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Blauer Himmel, rotes Land: Die große Australien-Saga Drei Romane in einem eBook: 'Weit wie der Horizont', 'Wer dem Wind folgt' und 'Wenn der Sturm naht' von Watt, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Blauer Himmel, rotes Land: Die große Australien-Saga

Das Land der unberührten, rauen Schönheit: Die große Australien-Saga »Blauer Himmel, rotes Land« von Peter Watt als eBook-Sammelband bei dotbooks. Australien im 19. Jahrhundert. Das Leben zweier Einwandererfamilien ist geprägt von einer erbitterten Fehde: Nichts scheint den gegenseitigen Hass der bodenständigen Duffys aus Irland und der wohlhabenden Macintoshs aus Schottland überwinden zu können - bis zwei ihrer Nachkommen ihre Liebe füreinander nicht länger leugnen wollen. So beginnt eine dramatische Familiensaga über das abenteuerliche Leben dreier Generationen im historischen Australien, ihre Ängste und Hoffnungen - und die Kraft der Liebe ... Ein fesselnder wie berührender Australien-Epos in der Tradition von Colleen McCulloughs Weltbestseller »Dornenvögel« und Di Morrisseys »Die Perlenzüchterin«! Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Roter Himmel, blaues Land« versammelt die komplette Australien-Saga von Peter Watt in einem Sammelband: »Weit wie der Horizont«, »Wer dem Wind folgt« und »Wenn der Sturm naht«. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Peter Watt hat in seinem Leben schon in vielen verschiedenen Ländern gelebt, darunter Vietnam, Island, Tasmanien und Papua-Neuguinea. Heute wohnt er im australischen Maclean, im Norden von New South Wales. Er schätzt gutes Essen, das Angeln und die Weite des Outbacks von Queensland, wo auch seine Romane spielen. Die Website des Autors: www.peterwatt.com Von Peter Watt erscheinen bei dotbooks ebenfalls: »Weit wie der Horizont. Die große Australien-Saga - Band 1« »Wer dem Wind folgt. Die große Australien-Saga - Band 2« »Wenn der Sturm naht. Die große Australien-Saga - Band 3« Die drei Bände sind auch im Sammelband »Blauer Himmel, rotes Land« vereint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 1953
    Erscheinungsdatum: 01.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966550550
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2828 kBytes
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Blauer Himmel, rotes Land: Die große Australien-Saga

Kapitel 2

Das Erste, was Tom Duffy hörte, als ihn sein Vater gegen die nackten Fußsohlen trat, war das Keckern einer Elster im Brigalow-Buschland. Schlaftrunken zog er sich stöhnend die Decke über den Kopf, um seinen unterbrochenen lustvollen Traum möglichst zu retten.

»Du musst Billy helfen«, knurrte ihn Patrick Duffy an, »sonst schaffen wir es diese Woche nich mehr bis Tambo.«

»Ich steh ja schon auf«, gab Tom brummig zur Antwort.

Der verlockende Geruch von starkem gezuckerten Tee und frischem Fladenbrot, das in der Holzasche garte, stieg ihm aus nächster Nähe in die Nase. Gähnend kroch er unter dem schwer beladenen Ochsenfuhrwerk hervor, während sein Vater dem eingeborenen Gespannführer, der am Feuer hockte, einen Gruß hinüberknurrte.

Der kräftige bärtige Ire hatte sein Leben in zwei Welten verbracht. In Irland, wo er zur Welt gekommen war, hatte er der Besetzung des Landes durch die Briten getrotzt, bisweilen auch mit Waffengewalt. Diesen Kampf gegen die Krone hatte er in Englands australischen Kolonien fortgeführt, als er bei den Palisaden von Eureka auf der Seite der unzufriedenen Goldgräber mitgekämpft hatte. Jetzt lebte er fern von den Erinnerungen an jene Auseinandersetzungen, um zum Gedenken an seine geliebte Elizabeth, die auf der Überfahrt in die Kolonie einem Fieber erlegen und auf See bestattet worden war, seinen Kindern eine Zukunft aufzubauen.

Billy war der Letzte seines Stammes. Die wenigen Starken, die nicht den vom weißen Mann eingeschleppten Krankheiten erlegen waren, hatten die Siedler dadurch umgebracht, dass sie an den Wasserstellen mit Arsen versetztes Mehl »vergaßen«. Nachdem Billy vor vielen Jahren hilflos hatte mit ansehen müssen, wie seine Frau und Kinder qualvoll nach dessen Verzehr umgekommen waren, hatte er ein zielloses Wanderleben geführt. Irgendwann hatte ihn Patrick am Rand einer Weißensiedlung namens Corowa gefunden, wo er herumgelungert und um etwas zu essen und einen Schluck Rum gebettelt hatte. Da er die Kenntnisse und Fertigkeiten eines im Busch aufgewachsenen Ureinwohners gut brauchen konnte, zog er doch als Fuhrmann durch das ganze Land, um herbeizuschaffen, was die Bewohner der weit verstreuten abgelegenen Viehzuchtstationen und kleinen Ansiedlungen benötigten, hatte Patrick ihn als Gespannführer eingestellt und ihm damit seine Selbstachtung wiedergegeben. Seither lebte Billy in dem Rhythmus, mit dem sich die Räder des Ochsenfuhrwerks drehten. Patrick Duffy war anders als alle Weißen, die Billy je kennen gelernt hatte. Im Laufe der Jahre hatten die beiden Gefahren aller Art getrotzt und sich so manches Mal am Lagerfeuer über den Sinn ihrer jeweiligen Welt unterhalten. Der gemeinsame Feind und die gegenseitige Achtung hatten die Freundschaft zwischen ihnen immer tiefer werden lassen.

Patrick Duffy ahnte nicht, dass sich ein merkwürdiges und entsetzliches Vorzeichen für eine Wendung in ihrer beider Leben gezeigt hatte. Billy hingegen hatte es nur zu deutlich erkannt.

Tom kratzte sich den Bart, denn seine Haut juckte vom Staub des Karrenwegs. Sehnsüchtig dachte er an den Wasserlauf, der Billys Worten nach nur wenige Kilometer westwärts lag. Am Vorabend hatte er gesehen, wie winzige Finken einer wirbelnden Wolke gleich über ihnen geflogen waren, und sich genau gemerkt, welche Richtung sie eingeschlagen hatten, denn ihm war klar, dass sie zum Wasser wollten. Wo es reichlich Wasser gab, konnte man auch den mit Schweiß vermischten Staub abwaschen, der unterwegs in jede noch so winzige Hautfalte kroch.

Er hielt mit Kratzen inne. Am Feuer schaukelte Billy auf den Fußsohlen hockend vor und zurück und gab in einem leisen Singsang sonderbare Laute von sich. Als Tom begriff, was das bedeutete, lief ihm ein eiskalter Schauer über den Rücken.

»Komm doch mal her!«, rief er seinem Vater zu, der die Fußfesseln der Ochsen löste, was diese mit stoischer Geduld über sich ergehen ließen.

»Was gibt's denn?«, fragte Pa

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