text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Bad At Love von Moncomble, Morgane (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Bad At Love

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist? Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt ... 'Wirkungsvoll, überwältigend, tiefgreifend und mutig. Morgane greift wichtige aktuelle und oft tabuisierte Themen auf und beschreibt sie mit äußerster Genauigkeit und Wahrheit. Dieses Buch ist meisterhaft.' Lectures de Jenn Außerdem von Morgane Moncomble: 1. Never Too Close 2. Never Too Late

Bereits mit zwölf Jahren schrieb Morgane Moncomble ihren ersten Roman, doch erst 2015 begann sie, ihre Werke auf der Schreibplattform Wattpad zu veröffentlichen. Sie ist eine romantische Feministin, verreist gern und liebt Schokolade und Weihnachtsfilme. Wenn sie gerade einmal nicht in einem Café sitzt und schreibt, kann man sie meistens im Disneyland Paris finden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 461
    Erscheinungsdatum: 30.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736312562
    Verlag: LYX
    Größe: 2514 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Bad At Love

1

Juni 2018

Azalée

Willkommen bei Dear Patriarchy,

wusstet ihr, dass Hysterie eine Neurose ist, die Frauen häufiger betrifft als Männer? Das Wort selbst kommt aus dem Lateinischen hystericus, was »die Gebärmutter betreffend« bedeutet, und beschreibt unkontrollierbare emotionale Übertreibungen.

Na toll.

Interessieren würde mich, ob sich jemals jemand für zwei Minuten hingesetzt und sich gefragt hat: »Bei allem, was wir den Frauen antun - ist es da ein Wunder, dass sie ausflippen?« Aus Angst und Pflichtgefühl sind wir so lang still und gehorsam gewesen, dass es inzwischen genügt, sich ganz normal zu verhalten, um als hysterisch bezeichnet zu werden.

Wenn wir einmal schlechte Laune haben, werden wir sofort gefragt, ob wir unsere Tage haben.

Nein, ich habe keineswegs meine Periode, Blödmann. Ich bin einfach nur wütend.

Und ich finde, dass wir alle verdammt noch mal jedes Recht der Welt dazu haben.

Mein Flugzeug geht in anderthalb Stunden. Ich muss noch: 1. meinen Koffer packen, 2. ein Aspirin einnehmen und 3. ganz New York City durchqueren, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Aber ich liege noch immer komplett angezogen im Bett und verfluche diesen unglückseligen Abend.

Zu meiner Verteidigung: Es war Tori - meine Chefin und Freundin -, die darauf bestanden hat, am Vorabend meiner Abreise noch ein Glas miteinander zu trinken.

Letztendlich wurden es fünf pro Person. Wenn aber 5+5=10 ergibt und eine Null ohnehin nichts zählt, war es also jeweils ein Glas für jede von uns. Läuft bei uns.

Nachdem ich ein paar Klamotten in einen Koffer geworfen habe, nehme ich ein Taxi und versuche, auf der Rückbank mit der Sonnenbrille auf der Nase schweigend nüchtern zu werden. Mein Telefon vibriert auf meinen Oberschenkeln. Ich habe eine Nachricht bekommen.

Tori: Ich hoffe doch, du bist aufgestanden????

Ich verdrehe die Augen und beruhige sie.

Ich: Auf dem Weg zu den Spuren von Nicholas Sparks, Baby!

Tori: Uff. Genieß deine Ferien, ich genehmige so etwas nicht oft.

Angesichts des Wortes »Ferien« verziehe ich ein bisschen das Gesicht. Wir wissen beide, dass die Sache nicht wirklich lustig ist, aber wir tun gern so als ob.

So ist es nämlich einfacher.

Tori und ich kennen uns erst seit einem Jahr, nämlich seit ich in New York ankam. Sie arbeitete in einem neuen Café ganz in der Nähe meiner ziemlich miesen Wohnung. Bei unserer ersten Begegnung kritisierte ich ihre Cupcakes, die ich »ungenießbar und zu rosa« fand.

Verärgert fragte sie mich, was ich für ein Problem mit Rosa hätte und forderte mich auf, es besser zu machen. Weil ich gerne recht behalten, habe ich die Herausforderung angenommen.

Nachdem Tori meine Cupcakes mit weißer Schokolade und Veilchenaroma probiert hatte, schaute sie mich nachdenklich an und sagte dann:

»Suchst du einen Job?«

Ich zuckte die Schultern. Ich war gerade aus Tennessee gekommen, mein gesamtes Hab und Gut steckte in einem riesigen Rucksack und ich hatte nicht mehr als ein paar Hundert Dollar in der Tasche.

Es ließ sich also durchaus sagen, dass ich einen Job brauchte.

»Gut, morgen früh um sieben fängst du an. Und hör auf mit diesem Knacki-Blick. Man könnte meinen, dass du die halbe Welt k._o. schlagen willst.«

So begann mein neues Leben in New York. Es ist die erste Stadt, in der ich länger geblieben bin, seit ich nach meinem 18. Geburtstag vor vier Jahren Charleston verlassen habe. Ich bin eine echte Nomadin, die es nirgendwo lange aushält. Vermutlich, weil ich zu nichts anderem tauge, als wegzulaufen.

»Behalten Sie den Rest«, sage ich und steige aus dem Taxi.

Ich lade meinen Koffer aus und ziehe ihn völlig entspa

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen