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Asphalt, Sex & Abenteuer von Blackwood, Sina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.11.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Asphalt, Sex & Abenteuer

Maja, eine Schriftstellerin, die sich in einer langweiligen Ehe erdrückt und gefangen fühlt, lebt nur auf, wenn sie auf Recherchereisen die Weite der Landschaft und besonders die Erhabenheit der Berge spüren kann. Aus ihrem gewohnten Trott auszubrechen, ist sie zu feige. Als sie wieder einmal auf den Spuren des Mittelalters wandelt, geschieht etwas Seltsames, das mit einem Schlag ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Sina Blackwood (Pseud.) wurde 1962 in Sebnitz geboren und verbrachte ihre frühe Kindheit inmitten der Natur. Das hat sie geprägt und spiegelt sich auch in ihren Werken wider. Durch den Umzug ihrer Familie nach Dresden entdeckte sie ihre Liebe zu Museen und Kunstsammlungen. Nach dem Gymnasium und der Lehre zur Wirtschaftskauffrau im Einzelhandel verschlug es sie für einige Jahre an die Ostsee. Inspiriert durch die Schönheit der Landschaft begann sie mit dem Schreiben - und hörte nicht mehr auf. Bis November veröffentlichte sie über 30 Bücher sowie zahlreiche Kurzgeschichten in Anthologien und Online-Magazinen. Seit dem Jahr 1996 lebt sie in Chemnitz. Sie ist Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband und der Künstlervereinigung fundus artifex. Seit 2016 macht sie sich auch als Herausgeberin einen Namen. Kontakt: Mail: reni.dammrich@t-online.de Web: http://www.reni-dammrich-geschichtenzauber.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 204
    Erscheinungsdatum: 16.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743156319
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2418 kBytes
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Asphalt, Sex & Abenteuer

Buongiorno Liguria!

Nach Serpentinen und unglaublich vielen Tunneln öffnete sich der Blick zum Meer, um gleich darauf wieder in der nächsten Betonröhre unterzutauchen.

Gab es hier überhaupt auch noch etwas anderes als Straßen, die irgendwo im Berg verliefen? Maja fühlte sich nach einiger Zeit fast wie ein Maulwurf.

Noch ein Tunnel, noch eine imposante Hochstraße, dann rollte der Bus zwischen blühenden Oleandern, riesigen verschiedenfarbigen Bougainvillea-Sträuchern, Kakteen, Agaven und unzähligen Palmen Richtung Küste.

DAS war der Süden.

Auch hier, im Hotel Liliana, hatte Maja das Glück, eines der Zimmer auf der Rückseite zu bekommen. Zudem lag der Pool auf der gleichen Ebene, weil er in den Berg gebaut worden war und daneben öffnete sich der Blick zum Tal, welches von ebenjener imposanten Hochstraße überspannt wurde, auf der sie hierher gekommen waren.

Die perfekte Kulisse, um Erlebnisurlaub vom Feinsten zu machen.

Beim Gedanken an Erlebnis wagten es die Blümchen erneut, ihre Köpfe zu heben und staunten, dass sie nicht zurechtgewiesen wurden. So spähten sie am Abend, während eines grandiosen Feuerwerks am Strand, auch ganz ungeniert nach Männern aus, die in Majas Beuteschema passen konnten.

Nur hatte Maja weder Beute noch Schema im Kopf. Sie schickte ihre Gedanken mit zwei Gläsern Rotwein ins Koma, wanderte zurück zum Hotel, um in einen traumlosen Schlaf zu sinken, was ihr sonst nie passierte.

Morgens erinnerte sie sich durchaus an die schrägen Gedanken des Abends, taxierte die Herren im Hotel, befand sie für uninteressant und beschloss, in Monte Carlo oder Monaco etwas genauer hinzuschauen, und sei es, um ein Eis oder einen Cappuccino spendiert zu bekommen, den sie sich gut und gerne selber hätte kaufen können. Es ging einzig und allein ums Prinzip.

Auf den Serpentinenstraßen lauschte sie den Worten der Reiseführerin, stellte fest, dass von Blumenriviera nicht viel zu sehen war, weil die Pflanzen in unzähligen Gewächshäusern an den Hängen der Berge steckten und erfreute sich lieber am Klang der Bezeichnung Côte d'Azur.

Das Meer gab sich die größte Mühe, perfekt azurblau und spiegelglatt zu erscheinen, um sämtliche angenehme Gedanken noch tiefer in Majas Hirn zu verankern.

Sie hatte einige Jahre auf Rügen, direkt am Wasser, gelebt und konnte sich ein Leben ganz ohne Meer nur schwer vorstellen. Auch ohne Berge hätte sie es wohl nicht lange ausgehalten, gab es da doch die schönsten Burgen.

Hier traf nun ein Gebirge direkt aufs Wasser und schuf jene Umgebung, in der ihre Gedanken völlig frei in jede Richtung fließen konnten. Selbst die Blumenteppichgedanken, die sich bemühten, keinen neuen Ärger zu bekommen.

Sie schafften es sogar, Maja die unzähligen Tunnel zu versüßen, indem sie ihre Aufmerksamkeit, kaum draußen, auf die wundervollsten Agaven und Palmen lenkten. Hin und wieder war sogar eine gigantische weiße Magnolienblüte mit dabei, die wohl etwas den Anschluss an ihre längst vertrockneten Geschwister verpasst hatte.

Anschluss verpasst... Maja zog einen Flunsch. Sie hatte noch nie wirklich den Anschluss verpasst.

Nicht mal nach der denkwürdigen Veranstaltung in Tirol. Obwohl es auf dem Heimweg in München ziemlich haarig zuging. Der Zug begann sich bereits in Bewegung zu setzen, als man sie in einem Gewaltakt noch ins Abteil zog.

Bei Männern hatte sie den Anschluss auch nicht verpasst, sondern stets aus freien Stücken und einer reichlichen Portion Feigheit darauf verzichtet.

Die strahlendweißen Yachten auf dem märchenbuchblauen Wasser unter einem völlig wolkenlosen Himmel, der in der Farbe mit dem Meer zu konkurrieren versuchte, lenkten ihre Aufmerksamkeit auf angenehmere Dinge.

Jetzt da unten sein, in der Sonne liegen und sich nicht darum scheren, was der nächste Tag bringen mochte! Als Glücksbringer für einen großen, braungebrannten, gutaussehenden Skip

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