text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Beschütz mich, verführ mich von Dunlop, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.02.2017
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Beschütz mich, verführ mich

'Diese Frau hat etwas Besseres verdient!', schießt es dem Privatdetektiv Jackson Rush durch den Kopf, als er die schöne Braut sieht. Kurzerhand entführt er die ahnungslose Crista direkt vor der Kirchentür. Nur zu gern erfüllt er seinen Auftrag, ihre Hochzeit zu verhindern. Denn er weiß: Sie ist kurz davor, einen skrupellosen Verbrecher zu heiraten, der es nur auf ihr Geld abgesehen hat und sie außerdem mit einer anderen betrügt. Aber wie kann er sie davon überzeugen, dass er nur die besten Absichten hat? Jackson versucht es mit Verführung ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 07.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733723590
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 895 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Beschütz mich, verführ mich

1. KAPITEL

Krachend schloss sich die schwere Metalltür hinter Jackson Rush. Seine Schritte hallten vom Boden wider. Die Betonwände, gesicherte Türen, das flackernde Neonlicht - das Ganze wirkt wie eine Kulisse für einen Gefängnisfilm, dachte er. Nur dass es in diesem Fall Realität war. Bittere Realität: das Riverway-Staatsgefängnis in Illinois.

Sein Vater Colin Rush saß hier seit fast siebzehn Jahren ein. Das Gericht hatte ihn zu der langen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er gutgläubige Investoren mit einer Art Schneeballsystem um insgesamt fünfunddreißig Millionen Dollar betrogen hatte.

Ausgerechnet auf der Party zu Jacksons dreizehntem Geburtstag hatte die Polizei zugeschlagen und seinen Vater festgenommen. Die Gäste hatten in Panik aufgeschrien, als die bewaffneten Staatsdiener plötzlich die Feier stürmten. Die Geburtstagstorte war in dem Tumult vom Tisch gestürzt und als Haufen Matsch auf dem Boden gelandet, an dieses Detail konnte Jackson sich noch sehr plastisch erinnern.

In der ersten Zeit nach der Festnahme hatte sein Vater noch standhaft seine Unschuld beteuert. Jackson und seine Mutter hatten keinen Prozesstag ausgelassen, um dem geliebten Vater und Ehemann im Gerichtssaal durch ihre Anwesenheit seelischen Beistand zu leisten. Doch schon bald stellte sich heraus, dass Colin Rush schuldig war. Er war kein brillanter Geldanlagestratege - sondern ein Betrüger.

Als einer der geprellten und finanziell ruinierten Anleger aus Verzweiflung Selbstmord beging, wendete sich die öffentliche Stimmung vollends gegen Colin Rush. Er wurde zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. Seit dem Tag der Urteilsverkündung hatte Jackson seinen Vater nie wiedergesehen.

Der Besucherraum sah wesentlich gemütlicher aus, als Jackson erwartet hatte - wenn man so etwas über einen solchen Ort überhaupt sagen konnte. Er wirkte fast wie die Cafeteria in einer Highschool, mit einigen Unterschieden natürlich. Die Stühle an den Besuchertischen waren festgeschraubt, in den Ecken standen Wächter. Sie schwiegen und blicken gelangweilt drein. Bei den Besuchern schien es sich ausschließlich um Familienangehörige der Häftlinge zu handeln.

Ein Mann in Gefängniskleidung erhob sich von seinem Tisch und suchte Augenkontakt zu Jackson. Jackson brauchte einen Moment, um seinen Vater wiederzuerkennen. Colin war erschreckend gealtert. Tiefe Ringe lagen unter seinen Augen, sein Gesicht war blass, seine Wangen eingefallen. Seine Haare waren dünn, seine Körperhaltung die eines gebrochenen Mannes. Aber er war es eindeutig. Er lächelte zögernd.

Jackson erwiderte das Lächeln nicht. Er war nur widerstrebend gekommen und wusste nicht, was sein Vater eigentlich von ihm wollte. Immer wieder hatte Colin flehentliche Briefe geschrieben und um diesen Besuch gebeten. Eigentlich war Jackson nur hier, damit die ständige Bettelei endlich aufhörte.

Er würde es kurz machen. "Hallo, Dad", sagte er emotionslos und streckte die Hand aus. Lieber ein kurzer Händedruck als die peinlichste Vater-Sohn-Umarmung aller Zeiten!

"Hallo, mein Sohn", erwiderte Colin und ergriff Jacksons Hand. In dem Griff steckte mehr Kraft, als Jackson erwartet hatte. Colin war sichtlich bewegt.

Argwöhnisch musterte Jackson den anderen Häftling, der neben seinem Vater am Tisch saß. Warum war dieser Mann hier? Seine Anwesenheit störte Jackson, machte ihn aber auch neugierig.

"Wie schön, dich nach so langer Zeit wiederzusehen", sagte Colin.

Jackson schwieg.

Colin räusperte sich verlegen und ließ Jacksons Hand los. "Darf ich dir Trent Corday vorstellen? Trent und ich sind seit einem Jahr Zellengenossen."

Das erklärte immer noch nicht, warum der Mann hier mit am Tisch saß. Aber letztendlich war es Jackson auch egal.

Prüfend musterte er seinen Vater. "Was willst du?"

Vielleicht hatte Colin einen Antrag auf Bewährung gestellt und wollte, dass sein Sohn ein gutes Wort für ihn einleg

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen