(III, 126)

D as Geheimnis des Lebens ist, daß man das Vergnügen schätzt, sich schrecklich, schrecklich zu irren.

(III, 126)

D es Lebens Geheimnis - es liegt in der Kunst.

(VI, 72)

D ie Form ist alles. Sie ist das Geheimnis des Lebens. Gib der Trauer Ausdruck, und sie wird dir teuer. Gib der Freude Ausdruck, und sie vertieft dein Entzücken. Willst du Liebe empfinden? Dann stimme eine Liebeslitanei an, und die Worte werden jene Sehnsucht hervorrufen, von der die Welt glaubt, daß sie ihr entströmen. Zernagt Gram dein Herz? Dann tauche in die Sprache des Grams ein, lerne ihren Ausdruck von Prinz Hamlet und der Königin Constantia, und du wirst entdecken, daß der reine Ausdruck eine Form der Tröstung ist und daß die Form, die der Ursprung der Leidenschaft ist, gleichzeitig den Tod des Schmerzes bedeutet.

(VII, 138)

D ie Suche nach der Schönheit (ist) das wahre Geheimnis des Lebens.

(I, 60)

G ewöhnliche Leute warteten, bis ihnen das Leben seine Geheimnisse erschloß, doch den wenigen Auserwählten wurden die Mysterien des Lebens enthüllt, ehe der Schleier (der Jugend) fortgezogen war.

(I, 70)

M an sollte die Farbe des Lebens in sich aufnehmen, sich aber nie an seine Einzelheiten erinnern. Einzelheiten sind immer gewöhnlich.

(I, 115)

D as Leben hält stets Mohn in den Händen.

(I, 115)

S ie wollen mir doch nicht erzählen, Sie hätten das Leben erschöpft. Wenn einer das sagt, weiß man, daß das Leben ihn erschöpft hat.

(I, 196)

A lles wird zum Genuß, wenn man es zu oft tut. (...) Das ist eines der wichtigsten Geheimnisse im Leben.

(I, 231)

W enn ein Mensch das Leben künstlerisch ansieht, dann ist sein Hirn für ihn das Herz.

(I, 233)

D as Leben wird nicht von Wille und Absicht reg

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