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Aus Zufall wurde Liebe von Berg, Rebecca (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.01.2016
  • Verlag: édition el!es
eBook (ePUB)
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Aus Zufall wurde Liebe

Nach einer Autopanne verirrt sich Lisa in eine Rockkneipe und lernt die Motorradbraut Joe kennen. Eine lockere Beziehung entsteht, doch während sich Lisa verliebt hat, bleibt Joe cool und trifft sich wieder mit ihrer Ex. Lisa erträgt das nicht und flüchtet nach Sardinien. Für wen wird sich Joe jetzt entscheiden?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 60
    Erscheinungsdatum: 05.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956091667
    Verlag: édition el!es
    Größe: 264kBytes
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Aus Zufall wurde Liebe

G ewissenhaft zog Lisa die Tür der fremden Wohnung ins Schloss und lief dann rasch die Stufen des Treppenhauses hinab. Dabei entfuhr ihr ein tiefer Seufzer. Nach dieser göttlichen Nacht war sie noch nicht ganz in der Realität angekommen. Sie sprang in ihr gelbes Cabrio, das in der Einfahrt direkt vor dem Haus parkte, und schloss einen Augenblick die Augen. Ungläubig schüttelte sie den Kopf und überlegte, ob alles womöglich nur ein Traum gewesen sein könnte.

Aber zwischen den Beinen fühlte sie noch immer ein angenehmes Puckern. Das war der Beweis, dass sie nicht geträumt hatte. Sie stöhnte erneut leise auf und fuhr schließlich mit quietschenden Reifen los, als seien es ihre überschwänglichen Empfindungen, die den Wagen antrieben.

Es war eigentlich überhaupt nicht ihre Art, sich Hals über Kopf verführen zu lassen. Sie war auch keine von den Frauen, die sich leichtfertig auf ein Abenteuer einlassen würden. Eigentlich.

Doch dieses eine Mal war es anders gekommen. Dem Charme dieser rätselhaften Frau, von der sie fast gar nichts wusste, hatte sie sich einfach nicht entziehen können.

Schon jetzt, nach einer einzigen, sinnlichen Nacht, hatte Lisa die leise Befürchtung, der verführerischen Fremden verfallen zu sein. Blieb zu hoffen, dass diese Geschichte gut ausgehen und es ihr erspart bleiben würde, schon bald tränenüberströmt, enttäuscht und hoffnungslos bei ihrer Psychologin auf der Couch zu liegen. Davon hatte Lisa nämlich genug.

Sie schob die negativen Gedanken beiseite und ließ stattdessen die letzte Nacht noch einmal Revue passieren, was sie unweigerlich in einen fast tranceartigen Zustand versetzte. Hinter ihr hupte jemand, der es eilig hatte. Erschrocken fuhr Lisa zusammen. Die Ampel stand auf Grün. Hastig trat sie aufs Gaspedal.

Als sie zwanzig Minuten später, ohne einen Unfall verursacht zu haben, in der Tiefgarage ihrer Bankfiliale den Motor abstellte, hatte sie sich wieder einigermaßen gefasst. Nur hin und wieder stieg ihr ein Schwall des schweren, herben Parfums in die Nase, das die fremde Frau auf ihrer Haut hinterlassen hatte, und dann stahl sich ein verträumtes Lächeln auf ihr Gesicht. Doch sie riss sich zusammen, richtete ihre blonden Locken und stieg schwungvoll in den Fahrstuhl. So sinnlich wie heute hatte sie sich schon eine Ewigkeit nicht mehr gefühlt. Sie lebte, sie atmete und sie liebte wieder. Erst jetzt wurde ihr bewusst, was sie all die Monate vermisst hatte.

Obwohl sie ungewöhnlich spät dran war, wurde sie wie jeden Morgen von allen Kollegen freundlich begrüßt. Zum Glück ahnte niemand, wie und mit wem Lisa die letzte Nacht verbracht hatte.

Es war ein Tag wie jeder andere, doch er zog sich wie ein zäher Kaugummi dahin und wollte einfach nicht vergehen. Minuten wurden zu Stunden, und so oft Lisa auch auf ihr Handy starrte, es blieb stumm. Mist, warum rief sie nicht an? Warum schrieb sie keine einzige kleine Nachricht?

Joe . . . Lisa ließ sich den Namen auf der Zunge zergehen und lächelte zufrieden.

Als es endlich Zeit wurde, Feierabend zu machen, und Joe sich immer noch nicht gemeldet hatte, hielt sie es vor Unruhe schier nicht mehr aus. Sie war zappelig wie ein junges Fohlen. Um nicht durchzudrehen, versuchte sie sich selbst gedanklich runterzubringen: Joe hatte bestimmt viel zu tun und einfach noch keine Zeit gehabt, sie anzurufen. Trotzdem konnte sie nicht verhindern, dass Zweifel in ihr aufstiegen und schwer wie Blei auf ihr Herz drückten.

Auf ihrer Lippe kauend saß sie am Lenkrad und schaute minütlich auf ihr Mobiltelefon. Sollte es für Joe vielleicht nur ein einmaliges Abenteuer gewesen sein, dem sie keinerlei Bedeutung schenkte? War sie für Joe schon nach einer Nacht langweilig geworden? Hatte sie gar nur versuchen wollen, Lisa herumzukriegen, und hatte jetzt, nachdem sie bekommen hatte, was sie wollte, kein Interesse mehr? Zu viele Fragen spukten Lisa im Kopf herum, und sie konnte sic

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