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Blindes Vertrauen Roman von Brown, Sandra (eBook)

  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Blindes Vertrauen

Spannend, raffiniert und hinreißend erotisch!
Es ist finstere, undurchdringliche Nacht. Ein Baby hört plötzlich auf zu atmen - das Baby des Präsidentenehepaares der USA. Monate später stößt die junge Reporterin Barrie Travis auf Unstimmigkeiten in dem Fall, und ihre Recherchen führen in einen Sumpf von dunklen Machenschaften.
Ein ehemaliger enger Berater des Präsidenten wurde vor einem Jahr entlassen. Man munkelt, er hatte eine Affäre mit der First Lady...

Sandra Brown arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman "Trügerischer Spiegel" auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher die Spitzenplätze der New-York-Times-Bestsellerliste erreicht! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman "Die Zeugin", der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte - ein Erfolg, den sie mit jedem neuen Roman noch einmal übertreffen konnte. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641100391
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Exclusive
    Größe: 941 kBytes
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Blindes Vertrauen

1. Kapitel

"Gut sehen Sie aus, Mrs. Merritt."

"Ich sehe einfach furchtbar aus."

Vanessa Merritt sah wirklich furchtbar aus, aber Barrie war es peinlich, bei einem unaufrichtigen Kompliment ertappt worden zu sein. Sie versuchte, elegant darüber hinwegzugehen. "Nach allem, was Sie durchgemacht haben, ist es ganz normal, daß Sie etwas mitgenommen aussehen. Die meisten Frauen - mich eingerechnet, besonders mich - wären glücklich, so auszusehen wie Sie, wenn sie sich mies fühlen."

"Danke." Vanessa Merritt rührte lustlos ihren Cappuccino um. Könnten Nerven Geräusche von sich geben, hätten ihre geklappert wie der Kaffeelöffel, den sie nun mit zitternden Fingern auf die Untertasse zurücklegte. "Mein Gott, für eine einzige Zigarette würde ich mich von Ihnen mit glühenden Zangen malträtieren lassen."

Da sie jedenfalls nie in der Öffentlichkeit geraucht hatte, war Barrie überrascht, daß sie sich als Raucherin zu erkennen gab. Andererseits könnte eine Nikotinabhängigkeit ihre nervöse Unruhe erklären.

Ihre Hände hielten keine Sekunde still. Sie schlang ihre Perlenkette um einen Finger, spielte mit den geschmackvollen Brillantsteckern in ihren Ohrläppchen und rückte mehrmals die Ray-Ban-Sonnenbrille zurecht, die die dunklen Ringe um die verschwollenen Augen nicht ganz verbergen konnte.

Vor allem diese bemerkenswerten Augen hatten bisher zu ihrer Schönheit beigetragen. Heute sprachen aus ihren strahlend babyblauen Augen nur Schmerz und Enttäuschung. Sie wirkten wie die Augen eines Engels, der gerade einen ersten grauenerregenden Blick in die Hölle geworfen hat.

"Ich habe gerade keine Zange bei mir", antwortete Barrie. "Aber wie wär's hiermit?" Sie kramte eine unangebrochene Packung Zigaretten aus ihrer großen ledernen Umhängetasche und schob sie über den Tisch.

Für Mrs. Merritt war die Versuchung offenbar groß. Ihr gequälter Blick glitt nervös über die Terrasse des Restaurants. Es war nur ein einziger weiterer Tisch besetzt - dort saßen mehrere Männer -, und im Hintergrund hielt sich nur ein beflissener Ober auf. Trotzdem schob sie die Zigaretten zurück. "Danke, lieber nicht. Aber rauchen Sie ruhig."

"Ich rauche nicht. Zigaretten habe ich nur für den Fall in der Tasche, daß ich einen Interviewpartner entkrampfen muß."

"Bevor Sie ihm den Todesstoß versetzen."

Barrie lachte. "Ich wollte, ich wäre so gefährlich."

"Tatsächlich liegen Ihnen eher die Reportagen, die voll aus dem Leben gegriffen sind."

Sie war angenehm überrascht, daß Mrs. Merritt ihre Arbeiten kannte. "Oh, danke!"

"Einige Ihrer Reportagen waren wirklich außergewöhnlich. Zum Beispiel die über den Aids-Kranken. Und die über eine obdachlose alleinerziehende Mutter von vier Kindern."

"Sie wurde für einen Branchenpreis nominiert." Barrie hielt es für überflüssig zu erwähnen, daß sie ihre Reportage selbst eingereicht hatte.

"Sie hat mich zum Weinen gebracht", sagte Mrs. Merritt.

"Mich auch."

"Tatsächlich sind Sie so gut, daß ich mich schon gefragt habe, warum Sie nicht bei einer der großen Fernsehgesellschaften arbeiten."

"Ich hab' ein paarmal Pech gehabt."

Vanessa Merritt runzelte ihre glatte Stirn. "War da nicht die Sache mit Bundesrichter Green, die ..."

"Zum Beispiel", unterbrach Barrie sie. Sie hatte jedoch keine Lust, hier ihre Mißerfolge aufgezählt zu bekommen. "Warum haben Sie mich angerufen, Mrs. Merritt? Ich bin entzückt, aber auch neugierig."

Vanessa Merritts Lächeln verblaßte allmählich. "Ich habe mich klar genug ausgedrückt, oder? Dieses Gespräch ist kein Interview."

"Ja, ich verstehe."

Aber das stimmte nicht. Barrie Travis hatte nicht die geringste Ahnung, warum Mrs. Merritt sie ganz unerwartet angerufen und zu einer Tasse Kaffee eingeladen hatte. Sie kannten einander seit ein paar Jahren flüchtig, waren aber bestimmt keine Freund

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