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Auf Tod oder Leben Das Buch der Kämpfe mit so manchem Tipp. von May, Karl (eBook)

  • Verlag: Karl-May-Verlag
eBook (PDF)
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Auf Tod oder Leben

"Uwe Neßler und Heinz Mees haben es sich diesmal zur Aufgabe gemacht, die Duelle, Zwei- und Mehrkämpfe, Geschicklichkeits- und Machtdemonstrationen aus Karl Mays Erzählungen herauszuarbeiten und mit Augenzwinkern einige der Tipps zu ergänzen, mit denen er sein Werk angereichert hat. Wieder lassen sich alle Entwicklungsstufen der May?schen Erzählkunst verfolgen. Dabei wurden die frühestmöglichen greifbaren Texte verwendet.

Mit einem runden Dutzend Illustrationen u. a. von Zdenek Burian, Venceslav Cerný, Louis Maîtrejean, Willy Moralt, Ewald Thiel und Josef Ulrich."

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 506
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783780218148
    Verlag: Karl-May-Verlag
    Größe: 14599kBytes
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Auf Tod oder Leben

Demonstrationen (S. 383-384)

Im Wortschatz-Lexikon der Uni Leipzig nden wir unter Synonyme für "Demonstrationen" z. B. Beweisführung, Be- zeugung, Illustrierung, Kundgebung, Veranschaulichung, Verdeutlichung, Verbildlichung, Vergegenständlichung... Die May'schen Helden und Bösewichter führen ihre Demonstrationen natürlich auch auf, um weitergehende Zusammenstöße, gar kämpferische Handlungen zu vermei- den. Es handelt sich jeweils um Demonstrationen der Stärke, Demonstrationen der Macht, endlich wird die Überle- genheit der Helden aufgezeigt, sei es im technischen oder sportlichen, letztlich auch im moralischen Sinne.

Dabei genießt der Autor ganz o ensichtlich die zirzensische Vor- führung, indem er besonderen Wert auf äußere Formen, Zuschauer und bühnenreife Auftritte legt. Nun sind die zirzensischen Spiele bereits aus dem alten Rom und dem Circus Maximus bekannt, waren ursprüng- lich Reiter- und Wettrennspiele, die dem Zweck dienten, den Zorn der Götter abzuwehren und zugleich ihren Bei- stand zu erehen. Da ist der Weg zur Demonstration un- serer Helden nicht gar so weit. Hier soll wohl der Zorn der Gegner abgewehrt werden. Zugleich aber verweist das Wort auf eine Kulturform, die im Wilhelminischen Reich einen ihrer Ursprünge hat:

Der Zirkus, wie er heute nur noch selten vorkommt, der aber damals in einer Mischung aus Tier-Schau, sportlichen Höchstleistungen und sensationellen Demonstrationen die weite Welt in die deutsche Kleinstadt holte. Aus Amerika kam Bu alo Bills Wild-West-Show, die "Menschen, Tiere, Sensationen" bot und sicherlich Fritzchen Müller zum er- sten Male "echte Indianer" zeigte. Dieser Art der Zirkus-Darbietung ähneln die Demons- trationen der Helden Mays, wiewohl sie – wie oft bei unse- rem Autor – allzu leichtfertig mit Wahrheitsbehauptungen umgingen:

Mit den damaligen Wa en wären z. B. Meister- stücke wie das Schießen auf eine Lanze, sodass alle Löcher in exakt gleichem Abstand entstehen, schier unmöglich gewesen. Aber das scherte Old Shatterhand mitnichten, er wollte schließlich den Gegner verunsichern, ihn gar von weitergehenden kriegerischen Handlungen abhalten. Und dies ist ihm – im Roman – immer gelungen. Quod erat demonstrandum.

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