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Blutaxt Die Eingeschworenen 5 - Roman von Low, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Blutaxt

Hieb für Hieb, Mann für Mann Irland, Insel Mann, A. D. 979. Ein Mann liegt im Sterben, mit brechender Stimme flüstert er letzte geheimnisvolle Worte. Seine Botschaft ist bestimmt für den norwegischen Prinzen Olaf Tryggvason, auch bekannt als Krähenfuß, der im Bund mit den Eingeschworenen steht: Er soll die Krone von Norwegen erlangen. Für die Wikinger beginnt eine gefahrvolle Reise. Im Kampf gegen mächtige Feinde bahnen sie sich ihren blutigen Weg. Als sie jedoch auf die unheimliche Gunnhild treffen, die Mutter der Hexen, scheint ihr Schicksal besiegelt ... Robert Low ist Journalist und Autor. Mit 19 Jahren war er als Kriegsberichterstatter in Vietnam. Seitdem hat ihn sein Beruf in zahlreiche Krisengebiete der Welt geführt. Um seine Abenteuerlust zu befriedigen, nimmt er regelmäßig an Nachstellungen von Wikingerschlachten teil. Robert Low lebt in Largs, Schottland - dem Ort, wo die Wikinger schließlich besiegt wurden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 11.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641117566
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Crowbone
    Größe: 1252 kBytes
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Blutaxt

Kapitel 1

Insel Man, A. D. 979

Die drei hatten in der nach Fisch stinkenden Keeill Schutz gesucht. Es war eng und die Kälte drang ihnen ins Mark – aber einen von ihnen kümmerte das nicht mehr, denn er lag im Sterben. Aber vielleicht, dachte Drostan, als er das gerötete Rattengesicht des Glaubensbruders ansah, der hier lebte, vielleicht kümmert es den Priester noch weniger als den Sterbenden.

" Ich bin erledigt, Bruder", sagte Sueno. Seine Stimme war nur ein heiseres Flüstern, und sein Gesicht im trüben Licht der Tranlampe glänzte vor Schweiß.

" Unsinn", log Drostan. " Wenn der Sturm morgen nachlässt, gehen wir zur Kirche von Holmtun und bitten dort um Hilfe."

" Er schafft es nicht mehr", sagte der rattengesichtige Priester mit verächtlicher Stimme, und Drostan drehte sich wütend um.

" Schweig!", zischte er ihm zu. " Das sollte das Mindeste sein, was dir die christliche Nächstenliebe gebietet."

Ein gurgelndes Geräusch, das ein Lachen oder ein Fluchen sein konnte, und plötzlich hatte er das Rattengesicht so dicht vor sich, dass er den Kopf zurückbiegen musste. Es war kein tröstendes Gesicht. Es war von strähnigem eisengrauen Haar umrahmt, und die Haut war so ausgetrocknet, dass sie an einen aufgerissenen, dürren Ackerboden erinnerte. Die wenigen Zähne standen ihm im Maul wie schwarze Runensteine.

" Die Nächstenliebe ist mir abhandengekommen", nuschelte er, dann wurde sein Blick glasig, und er stand auf und kümmerte sich um das Feuer. Er ging gebeugt und humpelte stark. " Ich habe sie verloren", sagte er und schüttelte den Kopf. " Draußen, im weißen Nichts. Dort liegt sie, eine Beute für Wölfe und Füchse und heidnische Trolle in Fellen ... Aber nein, Gott wird sie schon beschützen. Ich werde sie wiederfinden. Gott wird sie beschützen."

Erschrocken versuchte Drostan, seine Gedanken zu ordnen. Er kannte diesen Priester nur vom Hörensagen, und was er gehört hatte, war nicht sehr vertrauenerweckend gewesen. Leicht verrückt, hatte es geheißen. Ein Pfahlsitzer, der von seinem Pfahl gefallen war, hatten böse Zungen behauptet. Ein Fremdling, nicht von hier. Letzteres hatte Drostan bereits selbst erkannt, denn seine krächzende Sprache klang in der Tat merkwürdig.

" Gebe Gott, dass du sie bald wiederfindest, und deinen Frieden dazu, Bruder", sagte Drostan und versuchte, trotz seiner zusammengebissenen Zähne so fromm wie möglich zu klingen.

Das Rattengesicht sah ihn an. " Ich bin nicht dein Bruder, Kuldeer", sagte er höhnisch. " Ich bin aus Hammaburg. Ich bin ein wahrer Anhänger der wahren Kirche. Ich bin sowohl Priester als auch Mönch."

" Ich bin lediglich ein einfacher Eremit der Cele Dei, genau wie diese arme Seele hier. Und doch sind wir alle hier vereint", erwiderte Drostan gereizt. " Bruder."

Der Regen fiel auf die Mauern, und die feuchte Luft von draußen brachte den Geruch nach Seetang mit, der sich mit dem Gestank der Tranlampe vermischte. Der Priester aus Hammaburg sah nach links, nach rechts und dann nach oben, als suche er Gott unter dem niedrigen Dach, dann grinste er sein schwarzes, zahnlückiges Grinsen.

" Dies ist keine große Halle", gab er zu, " aber im Moment reicht es mir."

" Wenn du keiner von uns bist", hielt Drostan am Thema fest, wäh

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