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Aufstand der Barbaren Roman von Riches, Anthony (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Aufstand der Barbaren

Die Germanen sind in Aufruhr, der römische Frieden wankt. Nur ein Zenturio könnte einen Aufstand noch verhindern - doch er gilt als Verräter! Marcus Tribulus Corvus, der Zenturio der zweiten tungrischen Hilfskohorte, führt seine Männer vom Hadrianswall in Britannien zurück in ihre Heimat nach Germanien. Dort wartet eine neue Herausforderung auf sie. Der Banditenhäuptling Obduro raubt und tötet ungestraft. Nun hat er sich sogar noch höhere Ziele gesetzt: Er will seinem Volk die Freiheit von der römischen Herrschaft bringen! Immer mehr Tungrier folgen ihm. Kann Marcus Tribulus Corvus einen Aufstand verhindern? Anthony Riches hat einen Abschluss in Militärgeschichte von der Manchester University. Nach dem Studium arbeitete er 25 Jahre für eine Reihe von Großkonzernen in aller Welt, bevor er sich mit Aufträgen in Europa, den USA, dem Mittleren und dem Fernen Osten selbstständig machte. Das Manuskript zum Auftakt der Imperium-Saga schrieb er bereits Ende der 1990er-Jahre, versteckte es allerdings in seiner Schreibtischschublade, bis er sein Werk 2007 endlich zu einem Verlag schickte, wo sich sofort begeisterte Fans fanden. Anthony Riches lebt mit seiner Frau Helen und drei Kindern in Hertfordshire.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 15.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641212674
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Leopard Sword (Empire 4)
    Größe: 2546 kBytes
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Aufstand der Barbaren

Prolog

Niedergermanien, September, 182 n. Chr.

"Verfluchter Regen! Gestern Regen, heute Regen, und morgen wird's sicher auch nicht besser. Die verdammte Feuchtigkeit kriecht überall rein. Bis die Nacht vorbei ist, wird meine Rüstung bestimmt wieder anfangen zu rosten."

"Dann nimm lieber gleich mal deine Bürste raus, sonst reißt dir der Dreckskerl mit seinem Helmbusch den Arsch auf, dass dir schwindlig wird."

Die beiden Wachen verzogen angewidert das Gesicht beim Gedanken an die unaufhörliche Arbeit, die vonnöten war, um ihre Rüstung von Rost freizuhalten und so der Missbilligung ihres Zenturios zu entgehen. Kalter Nebel waberte in dieser Nacht um den Wachturm des kleinen Vorpostens. Winzige Tropfen tanzten auf der weichen Brise, die über die umliegende Landschaft wehte. Die gleißende Flamme der Fackel, die den ihnen zugewiesenen Mauerabschnitt des Kastells erhellte, war in Dunst gehüllt und verbreitete ein gespenstisches Glühen, bei dem man kaum weiter als ein paar Schrittlängen sehen konnte. So gut es ging, schirmten sie ihre Augen ab und bewachten das offene Gelände. Gelegentlich warfen sie einen Blick hinunter in das Kastell, um sicherzugehen, dass nichts und niemand, weder Bandit noch Zenturio, sich heranschleichen konnte.

"Das Rüstungputzen ist mir immer noch lieber, als den alten Dreckskerl stundenlang schwadronieren zu hören, wie viel härter es 'damals' zuging: 'Als die Chauken uns vom Meer aus überfielen, ja, das waren echte Gefechte, Jungs! Ihr Grünschnäbel würdet einen Kampf ja erst bemerken, wenn ihr die Schwerter in euren Eingeweiden spürt ...'" Der Wachsoldat verstummte. Im Dunkel unter den Mauern hatte er etwas erspäht.

"Was ist?"

Er starrte eine Weile in die Finsternis und blinzelte mit den Augen, um die Müdigkeit zu vertreiben. Dann wandte er sich ab, richtete aber kurz darauf seinen Blick erneut auf denselben Fleck, denn er hätte schwören können, in der Dunkelheit habe kurzzeitig etwas Gestalt angenommen.

"Nichts. Es kam mir vor, als hätte sich da unten etwas bewegt, aber wahrscheinlich war das nur der verdammte Nebel." Er schüttelte den Kopf, stellte das Ende seines Speers auf die hölzernen Bodenplanken des Wachturms und gähnte laut. "Ich hasse diese Jahreszeit; bei dieser Nebelsuppe schreckt man ständig auf, weil man glaubt, etwas gesehen zu haben."

Sein Kamerad nickte, lehnte sich über die Brüstung und starrte gleichfalls in die Dunstschwaden hinab. "Ich weiß, manchmal bildet man sich Dinge ein ..." Ganz plötzlich verstummte er. Einen Moment schien er unentschlossen, fiel dann unvermittelt über die Mauer und war verschwunden. Während der zweite Wachsoldat noch verdutzt die Augen aufriss, packte eine Hand den Rand der Brüstung, und eine schwarz gekleidete Gestalt schwang sich über die Holzwand auf die von Fackeln erleuchtete Plattform. In der anderen Hand hielt der Eindringling einen kurzen Speer, von dessen Klinge noch das Blut des getöteten Wachmanns herabtroff. Das Schuhwerk des Angreifers war mit robusten Metallsporen bestückt, um die glatte Holzwand zu erklimmen, und glänzte im flackernden Licht der Fackeln. Im Hintergrund, aus einer anderen Ecke des Kastells, waren Schreie zu hören, die der Wachsoldat jedoch kaum wahrnahm. Er trat vor und richtete seinen Speer auf den Angreifer, der ihm mit einer kleinen Handbewegung bedeutete, er könne sich die Mühe sparen. Dann schleuderte er ihm eine schmale Eisenklinge in den Hals. Der Wachmann wankte und spuckte Blut, taumelte über den Rand der Plattform ins Nichts hinaus und schlug gute drei Meter tiefer hart auf dem Boden auf.

Der Zenturio der Einheit lag dösend im Halbschlaf auf dem Bett seines kleinen, zugigen Barackenlagers, als ihn das unmissverständliche Geräusch kämpfender Männer erreichte. Noch bevor er richtig wach war, hatte er sein Schwert ergriffen, das am einzigen Holzstuhl des Raumes hing, und es aus der Scheide gezogen. Dankbar, dass er in weis

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