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Blutrote Rosen Erotikthriller von Wallmann, Ria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.01.2015
  • Verlag: venusbooks
eBook (ePUB)
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Blutrote Rosen

'Er sollte sie mit seinem Körper bedecken, sie halten und ausfüllen, sollte sie lieben, bis das Feuer und die grenzenlose Gier, die sie in sich spürte, erloschen.' Die Psychologin Dr. Nora Jacobi berät die Polizei bei der Jagd nach einem gefährlichen Serienmörder. Ein Unbekannter verfolgt junge, attraktive Frauen, die er zunächst ausspioniert, um sie dann brutal zu ermorden. Ihnen gemeinsam ist: Sie alle waren früher schon einmal Stalking-Opfer! Während ihrer Ermittlungen wird Nora auf verstörende Weise mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Der Leiter der Sonderkommission ist ausgerechnet der Mann, der sie vor Jahren in einen Strudel der Leidenschaft riss. Nun gerät Nora erneut in den Sog ihrer erotischen Sehnsüchte, und auch die Angst holt sie wieder ein: Wer hinterlässt überall auf ihrem Weg blutrote Rosen und flüstert ihr nachts am Telefon mit gedämpfter Stimme Zärtlichkeiten ins Ohr? Für Nora beginnt ein Wettlauf mit der Zeit ... Gefährliche Leidenschaft - berauschend und inspirierend zugleich! Jetzt als eBook: 'Blutrote Rosen' von Ria Wallmann. Lesen ist sexy: venusbooks - der erotische eBook-Verlag.

Nach dem Germanistik- und Anglistikstudium arbeitete Ria Wallmann zunächst im Medien-, Kunst- und Marketingbereich. Seit fast 20 Jahren schreibt sie hauptberuflich, auch unter Pseudonym, Kurzgeschichten, Jugendbücher, Liebesromane und erotische Literatur. Bei venusbooks erschien bereits ihr Erotikthriller 'Blutrote Rosen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 456
    Erscheinungsdatum: 18.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958851023
    Verlag: venusbooks
    Größe: 805 kBytes
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Blutrote Rosen

PROLOG

Erst als sie in den Fahrstuhl trat, um hinauf in ihre kleine Wohnung im achten Stock zu fahren, bemerkte Nora, wie müde sie nach einem fast zehnstündigen Tag voller Vorlesungen, Seminare und Bibliotheksarbeit war. Ihr Rücken schmerzte, ihre Augen brannten, und sie fühlte über der Nasenwurzel jenen vertrauten Druck, der immer dann da war, wenn die Anspannung zu groß wurde.

Mit einem Seufzer lehnte sie sich gegen die rückwärtige Fahrstuhlwand und wartete, dass sich die Türen schlossen. Wie alles in dem heruntergekommenen Appartementkomplex, der hauptsächlich von Studenten bewohnt wurde, funktionierte der Aufzug nur an guten Tagen und vor allem niemals dann, wenn man mit schweren Einkäufen beladen nach Hause kam.

Fast war Nora erstaunt, als sich der Fahrstuhl in Bewegung setzte, auch wenn er dies unter Mitleid erregendem Knarren und Quietschen tat. Zwischen der fünften und sechsten Etage flackerte die Neonbeleuchtung an der Decke heftig, und das leichte Ruckeln wurde von hier an von Geräuschen begleitet, die an den Schleudergang einer Waschmaschine erinnerten.

Nora nahm sich vor, fortan die acht Stockwerke grundsätzlich zu Fuß zu überwinden, was schließlich auch ihrer Kondition zugutekommen würde. Und vergaß diesen Vorsatz wie immer in dem Moment, in dem sie wider Erwarten heil landete und sich sogar ohne weitere Verzögerung die Türen öffneten.

Sie atmete tief durch, hängte sich den Gurt ihrer prall mit Büchern und Aufzeichnungen gefüllten Leinentasche über die Schulter und trat hinaus auf den langen, schmalen Flur.

Das Klappern ihrer Absätze auf dem Fliesenboden erschien ihr an diesem trüben, regnerischen Abend, an dem es ungewöhnlich still hinter den Wohnungstüren war, unheimlich. In Nora stieg die Vorstellung auf, ganz allein in dem riesigen Gebäude zu sein. Allein bis auf einen einzigen Menschen, der ihre Schritte belauschte.

Energisch schüttelte sie den Kopf und trat bewusst fester auf. Wenn sie schon derart merkwürdige Gedanken hatte, war sie offensichtlich noch müder, als ihr bewusst war. Also würde sie sich zuerst einen starken Kaffee kochen und sich dann sofort an den Schreibtisch setzen, damit sie spätestens um Mitternacht mit ihrer Arbeit fertig war und ausreichend Schlaf bekam. Drei oder vier Stunden würde sie mindestens brauchen, um das Referat auszuarbeiten, das sie am nächsten Vormittag halten musste und das bisher nur in der Rohfassung existierte, weil sie sich bei den Vorbereitungen auf das heutige Double-Binding-Seminar verzettelt hatte.

Als sie mit den Schuhspitzen fast die Blüten berührte, bemerkte sie den Rosenstrauß auf der abgetretenen Fußmatte vor ihrer Wohnungstür. Blutrote Rosen, mindestens zwanzig Stück, leuchteten im schwachen Licht, das durch das ungeputzte Flurfenster fiel.

Sie zögerte einen Moment, bevor sie sich bückte und die Blumen aufhob, um nachzusehen, ob eine Karte zwischen den Blüten steckte. Obwohl sie natürlich wusste, wer den Strauß vor ihre Tür gelegt hatte.

Es gab keine Karte, was sie nicht weiter erstaunte. Leonard war ein Mann, der davon ausging, der Einzige für die Frau zu sein, der er sein Interesse schenkte. Sein Selbstbewusstsein hatte wenig mit Arroganz und viel mit Vertrauen zu tun. Vertrauen in sich und in sie.

Nora starrte in die dunkelroten Blüten wie in kleine Gesichter. Sie mochte Rosen nicht besonders, fand sie langweilig und beliebig. Dennoch ertappte sie sich dabei, wie sie ihr Gesicht in die Blüten tauchte wie in kühles, duftendes Wasser. Hastig riss sie den Kopf wieder hoch. Melodramatische Gesten, die an Filmstars der fünfziger Jahre erinnerten, waren eigentlich nicht ihr Ding.

Hastig schloss sie mit der freien Hand ihre Wohnungstür auf, während sie mit dem anderen Arm den dicken Strauß so weit wie möglich von ihrem Körper weghielt.

Leonard meldete sich schon nach dem ersten Klingeln an seinem Diensttelefon.

"Sie sind sehr schön, aber mich irritiert

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