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Barbara und die Schlacht von Waterloo von Heyer, Georgette (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.05.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Barbara und die Schlacht von Waterloo

Frühjahr 1815. Die wunderschöne junge Witwe Lady Barbara hat einen schlechten Ruf in der feinen Brüsseler Gesellschaft - man munkelt sogar, dass sie sich die Zehnägel mit goldenem Lack verziert. Wirklich unerhört! Als die skandalumwitterte Lady dem attraktiven Oberst Charles Audley auf einem Ball begegnet, verlieben sich die beiden sofort ineinander. Und zum Entsetzen seiner Familie hält Charles um Lady Barbaras Hand an. Doch da kommt es zu der alles entscheidenden Schlacht von Waterloo ... In ihrem historischen Roman 'Barbara und die Schlacht von Waterloo' (im Original: 'An Infamous Army') verwebt Georgette Heyer Salon-Welt, Romantik und Geschichte zu bester Unterhaltung. Jetzt als eBook bei beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 593
    Erscheinungsdatum: 31.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732573271
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Barbara und die Schlacht von Waterloo

Kapitel 2

Als Judith auf dem Weg zur Abendgesellschaft bei Lady Charlotte Creville ihren Gatten bat, den Kutscher am Haus Mr. Fishers halten zu lassen, um Miss Devenish abzuholen, blickte sie doch etwas verlegen drein. Sie vermied seinen ironischen Blick, doch als er sich neben sie gesetzt hatte und die Kutsche über das Pflaster rollte, verteidigte sie sich: "Aber es ist doch nichts Besonderes, dass ich Lucy mitnehme!"

"Durchaus nicht", stimmte Worth zu. "Ich habe nichts gesagt." "Mrs. Fisher geht nicht gern in Gesellschaft, musst du wissen, und für das arme Kind wäre es sehr langweilig, wenn sie niemand mitnimmt." "Sehr richtig."

Judith warf seinem Profil einen versengenden Blick zu. "Ich glaube nicht, dass ich je einem so aufreizenden Menschen wie dir begegnet bin", sagte sie.

Er lächelte, sagte aber nichts. Als die Kutsche kurz danach vor einem ansehnlichen Haus in einer der stillen Straßen in der Nähe der Place Royale vorfuhr, stieg er aus, um dem Schützling seiner Frau in den Wagen zu helfen.

Das Mädchen ließ nicht lange auf sich warten und kam in Begleitung des Onkels heraus, eines kleinen stämmigen Mannes von fröhlicher Gewöhnlichkeit, der sich vor dem Earl sehr tief verneigte und sich in einem Schwall von Dankens- und Begrüßungsworten erging. Worth antwortete ihm mit der kühlen Höflichkeit eines Fremden, aber Lady Worth, die sich aus der Kutsche neigte, war sehr freundlich zu ihm, erkundigte sich nach Mrs. Fisher, die von einer fiebrigen Erkältung ans Haus gefesselt war, und versicherte ihm, sie würde sich sehr um Miss Devenish kümmern.

"Euer Gnaden sind doch immer zu aufmerksam - welch schmeichelhafte Auszeichnung! Ich bin Ihnen zutiefst verpflichtet!", sagte er und verbeugte sich vor ihr. "Es ist ganz in der richtigen Ordnung, denn ich bin überzeugt, Lucy passt in die vornehmsten Kreise - gewiss ja - und ist obendrein geeignet, eine gute Partie zu machen, was, Lucy? A, sie mag gar nicht, wenn ich sie damit aufziehe: sie ist bestimmt rot geworden, was? Es ist nur zu finster, um es sehen zu können."

Judith war etwas verärgert, dass er sich Worth gegenüber so bloßstellte, aber sie ging taktvoll darüber hinweg. Miss Devenish bestieg die Kutsche, der Earl folgte ihr, und einen Augenblick später rollten sie davon, während Mr. Fisher sich immer noch hinter ihnen her verbeugte.

"Liebe Lady Worth, dies ist zu freundlich von Ihnen!", sagte Miss Devenish mit einer hübschen, leisen Stimme. "Meine Tante trug mir Empfehlungen auf. Ich hoffe, ich habe Sie nicht warten lassen?"

"Nein, durchaus nicht. Ich hoffe nur, dass es kein langweiliger Abend wird. Ich glaube, es wird getanzt, und ich nehme an, alle Welt, einschließlich der Gattinnen, wird anwesend sein."

Dies schien auch tatsächlich der Fall zu sein. Als sie ankamen, waren Lady Charlottes Gesellschaftsräume schon überfüllt. Die Engländer herrschten vor, aber auch andere vornehme Ausländer waren zahlreich vertreten. Da und dort sah man das Blau einer holländischen Uniform und das schicke Grün eines belgischen Dragoners; und wo immer der Blick hinfiel, konnte man sicher sein, Scharlach aufblitzen zu sehen: leuchtende Flecken Scharlach, neben dem die zarten Farben der Musselingewänder der Damen und die nüchternen Nuancen der Zivilistenröcke verblassten. Die Zivilisten waren offenkundig in der Minderzahl, und eine junge Dame, die nicht wenigstens eine Scharlachuniform an ihrer Seite aufweisen konnte, war tief unglücklich. Salonlöwen und Gelehrte gingen einfach unter; am dichtesten war die Schar um Lord Hill, der auf eine halbe Stunde vorbeigekommen war. Sein rundes Gesicht trug das übliche freundliche Lächeln; mit unerschöpflicher Geduld beantwortete er gutgelaunt die ängstlichen Fragen der Damen, die ihn umdrängten. Der liebe Lord Hill! So freundlich, so zuverlässig! Zwar war er natürlich nicht der Herzog, aber immerhin brauchte man seine Koffer nicht zu packen und ständig die Pferde bereitzu

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