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Blutrote Seelen Roman von Feehan, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.09.2018 per Download lieferbar

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Blutrote Seelen

Emelines unwiderstehliche Schönheit und übersinnliche Begabung werden ihr zum Verhängnis. Ein Meistervampir jagt sie rücksichtlos, und seit er sie zwang, sein Blut zu trinken, spürt sie eine schreckliche Verbundenheit zu ihm. Unerbittlich versucht er sie zu sich in die Dunkelheit zu ziehen. Nur ein Seelengefährte kann sie retten, dieser eine Karpatianer, der jede andere Bindung in einem Rausch der Leidenschaft vergehen lässt. Doch sich ihm hinzugeben, birgt eine schreckliche Gefahr ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 511
    Erscheinungsdatum: 28.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732555925
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Karpatianer-Saga .31
    Originaltitel: Dark Legacy
    Größe: 2007 kBytes
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Blutrote Seelen

1

E meline Sanchez sah den Kindern beim Rumtollen auf dem großen Spielplatz direkt gegenüber ihrem viktorianischen Häuschen zu. Sie saß gern draußen auf der breiten umlaufenden Veranda, wo ihr der Wind über das Gesicht streifen konnte. Manchmal war diese leichte Berührung die einzige Erleichterung von dem furchtbaren Schmerz, der sich unentwegt durch ihren Körper wand.

Regen hatte der Luft einen frischen, sauberen Geruch verliehen. Die Welt sah glänzend und neu aus, jedes Blatt an den Bäumen leuchtete lebhaft grün oder silbern. Kleine Vögel sangen sich gegenseitig zu, während sie von einem Zweig oder knorrigen Ast zum nächsten hüpften. Sie waren leuchtend rote Farbtupfer, die zu der Schönheit des Anwesens beitrugen. Es gehörte Tariq Asenguard, dem Mitbesitzer einer Reihe edler Nachtclubs. Das Grundstück war einzigartig, und Emeline würde liebend gern hier leben, wenn die Dinge anders lägen. Tariq war Karpatianer, eine uralte Rasse mit erstaunlichen Gaben, aber sie mussten Blut trinken, um zu überleben. Sie waren gezwungen, tagsüber in der Erde zu schlafen und nur nachts herauszukommen. Wenn sie nicht rechtzeitig ihre Seelengefährtin fanden, dann erlagen viele der Versuchung, etwas zu empfinden, indem sie sich in die abscheulichsten Kreaturen verwandelten - Vampire.

"Emeline." Eine große Frau mit langen dunklen Haaren und waldgrünen Augen winkte ihr vom Spielplatz zu. "Heute ist ein wunderschöner Tag."

Genevieve Marten war umwerfend. Schlank wie ein Model. Groß, mit endlos langen Beinen. Mit ihren engen Jeans und Lederstiefeln sah sie viel zu elegant aus, selbst in dieser Aufmachung, um das Kindermädchen für fünf Kinder zu spielen. Emeline wusste, dass Genevieve finanziell unabhängig war und die ganze Welt bereist hatte, und doch war sie so lieb, wie man nur sein konnte, und sie hatte sich der Aufgabe angenommen, auf die Kinder aufzupassen, wenn Tariq und Charlotte es nicht konnten. Emeline war überzeugt davon, dass Genevieve durch und durch gut war.

"Ja, nicht wahr?", rief sie zurück. In diesem einen Augenblick fühlte Emeline sich normal, als habe sie eine Freundin und als teilten sie einen fröhlichen Moment miteinander, einfach nur, weil es ein so schöner Tag war.

Als sie winkte, fiel ihr eine lange Strähne ihres blauschwarzen Haars ins Gesicht. Während sie sie zurückstrich, dachte sie kurz, dass sie es sich bald würde schneiden lassen müssen. Sie hatte ihr Haar schon immer geliebt, denn es war das Einzige, was sie an sich attraktiv fand. Aber es fiel ihr bis über die Taille, und sie war einfach zu erschöpft, um es zu pflegen. Allein die Arme zu heben, um es zu bürsten, geschweige denn zu waschen, kostete sie viel Mühe. Seufzend stützte sie das Kinn in die Hand, den Blick auf die fünf herumtollenden Kinder gerichtet.

Sie liebte es, den Kindern zuzusehen. Sie wusste eigentlich nicht mehr, was echtes Glück war, aber am nächsten kam sie ihm bei einer Gelegenheit wie dieser. Die Jungs und Mädchen wirkten völlig sorglos und unbeschwert. Sie waren am Leben, weil Emeline sich willentlich geopfert hatte. Der Klang ihres Lachens, sie auf den Schaukeln und Rutschen zu beobachten und normale Dinge tun zu sehen, war jeden schrecklichen Moment wert, den Emeline erlitten hatte. Sie waren am Leben. Zwar traumatisiert, aber dennoch am Leben und hoffentlich auf dem Weg der Besserung.

"Komm doch zu uns", rief Genevieve.

Emeline wollte zu ihnen gehen. Sie brauchte es sogar, doch sie konnte das Risiko nicht eingehen. Sie glaubte nicht, dass Genevieve sich gegen sie wenden würde, aber da gab es noch andere ...

"Ich trinke gerade Tee", antwortete sie. "Du solltest lieber zu mir kommen. Ich habe Kekse gebacken."

Die Kinder hatten bemerkt, dass sie auf ihrer Veranda saß, etwas, das sie tagsüber oft tat, selbst mitten während eines heftigen Gewitters, allerdings niemals nachts. Nachts blieb sie im Haus, während ihr Herz viel zu heftig schl

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