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Bezwungen von deiner Leidenschaft von Carlyle, Liz (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Bezwungen von deiner Leidenschaft

Ein verführerisches Spiel Als der skrupellose Comte de Valigny die Hand seiner Tochter Camille als Einsatz in einem Kartenspiel anbietet, ist selbst der mit allen Wassern gewaschene Lebemann Kieran Rothewell erschüttert. Wie kann der Comte nur so herzlos sein? Kieran setzt alles daran, das Spiel - und damit die Lady - zu gewinnen, um sie vor ihrem Vater und den anderen Lüstlingen am Tisch zu bewahren. Doch bei Camilles attraktivem Anblick hat auch Kieran bald nur noch eines im Sinn: sie zu verführen ... Weitere historische Liebesromane aus der Neville-Family-Reihe als eBook bei beHEARTBEAT: 'Entflammt von deiner Liebe' und 'Verloren in deiner Sehnsucht'. eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. Liz Carlyles große Leidenschaft gilt dem England des 19. Jahrhunderts, den rauschenden Bällen und den festlich gewandeten Damen. Auf ihren zahlreichen Reisen nach England hat die Autorin ihr Korsett und ihre Tanzschuhe stets im Gepäck - auf eine Einladung zu einem Ball wartet sie allerdings immer noch. Dafür kennt sie mittlerweile so ziemlich jede dunkle Gasse und jedes zweifelhafte Wirtshaus in London. Liz Carlyle lebt mit ihrem Ehemann und mehreren Katzen in North Carolina, USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 479
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732557813
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1700 kBytes
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Bezwungen von deiner Leidenschaft

Kapitel 1

In welchem Rothewell dem Gevatter Tod begegnet

D er Oktober ist ein abscheulicher Monat, dachte Baron Rothewell, als er aus dem Fenster seiner Kutsche starrte, an dem die Regentropfen herunterliefen. John Keats war entweder ein poetischer Lügner oder ein romantischer Narr gewesen. Im trüben Marylebone war der Herbst nicht die Zeit des sanften Nebels und der reichen Ernte. Es war vielmehr die Zeit des Trübsinns und des Verfalls. Kahle Bäume säumten die Plätze, und das Laub, das farbenfroh herumwirbeln sollte, lag stattdessen auf den Straßen und türmte sich in nassen braunen Haufen an den schmiedeeisernen Zäunen. London - wie wenig davon je lebendig gewesen war - war im Sterben begriffen.

Während seine Kutsche unermüdlich durch Pfützen und Schlimmeres rollte, zog Rothewell am Stumpen einer Zigarre und starrte fast blicklos auf die Bürgersteige, die an ihm vorbeizogen. Zu dieser Tageszeit waren sie leer - bis auf einen Angestellten oder Dienstboten, der hin und wieder mit einem schwarzen Regenschirm vorbeihastete. Der Baron sah niemanden, den er kannte. Aber schließlich kannte er in dieser Stadt auch so gut wie niemanden.

An der Ecke Cavendish Square und Harley Street klopfte er mit dem goldenen Knauf seines Spazierstockes an das Dach seiner Reisekutsche, um dem Kutscher anzuzeigen, dass er anhalten sollte. Die beiden Lakaien, die hinten auf der Kutsche postiert waren, sprangen herbei, um die Treppe herauszuklappen. Rothewell war dafür berüchtigt, sehr ungeduldig zu sein.

Er stieg aus, und die Falten seines dunklen Umhangs umwehten ihn elegant, als er sich zu seinem Kutscher umwandte. "Fahren Sie zum Berkeley Square zurück." Im Nieselregen klang sein Befehl fast wie das tiefe Grummeln eines Donners. "Ich werde zu Fuß nach Hause gehen, wenn meine Angelegenheiten hier erledigt sind."

Niemand hielt sich damit auf, ihm davon abzuraten, im Nieselregen herumzulaufen. Und schon gar nicht wagte jemand zu fragen, was den Baron den weiten Weg vom Hafenviertel hierher hatte unternehmen lassen, in die weniger vertrauten Straßen von Marylebone. Rothewell war Privatier und überdies kein besonders gut gelaunter.

Er zertrat seinen Zigarrenstumpen nachdrücklich mit dem Absatz und schickte die Kutsche mit einer Handbewegung davon. Respektvoll tippte der Kutscher mit der Peitsche an seine Hutkrempe, bevor er anfuhr.

Der Baron verharrte auf dem Bürgersteig, bis die Kutsche um die letzte Ecke des Karrees gebogen und in der Tiefe der Holles Street verschwunden war. Er fragte sich, ob er sich zum Narren machte. Vielleicht hatte seine Gemütsverfassung ihn dieses Mal so aus dem Lot gebracht, überlegte er und begann, entschlossenen Schrittes die Harley Street hinaufzugehen. Vielleicht war das alles. Seine Stimmung. Und eine weitere Nacht ohne Schlaf.

Er war in den graurosafarbenen Stunden kurz vor der Morgendämmerung aus dem Satyr's Club heimgekommen. Dann, nach einem Bad und einem den Magen zum Revoltieren bringenden Blick auf das Frühstück, war er geradewegs in das Hafenviertel gefahren, zum Kontor der Reederei, die seiner Familie gehörte, um sich davon zu überzeugen, dass während der Abwesenheit seiner Schwester alles seinen Gang ging. Aber nach einem Ausflug zu Neville Shipping war Rothewell stets nervös und gereizt - weil, das gab er offen zu, er mit diesem verdammten Geschäft nichts zu tun haben wollte. Er würde heilfroh sein, wenn Xanthia von ihrer Reise mit ihrem frisch angetrauten Ehemann zurückkehren würde, damit diese Last wieder von seinen Schultern genommen und zurück auf ihre gelegt würde, wohin sie schließlich gehörte.

Aber schlechte Laune konnte nicht im Entferntesten für seine momentanen Probleme verantwortlich sein, und tief in seinem harten schwarzen Inneren wusste Rothewell das. Er verlangsamte seinen Schritt, um die Messingschilder zu lesen, die sich an den Türen der eleganten Häuser befanden, die d

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