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Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel Roman von Böhme, Dorothea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.06.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel

Eine Kreuzfahrt, die ist lustig ... Drei Schwestern, ein großes Schiff und jede Menge Verwicklungen!
Eine Kreuzfahrt mit ihren beiden streitlustigen Schwestern? Nie im Leben! Schon gar nicht nach dem großen Krach vor fünf Jahren. Ausgetrickst von der Ältesten, landet die 35-jährige Ricarda schlussendlich doch auf dem Schiff, wo sie Juliane und Trixie davon abhalten muss, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Doch trotz aller Skepsis beginnt sie, die Reise zu genießen - was auch an dem sehr attraktiven Ersten Offizier liegen könnte ... Aber warum verhält sich der Kapitän so komisch? Und kommt es ihr nur so vor, oder häufen sich die seltsamen Vorfälle an Bord ? Irgendwas ist doch da im Busch, oder?

Dorothea Böhme wurde 1980 in Hamm (Westfalen) geboren. Es hat sie immer schon in die Welt hinausgezogen: Sie studierte in Deutschland und Österreich, verbrachte einige Monate in Ecuador und Italien und arbeitete als Deutschlehrerin in Ungarn.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 22.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641157784
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 564kBytes
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Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel

7

"Herzlich Willkommen auf der Santa Luisa " , begrüßte ein alternder Kapitän die Gäste.

Ricarda verlagerte die Reisetasche von der rechten auf die linke Schulter. Sie standen inmitten der anderen Gäste, um aufs Schiff zu kommen, und kamen nur langsam voran. Trixies Enthusiasmus war schon nach drei Metern gebremst worden.

Sie zwinkerte Ricarda zu. "Käpt'n Iglo."

Mit seinem kurz gehaltenen Vollbart sah der Kapitän tatsächlich aus wie der Fischstäbchenwerbeträger. Wie passend für einen Seemann.

"Hier werden Gemeinschaftsleben und Zusammengehörigkeitsgefühl noch großgeschrieben. Niemand ist hier allein!", salbaderte der Kapitän.

Ricarda sah ihre Schwestern an. Was hatte Juliane denn da für einen Esoteriktrip gebucht? Das mit der Versöhnung schien ihr ja wirklich wichtig zu sein.

Aber Juliane blinzelte verwirrt und schüttelte dann unwillig den Kopf. Offenbar hatten Gemeinschaftsleben und Zusammengehörigkeitsgefühl nicht in der Programmbeschreibung gestanden.

Sie rückten in der Reihe der Gäste ein Stückchen vor und konnten einen Blick auf den Ersten Offizier werfen, der hinter dem Kapitän stand.

"Hallloooo." Das O zog Trixie noch länger als das L. Sie schob ihre überdimensionale Sonnenbrille in die blonden Locken. "Dunkle Haare, traurige Augen, ist das nicht genau dein Typ?" Sie stieß Ricarda den Ellenbogen in die Seite.

"Traurige Augen?"

Ein Schulterzucken. "Du stehst doch auf diese depressiven Männer."

Wieder dachte Ricarda an Christoph und zuckte dann auch mit den Schultern. "Den letzten hab ich rausgeschmissen."

"Das wurde auch Zeit", mischte sich nun Juliane von hinten ein.

"Du kanntest Christoph doch gar nicht!"

"Ich konnte deine Freunde noch nie leiden. Er war bestimmt nicht besser als die anderen."

Inzwischen waren sie in der Reihe so weit nach vorn gekommen, dass sie direkt vor dem Kapitän standen, und Ricarda blieb Juliane eine Reaktion schuldig. Die Mundwinkel des Ersten Offiziers zuckten. Da hatten sie ja mal wieder einen hervorragenden Eindruck gemacht. Ricarda rückte ihre Brille zurecht und versuchte zu lächeln.

Trixie kicherte. "Vielleicht findet sich ja doch mal ein vernünftiger Kerl", sagte sie und schenkte dem Offizier ein Augenzwinkern.

Ricardas Wangen wurden heiß, und sie beeilte sich, an Deck zu kommen. Bevor sie auch nur anfangen konnte, sich zu orientieren, zog Juliane mit ihrem silbernen Trolley an ihren Schwestern vorbei und schnalzte mit der Zunge.

"Ich zeige euch die Kabinen."

"Weil wir allein so orientierungslos sind", flüsterte Trixie, folgte Juliane aber trotzdem durch die Tür, die unter Deck führte.

"Hier wohnt ihr." Juliane klopfte an die Kabine mit der Nummer 214. "Ich bin dort drüben." Sie zeigte auf die gegenüberliegende Tür. "Falls ihr etwas braucht."

"Danke, Mama", antwortete Trixie spöttisch.

In Julianes Wange zuckte ein Muskel, und Ricarda öffnete hastig die Kabinentür. Das Thema Eltern kann doch wirklich warten, dachte sie. Am besten bis zu meinem Todestag.

"Wieso kriegt sie eine eigene Kabine, während wir uns diese Besenkammer teilen müssen?"

Trixie ließ ihren Rucksack auf das untere der beiden Stockbetten fallen - nannte man die nicht Kojen? - und sah sich in dem zugegebenermaßen winzigen Raum um.

"Weil sie zahlt." Ricarda beäugte die Leiter, die zum oberen Bett führte, kritisch. Hoch war es zwar nicht, aber wenn sie ihre Brille nicht trug ...

"Eben!" Trixie stemmte die Hände in die Hüften.

"Was 'eben'?"

"Wenn man schon Leute einlädt, dann ist es eine Frechheit, sie mit der dritten Klasse abzuspeisen."

Ich hätte doch am Steg umkehren sollen, dachte Ricarda. Vielleicht mit dem netten Taxifahrer und seiner Oma einen Kaffee trinken und dann zurück nach Hause fahren.

"Ich geh mal kurz an Deck", sagte sie.

"Mit deiner Reiset

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