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Begin Again von Kasten, Mona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.10.2016
  • Verlag: INK
eBook (ePUB)
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Begin Again

Er stellt die Regeln auf - sie bricht jede einzelne davon. Noch einmal ganz von vorne beginnen - das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv - mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren ... 'Lache, weine und verliebe dich. Mona Kasten hat ein Buch geschrieben, das man nicht aus der Hand legen kann!' ANNA TODD über 'Begin Again' Der Auftaktband der 'Again'-Reihe von Platz-1-SPIEGEL-Bestseller-Autorin Mona Kasten Mona Kasten, geboren 1992, lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen im Norden Deutschlands. Ihre Vorliebe für Kaffee und Schokolade ist mindestens so groß wie ihre Faszination für Worte, die sich bereits im Kindesalter tief in ihr verankert hat. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, vloggt sie über Bücher, Filme und alles, was sonst noch Lebensfreude macht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 484
    Erscheinungsdatum: 14.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736302488
    Verlag: INK
    Serie: Again-Reihe Bd.1
    Größe: 1224 kBytes
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Begin Again

Kapitel 1

White.

Ich starrte auf das Klingelschild. Den Kopf zur Seite geneigt hob ich meinen Finger, hielt dann aber inne und zog ihn in letzter Sekunde wieder zurück. Ich presste meine Lippen fest aufeinander und ballte die Hand zur Faust, während ich die Ereignisse der vergangenen Tage in Gedanken noch einmal an mir vorbeirasen ließ.

Wochenlange Streits mit meinen Eltern, 1079 Meilen und eine zwanzigstündige Autofahrt lagen hinter mir. Ich war bereits vorgestern in Woodshill angekommen, hatte seitdem zwei Nächte in einem heruntergekommenen Hostel verbracht, und während ich die ersten paar Stunden drauf und dran gewesen war, einfach wieder umzukehren, war mein Kopf jetzt schon viel klarer. Denn ich hatte es geschafft. Ich war tatsächlich hier.

Wobei mein Start eindeutig anders verlief, als ich es mir vorgestellt hatte. Natürlich hatte ich mir meine neue Heimat aus der Ferne angeschaut. Oregons Gebirge, die Wälder und auch den Unicampus kannte ich bereits aus dem Netz. Gestern waren die Einführungsveranstaltungen für Erstsemester gewesen, und danach hatte ich angefangen, die Wohnungen zu besichtigen, die ich mir zuvor im Internet rausgesucht hatte. Scheinbar umsonst, denn bisher waren leider alle absolute Reinfälle gewesen. Aber immerhin war ich endlich in Oregon.

Freiheit.

Nur dieser eine Gedanke hatte mich durch die letzten Monate gebracht. Endlich mein eigenes Leben aufbauen zu können, endlich das tun und lassen zu können, was ich wollte. Die vergangenen neunzehn Jahre waren so verdammt beengend gewesen. Manchmal hatte ich mich wie ein Vogel gefühlt, der nur für wenige Minuten am Tag aus seinem Käfig herausgelassen wurde, um ein paar Kunststücke vorzuführen. Wenn man es als Kunststück bezeichnen konnte, auf Partys eine gute Figur zu machen, nett zu lächeln und mit fremden Menschen Small Talk zu halten, war ich eine ziemlich gute Künstlerin. Oder aber ein ziemlich eingeschränkter Vogel.

Der Schein stand bei meinen Eltern immer an oberster Stelle. Ich hatte elegant gesträhntes Haar und trug feinst geschnittene Designermode - das perfekte Lächeln dazu beherrschte ich auf Knopfdruck. Ich hatte immer perfekt sein müssen - zumindest nach außen hin. Deshalb war meine erste Amtshandlung als Collegestudentin gewesen (neben dem Packen von ein paar Kartons), in den nächstgelegenen Friseursalon zu gehen und meine lange blonde Mähne abschneiden und färben zu lassen. Jetzt umrahmten meine Wangen braune Spitzen. Zum ersten Mal seit Jahren trug ich meine Naturwelle - eine Sache, die Mom zutiefst missbilligt hätte. Sie hasste, dass ich sie von Dad geerbt hatte.

Jahrelang hatte sie mich alle vier Wochen in einen dieser Elite-Salons geschleift, in denen man bereits schräg beäugt wurde, sobald der Ansatz mehr als einen halben Zentimeter betrug. Sie bestand darauf, dass ich meine Haare honigblond färbte, damit meine ungewöhnliche Augenfarbe - eine Mischung aus grau und grün - bestmöglich zur Geltung kam. Schon als junges Mädchen hatte ich morgens extra früh aufstehen und mich mit dem Glätteisen abmühen müssen, damit meine Naturwellen gebändigt wurden und seidig mein Gesicht umrahmten. Damit war jetzt endgültig Schluss. Niemals wieder würde ich jemanden - und am allerwenigsten meine Mutter - meine verdammte Haarfarbe und -struktur kontrollieren lassen!

Jedes Mal, wenn die Spitzen meiner Haare, die nur noch knapp bis zum Kehlkopf reichten, an meinen Wangen kitzelten, erinnerte mich das an meine neugewonnene Freiheit. Die Frisur war quasi ein erster Schritt dahin gewesen, und auch wenn es albern erscheinen mochte: Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch.

Allerdings hatte mir das noch nicht viel bei der Wohnungssuche gebracht. Für einen Platz im Wohnheim hatte ich mich gar nicht erst beworben. Ich verspürte keine große Lust, eines Tages aufzuwachen und Mom in meinem Zimmer stehen und alles naserümpfend mustern zu

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