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AUSRADIERT Roman von Burkhardt, Martin S. (eBook)

  • Verlag: Luzifer Verlag
eBook (ePUB)
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AUSRADIERT

Wie fühlt sich jemand, der auf einen Schlag für die gesamte Welt unbekannt geworden ist, an den sich weder die eigene Freundin noch die Kollegen erinnern? Genau das passiert Moritz. Als er kurz darauf von nebulösen Erscheinungen angegriffen und beinahe getötet wird, ist das erst der Anfang eines schrecklichen Albtraumes. ---------------------------------------------------------- 'Ich bin von diesem Buch sehr begeistert und empfehle es weiter. Es lohnt sich zu lesen!' [Lesermeinung] 'Insgesamt hat mir Ausradiert gerade aufgrund der durchdachten und tiefergehenden Story sehr gut gefallen, was mich veranlasst eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung auszusprechen und es mit 5 Sternen zu bewerten.' [Lesermeinung] '... lesenswerter Fantasy-Thriller, mit einzigartigem Inhalt! Überraschungen sind vorprogrammiert ...' [Lesermeinung]

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958351110
    Verlag: Luzifer Verlag
    Größe: 2154 kBytes
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AUSRADIERT

Kapitel 4

Wütend stürmte Moritz auf die Straße. Was sollte dieses unglaubliche Verhalten? Mit dieser Show konnten Sascha und seine treudoofen Schafe einen Oscar gewinnen. Warum verleugneten sie ihn plötzlich? Wenn sie ihn rauswerfen wollten, war das eine Sache. Wenn sie ihn aber zusätzlich noch behandelten, als würden sie sich kaum an ihn erinnern, war das eine bodenlose Frechheit. Selbst Jochen tat so, als kenne er ihn nicht. Moritz schlängelte sich an shoppenden Touristen vorbei und erreichte keuchend den Rathausmarkt. Er machte eindeutig zu wenig Sport, schnelles Gehen war anstrengend geworden. Jeden Augenblick hätte seine Lunge kollabieren können, aber er wollte unbedingt die nächste U-Bahn erreichen, sich so schnell wie möglich in seiner Wohnung verbarrikadieren und diesen Scheißtag einfach draußen lassen. Er hastete noch ein wenig schneller über den Platz. Hatte man ihn tatsächlich klammheimlich gefeuert? Vielleicht wollte Sascha ihn schon seit Längerem loswerden? Vielleicht wurde Pascal bereits kontinuierlich als sein Nachfolger aufgebaut? Das würde auch erklären, warum sein eigener Name im Abspann nicht mehr auftauchte, wohl aber der von Pascal. Ob es daran lag, dass er nicht pünktlich sein konnte? Wann hatte er zuletzt rechtzeitig einer Redaktionssitzung beigewohnt? Vielleicht hätten auch die Mittagspausen mit Amy nicht immer so ausufern dürfen. Trotzdem wäre es nur fair gewesen, ihn vorher wenigstens einmal gewarnt zu haben. Fast wäre er mit einer Gruppe merkwürdig sprechender Menschen zusammengestoßen, die mit ihren Fotoapparaten wild auf das Rathaus einschossen. Schnaufend wich er aus. Irgendetwas stimmte nicht, diese zusammengebastelten Erklärungsversuche konnten ihn nicht beruhigen. Sascha war ein umgänglicher Mensch, der das Gespräch mit ihm gesucht hätte. Ganz sicher. Außerdem war da immer noch der Abspannfehler der anderen Sendung. Der Bericht über die Käfighühner war vor etwa einem Jahr gelaufen. Wenig wahrscheinlich, dass Sascha ihn schon zu diesem frühen Zeitpunkt aus der Firma hatte ekeln wollen. Außerdem hätte es Tratsch gegeben. Amy und Jochen hätten ihm davon berichtet. Moritz ballte die Fäuste und trat gegen eine achtlos weggeworfene Butterkeksschachtel auf dem Boden. Sein Kopf begann zu brummen. Die Unterführung zur U-Bahn lag nur noch wenige Schritte von ihm entfernt. Jetzt konnte er es sich erlauben, wieder etwas langsamer zu gehen. Nicht, dass sein Körper noch einen Hitzeschlag bekam. Obwohl, so richtig heiß war ihm gar nicht. Sein Blick wanderte in den erneut wolkenlosen Himmel. Erst dann fiel ihm auf, dass er direkt in die Sonne hineinschauen konnte. Das ging sonst doch nur, wenn sich Wolken- oder Nebelschleier davor setzten und auf diese Weise die Lichtkraft reduzierten. Aber da war nichts, was die Sonne verdecken konnte. Irritiert senkte Moritz den Kopf und betrachtete seinen Schatten auf den großen, quadratischen Steinplatten, der sich nur sehr blass abzeichnete. Eigentlich war seine Silhouette kaum mehr als eine hellgraue Trübung, so wie ein Milchkaffee, bei dem man es mit der Milch doch etwas zu gut gemeint hatte.
Es war keine Zeit mehr, großartig über dieses Phänomen nachzudenken. Die Unterführung tauchte vor ihm auf. Die Stufen in den U-Bahn-Schacht schlenderte er fast in Zeitlupe hinunter. Ein warmer Wind wehte ihm aus dem Schacht entgegen. Auf der untersten Stufe saß ein Bettler, der die Beine angezogen hatte und sich gegen das Mauerwerk lehnte. Ebenfalls wie in Zeitlupe hob der Typ die grüne Flasche ohne Etikett an den Mund und trank einen ausgiebigen Schluck. Moritz runzelte die Stirn. Der Oberlippenbart des Mannes war sauber gestutzt. Als Moritz an ihm vorbeiging, schaute der Bettler hoch. Plötzlich riss er die Augen weit auf, verschluckte sich und ein Teil des Getränkes landete auf seiner einstmals bestimmt sehr teuren und vornehmen Tweedhose. Was für ein seltsamer Kauz! Der Geruch von Rotwein wehte Moritz in die Nase. Eigentli

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