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Bergkristall - Folge 264 Als Schwiegertochter unerwünscht. von Riedling, Christa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.08.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Bergkristall - Folge 264

Ausgerechnet in Renate Dünninger hat sich der fesche Ammendörfer-Sohn verliebt. Dabei sind sich beider Familien schon seit Jahren spinnefeind. Aber für Andreas ist das kein Hindernis. Er fasst sich ein Herz und geht zum Dünninger-Hof, um den Familienzwist zu schlichten und um Renates Hand anzuhalten.

Wider Erwarten hat Renates Vater nichts gegen die Heirat einzuwenden. Nur eine Bedingung stellt er: Der Ammendörfer-Hof soll noch vor der Hochzeit auf Andreas überschrieben werden.
Die anfängliche Freude der beiden Liebenden verwandelt sich bald in großes Leid, als sie erkennen, dass diese Bedingung eine Falle ist ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 09.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732535354
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 882kBytes
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Bergkristall - Folge 264

Es war schon spät, als Renate Dünninger sich auf den Weg zum Marterl am Brandwand-Steg machte.

Hoffentlich ist der Andreas noch net heimgegangen, dachte das Dirndl und beschleunigte seinen Schritt, obwohl der schmale Pfad, den es als Abkürzung gewählt hatte, sehr steil bergan führte.

Seit über einem Jahr trafen sie sich heimlich: Andreas, der Erbe vom Ammendörfer-Hof, und Renate, die einzige Tochter des reichen Dünninger-Bauern.

Sie liebten sich, und sie wollten nicht mehr voneinander lassen. Aber bisher hatten sie es noch nicht gewagt, über diese Gefühle mit ihren Eltern zu sprechen, denn die beiden Familien waren seit Generationen verfeindet.

Völlig außer Atem erreichte die Hoftochter den oberen Waldweg. Von hier aus war die Bank am Marterl schon zu sehen. Aber Andreas saß nicht dort, wie Renate betrübt feststellen musste.

Dann kann ich mir jetzt Zeit lassen, dachte das Madel und schritt langsam weiter. Im nächsten Moment gab es ihr einen Ruck, als sie den Burschen doch erblickte. Er stand auf einem Baumstumpf und schaute ins Tal hinab.

"Andreas!" Renate begann zu laufen.

Der Bursch fuhr herum, sprang von dem Baumstumpf und eilte dem Dirndl entgegen.

"Renate!" Er hob sie hoch und schwenkte sie herum. Dann bedeckte er ihr Gesicht mit zärtlichen kleinen Küssen. "Ich dachte schon, du würdest net kommen", murmelte er.

"Früher konnt ich net vom Hof weg", entgegnete das Dirndl. "Ich muss ja immer aufpassen, dass niemand merkt, wohin ich geh."

"Ewig kann das net so weitergehen mit diesen Heimlichkeiten", sagte Andreas. Er richtete sich auf und schaute das Madel ernst an. "Sollen wir alles auf eine Karte setzen?", fragte er.

"Wie meinst du das?", fragte Renate.

"Wir sagen unseren Eltern, dass wir uns lieb haben. Und dann sehen wir ja, wie sie reagieren", antwortete der Bursch.

"O mein Gott! Das trau ich mich net", stieß die Hoftochter entsetzt hervor. "Außerdem steht ja noch gar net fest, ob du mich überhaupt heiraten darfst."

"Ich bin volljährig und brauch niemanden um Erlaubnis zu fragen. Zweifelhaft ist eher, ob deine Eltern dir die Heirat mit mir erlauben." In den Augen des Burschen war ein zärtliches Leuchten, als er fortfuhr: "Soll ich einfach kommen und um deine Hand anhalten?"

Renate legte die Arme um den Hals des Burschen. Wie hingezaubert stahl sich in ihr Gesicht ein Lächeln, und ihre Augen waren voller Wärme.

"Würdest du das wagen?", fragte sie.

"Für unser Glück riskier ich alles", behauptete Andreas. Er presste das Madel so fest an sich, dass ihr die Rippen schmerzten. "Oh, verzeih", sagte er, als Renate leise stöhnte. Er lockerte den Griff und murmelte: "Bei dem Gedanken, dass wir wirklich heiraten dürfen, könnt ich verrückt werden vor Freude."

"Es ist noch net so weit", erinnerte Renate ihn. "Wenn unsere Eltern wenigstens schon bereit wären, miteinander zu reden und den Streit zu vergessen, der vor Generationen einmal entstanden ist. Dann wär es einfacher, mit ihnen über unsere Zukunftspläne zu sprechen."

"Ich werd kommen und deinem Vater zur Versöhnung die Hand geben", entschied Andreas spontan.

"Und wenn er net einschlägt, was dann?", fragte die Hoftochter unsicher.

Die Züge des Burschen verfinsterten sich.

"Dann wirst du ohne den Segen deines Vaters mit mir vor den Traualtar treten müssen", lautete die Antwort. "Und wenn ich meinen Vater auch net umstimmen kann, dann soll er mir mein Erbe auszahlen und den Hof meinem jüngeren Bruder geben. Irgendwo wird sich ein kleiner Bauernhof finden, den wir für uns kaufen. Dort werden wir miteinander glücklich sein, und unseren Kindern werden wir einimpfen, dass sie keinen Streit bis in alle Ewigkeit ausdehnen sollen."

"Es ist ja auch unsinnig, dass zwei Familien einander spinnefeind sind, weil vor Jahrzehnten irgendetwas zum Unfrieden geführt hat. Ich weiß bis heut net, was es gewesen ist. Du vielleicht

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