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Blüte der Tage Roman von Roberts, Nora (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Blüte der Tage

Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes findet die junge Stella Rothchild für sich und ihre zwei kleinen Söhne bei Roz Harper ein neues Zuhause. Stella geht ganz in ihrer Aufgabe als Managerin der Gärtnerei auf und auch mit Roz verbindet sie bald eine enge Freundschaft. Das Glück scheint perfekt, als Stella Logan begegnet. Bis zu dem Tag, an dem der Schatten einer unbekannten Frau die junge Liebe von Stella und Logan zu zerstören droht. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1981. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von über 500 Millionen Exemplaren. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland. Unter dem Namen J. D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641091897
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 40034
    Originaltitel: Blue Dahlia - In the Garden
    Größe: 1038 kBytes
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Blüte der Tage

ERSTES KAPITEL

Southfield, Michigan, September 2001

Sie hatte die Sahnesoße anbrennen lassen. Stella würde sich immer an dieses kleine, ärgerliche Detail erinnern, wie sie sich auch an das Donnergrollen des nahenden Gewitters und an das Gezanke ihrer Kinder, das aus dem Wohnzimmer zu ihr drang, erinnern würde.

Ebenso an den beißenden Geruch, an das jähe Schrillen des Rauchmelders und an ihre mechanischen Handbewegungen, mit denen sie die Pfanne vom Herd genommen und ins Waschbecken gestellt hatte.

Sie war keine begnadete, aber dennoch gute Köchin. Für dieses Willkommensmenü hatte sie "Huhn Alfredo" geplant, eines von Kevins Lieblingsgerichten. Dazu gab es Feldsalat, selbst gemachtes Pesto und frisches, knuspriges Weißbrot.

In der ordentlichen Küche ihres hübschen Vorstadthauses hatte sie all ihre Zutaten bereitgestellt und das Kochbuch mit dem Plastikeinband auf einen Ständer gelegt.

Über der frisch gewaschenen Hose und dem T-Shirt trug sie eine marineblaue Schürze, und die wilden roten Locken waren zu einem Pferdeschwanz gebunden, um sie aus dem Gesicht zu haben.

Eigentlich hatte sie schon eher mit dem Kochen beginnen wollen, doch im Gartencenter, wo sie arbeitete, war die Hölle los gewesen. Sämtliche Herbstblumen waren reduziert worden, und bei dem warmen Wetter waren die Kunden in Scharen herbeigeströmt.

Normalerweise machte ihr das nichts aus. Sie liebte ihre Arbeit als Geschäftsführerin der Gärtnerei. Es tat ihr gut, wieder berufstätig zu sein, inzwischen Vollzeit, da Gavin zur Schule ging und Luke alt genug für eine Spielgruppe war. Kaum zu glauben, dass Gavin bereits ein Schulkind war.

Kevin und sie sollten sich etwas aktiver um ein drittes Kind bemühen. Vielleicht heute Abend, dachte sie lächelnd. Wenn die Willkommensfeier in die letzte und sehr private Phase eintreten würde.

Als sie die Zutaten abwog, hörte sie nebenan ein Krachen und gleich darauf lautes Geheul. Ich muss masochistisch veranlagt sein, dachte sie, während sie alles stehen und liegen ließ und hinausstürmte. Wie kann ich an ein weiteres Baby denken, wenn mich meine zwei Söhne schon fast um den Verstand bringen?

Sie betrat das Wohnzimmer, und da waren sie. Ihre kleinen Engel. Der blonde Gavin saß mit Unschuldsmiene, aber mutwillig funkelnden Augen da und ließ zwei Matchboxautos zusammenstoßen, während Luke, der von ihr den roten Lockenschopf geerbt hatte, brüllend vor seinen verstreut herumliegenden Holzklötzchen stand.

Auch ohne nachzufragen, wusste sie sofort, was geschehen war. Luke hatte gebaut; Gavin hatte zerstört.

Das war in diesem Haus eine Art Gesetzmäßigkeit.

"Gavin. Warum?" Sie hob Luke hoch und klopfte ihm beruhigend auf den Rücken. "Ist gut, Schatz. Du kannst etwas Neues bauen."

"Will mein Haus! Mein Haus!"

"Es war ein Unfall", behauptete Gavin, doch das verräterische Funkeln blieb in seinen Augen und hätte Stella fast ein Lachen entlockt. "Das Auto hat es umgefahren."

"Das glaube ich dir gern - nachdem du mit dem Auto auf das Haus gezielt hast. Warum kannst du nicht brav spielen? Er hat dich doch nicht gestört."

"Ich habe gespielt. Er ist nur ein Baby."

"Das ist richtig." Unter ihrem eindringlichen Blick schlug Gavin die Augen nieder. "Und wenn du dich ebenfalls wie ein Baby benehmen willst, so kannst du das in deinem Zimmer tun. Allein."

"Es war ein dummes Haus."

"Nei-hein! Mom." Luke legte die kleinen Hände um ihr Gesicht und sah sie mit riesigen, von Tränen überfließenden Augen an. "Es war schön."

"Ich bin mir sicher, du kannst sogar ein noch schöneres bauen. Gut? Gavin, lass ihn in Ruhe. Ich meine es ernst. Ich bin in der Küche beschäftigt, und Daddy kommt bald nach Hause. Oder willst du gleich an Daddys erstem Tag bestraft werden?"

"Nein. Aber ich weiß nicht, was ich spielen soll."

"Du Arme

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