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Back to Hanau von Becker, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.04.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Back to Hanau

Vordergründig geht es oft um Rückblicke auf vergangene, viele Jahre zurückliegende Schul- und Studienzeiten. Mittlerweile in die Jahre gekommene Akteure erinnern sich und frönen dem Selbstverständlichen, nach dem es ohne das Gestern auch schließlich kein Heute und schon gar kein Morgen geben würde. Eigentlich aber kreisen Gedanken und Gespräche immer wieder um Konzepte für Standortanalyse, Wirtschaftsförderung und Ähnliches. Die Kulisse hierfür teilen sich Standorte wie Hanau am Main oder Friedrichsdorf im Taunus. Obwohl grundverschieden teilen sie doch manches Gemeinsame.

Diplomkaufmann Jörg Becker, Managementerfahrungen u.a.: IKT-Wirtschaft, Internationale Consultingfirmen, Wissensintensive Unternehmen, Softwaremarketing. Managementinformation, Projektmanagement, Führungsseminare. SpG: Personalbilanz, Wissensmanagement, Startup-Betriebswirtschaft, Erfolgsplanung, Standortbilanz, Wirtschaftsförderung, Clustermanagement, Regionalmarketing. Verfasser: Reihe Standortbilanz-Lesebogen sowie Personalbilanz-Lesebogen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 04.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839126158
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 661kBytes
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Back to Hanau

Ibiza-Licht und Goethe-Sicht

Ibiza - eingetaucht in das warme Licht der untergehenden Oktobersonne. Die atemberaubende Landschaft, eingetaucht wie in einen golddurchwirkten Schleier. Obwohl diese Schönheit kaum noch steigerungsfähig schien, allumfassend umrahmt von einem Himmel im herbstklaren Blau. Am Horizont die Grenze zum hellgrün schimmernden Meer im Dunst verschwimmend. Heimkehrende oder vorbeiziehende (wer weiß das schon) Segler in dieses üppige Farbenmeer mit weißen Tupfern gesprenkelt. Nach einem heißen Sommer, die von vielen Düften des Mittelmeeres würzige Luft klar und seidig, in Vorfreude auf eine milde Nacht. Eine Welt, auch nach vielen Jahren jener träumerischen Hippiezeiten, immer noch von geradezu magnetischer Anziehungskraft für Maler, Schriftsteller oder für solche, die sich dafür halten. Ein Nährboden für viel Kreatives.

Im Traum:

Ich schlief !

in bunten Falten

schrill mich rief

in meinen Träumen.

Und Farbenvögel,

die ich nie gesehn

schaukelten in blauen Bäumen.

Kristall der Unruh

diese Nacht

schreibt mit ihren Monden

schaukeln auf mich zu

und führt mich sacht

hin fern

von Stern zu Stern.

Traumflüsternde Halme

ermattete Seelen

raunen am Ufer des Schlafs

die Schilfe

und zwischen Wolkenzug

und Wogenspiel

raunt der Wipfel

Meeresgrün.

Im Strandcafe räkelte sich der Manager im Ruhestand genüsslich in seinem Korbsessel, die Augen halb geschlossen, alle diese Eindrücke wohlig auf sich einwirkend lassen, geradezu gierig nach immer mehr davon. Der Strohhalm im mit klimpernden Eiswürfeln gekühlten Mixgetränk vermochte trotz seiner ihm manchmal innewohnenden Trink- und Gurgelgeräusche dieses vollkommene Bild aus Eindrücken und Gefühlen nicht im geringsten stören. Der Manager, einst immer atemlos in der Hektik des Alltags fragte sich in einem plötzlichen Gedankenanflug: "wie wichtig sind Pausen? warum soll es gut sein, ständig unter Strom zu stehen? warum haben wir immer zu viel zu tun?"

In seiner gedankenverlorenen Vorstellungswelt vermerkt ein an seinem Tisch ihm gegenüber platznehmender, virtueller (in gewisser Weise ihn coachender) Gesprächspartner: "blickt man auf die weitaus längeren (und anstrengenderen) Arbeitszeiten früher Generationen zurück, erkennt man schnell, dass Zeitmangel eigentlich eher relativ ist (vor fünfzig Jahren waren im Jahr zwei Wochen Urlaub normal, heute sind es im Durchschnitt bereits ganze fünf Wochen). Nach dem zweiten Weltkrieg schufteten Arbeiter in der Woche um die sechzig Stunden und Führungskräfte hatten eher eine 40-Stunden-Woche. Heute ist es umgekehrt: die Elite ackert zwar nicht am Fließband, sondern in mit Mahagoni vertäfelten Führungsetagen."

Der Manager auf sein mittlerweile geleertes Glas deutend zum Kellner: "bitte noch einmal das Gleiche". Und dann an seinen imaginären Tischpartner gewandt: "der Zeitmangel wird, so glaube ich jedenfalls, vor einem Hintergrund beklagt, nach dem einem reibungslosen Arbeiten dank technischer Fortschritte und Digitalisierung kaum etwas entgegen steht. Auch benötigte Informationen stehen meist bereits in Sekundenschnelle zur Verfügung. Der Wahlspruch "Zeit ist Geld" hat nur das Problem, dass der Wunsch nach Geld fast grenzenlos scheint, der Zeit aber demgegenüber natürliche Grenzen gesetzt sind." Und seine innere Stimme ergänzt nahtlos: "wenn Geld das Maß aller Dinge ist, braucht es auch nicht zu verwundern, dass Anwälte, Berater u.a. großer Kanzleien oder Consultingfirmen durchaus auch Stundensätze von sechshundert Euro (und mehr) abrechnen dürfen."

Zwischen beiden an diesem Tisch im Strandcafe, der realen und virtuellen Person, ein bald fast philosophisch anmutendes Gespräch. Das gedankliche Gegenüber des Managers fährt fort: "eine wichtige Ursa

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