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Augen zu und glücklich Roman von Burgess, Gemma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.12.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Augen zu und glücklich

Wild, jung und unterhaltsam - für alle Fans von Sophie Kinsella. Wenn man nach einer durchfeierten Nacht in einem New Yorker Hotelzimmer aufwacht, mit 3000 Dollar auf dem Nachttisch und ohne jede Erinnerung, ist es Zeit, sein Leben umzukrempeln. Doch anstatt endlich eine Chance als Modedesignerin zu erhalten, verliert Angie ihren Job im Einzelhandel, und ihre Eltern verkünden, dass sie sich scheiden lassen. Ein Glück, dass es ihre vier Mitbewohnerinnen gibt. Und Sam, der immer zur rechten Zeit zur Stelle ist, um Angie aus der Patsche zu helfen - auch wenn er irgendetwas vor ihr zu verbergen scheint ... Gemma Burgess zog mit 22 Jahren nach London. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und suchte das Glück. Acht Jahre später entschloss sie sich, die wichtigsten Erkenntnisse dieser schönen und turbulenten Zeit schriftlich zu verarbeiten. Ihre Romane hat die Autorin für selbstbewusste, kluge und witzige Frauen mit Stil geschrieben - sie zu lesen ist wie eine lange Unterhaltung und ein Glas Wein mit der besten Freundin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 15.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641144142
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Brooklyn Girls Bd.2
    Originaltitel: Love and Chaos - A Brooklyn Girls Novel (Brooklyn Girls 2)
    Größe: 669 kBytes
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Augen zu und glücklich

2

"Ihr Süßen, was steht an?"

Ich schlendere mit meinem Glas in die Küche und mache zur Begrüßung eine kleine Drehung. Es ist kurz nach sieben, und die anderen sind alle von der Arbeit zurück. Sie haben ihre üblichen Plätze in der Küche eingenommen: Pia schreibt ihrem Freund eine SMS , Madeleine liest in der New York Times , Julia isst Pasta und beantwortet nebenher E-Mails auf ihrem BlackBerry, und Coco steht am Herd und backt. Wie produktiv. Na, großartig.

"Angelface!", ruft Julia. "Du kommst gerade richtig. Gib mir auch was."

Julia ist die laute, sportliche, kameradschaftliche, hart arbeitende Bankauszubildende, die früher in der Schule die Debattierkurse leitete. Ihr wisst bestimmt, welchen Typ ich meine. Ich glaube, Julias Haare springen von selbst in einen schwungvollen Pferdeschwanz, wenn sie morgens aufsteht. Anfangs verstanden Julia und ich uns nicht so gut, aber inzwischen finde ich sie verdammt cool. Sie bringt mich wirklich zum Lachen. Vielleicht brauche ich einfach länger, um andere Menschen besser kennenzulernen. Beziehungsweise dafür, dass andere mich besser kennenlernen.

"Oh, und ob ich's dir gebe", erwidere ich und greife nach dem Kartenstapel, den ich immer auf dem Kühlschrank deponiere. "Und zwar so richtig, genau wie du es magst."

Julia prustet los. "Aus deinem Mund klingt alles immer so versaut."

"Weil alles versaut ist", sage ich.

"Was sind das für Flecken auf deinem Oberteil?"

"Preiselbeersaft. Sieht man doch."

"Hast du getrunken?", fragt Pia und hebt den Kopf.

Pia ist meine beste Freundin. Früher war sie auch ein verlässliches Partygirl, eine anspruchsvolle und zum Brüllen komische Dramaqueen, die von Debakel zu Debakel taumelte, aber irgendwann hat sie sich in den Griff bekommen und ihr Leben geregelt. Inzwischen macht sie ganz seriös Karriere in der Food-Truck-Branche und hat eine seriöse Beziehung zu Aidan. Wenn Aidan weg ist, kümmert sie sich sogar um seinen Hund, so ernst ist es mit den beiden. Ernst, ernst, ernst. Ich freue mich für sie - nein, wirklich, das tue ich. Ich kenne Pia schon mein ganzes Leben lang, sie ist so klug und witzig, und sie hat es verdient, glücklich zu sein. Aber sie fehlt mir. Selbst wenn sie zu Hause ist, fühlt es sich irgendwie an, als wäre sie nicht wirklich da. Falls das einen Sinn ergibt.

Pia starrt mich nun an. Sie ist eine Schönheit halb schweizer, halb indischer Abstammung, mit grünen Augen und langen schwarzen Haaren.

"Ernsthaft, Süße, hast du?"

"Nein!", sage ich. "Na schön, das ist gelogen. Ja, ich habe getrunken. Eigentlich habe ich genäht und getrunken."

Ich mische die Karten so schnell, dass sie wie ein Ziehharmonikaband aussehen. Das Trinken und Nähen war tatsächlich irgendwie lustig. Ein Teil meines Gehirns war auf das Nähen konzentriert, während der andere um mein Unterbewusstsein herumhüpfte und über Filme und Bücher und Mani - den Oberarsch, der mich letztes Jahr abserviert hat - nachdachte und darüber, was meine Großmutter mir über Schnittmuster beigebracht hatte, und sich außerdem fragte, wann mein Vater sich melden würde.

"Angie, morgen beginnt die Schule wieder", sagt Pia. Sie trägt ihre Version von Arbeitskleidung: Röhrenjeans, Stiefeletten und eine sehr hübsche Jacke, die - Augenblick, das ist meine sehr hübsche Jacke. "Musst du nicht für Cornelia arbeiten?"

"Cornelia braucht mich nicht wirklich, um auf allen vier Zylindern zu laufen", sage ich, "beziehungsweise, um überhaupt zu laufen." Ich habe den Mädels meine aktuelle berufliche Situation nicht näher erklärt. "Hübsche Jacke übrigens."

"Danke. Ich hab dich heute Morgen um Erlaubnis gefragt, aber du hast noch geschlafen."

"Ich glaube, ich werde Vic die restliche Lasagne bringen", sagt Coco.

Vic, eigentlich Vittorio Bartolo, ist unser uralter Nachbar. Er lebt im Erdgeschoss des Hauses, und das

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