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Borgia - Die Täuschung Die Borgia-Trilogie 3 - Historischer Roman von Martignoni, Elena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Borgia - Die Täuschung

Italien 1502: Der 27-jährige Cesare Borgia, unehelicher Sohn von Papst Alexander VI., ist auf dem Gipfel seiner Macht. Nach und nach hat sich der Feldherr die gesamte Romagna untertan gemacht und herrscht als Fürst über weite Teile Italiens. Cesare ist ein Liebling der Frauen; obwohl verheiratet, hat er zahlreiche Geliebte. Und er erweist sich als ausgeklügelter Taktiker. Er verhandelt mit dem französischen König, sucht die Nähe zum italienischen Volk und entlarvt die Feinde der Borgia. Doch diese suchen sich starke Verbündete und verschwören sich gegen Cesare und seine Familie. Um die Borgia zu vernichten, ist ihnen jedes Mittel recht ... Elena und Michela Martignoni sind gebürtige Mailänderinnen. Die beiden Schwestern teilen ihre Liebe zur Geschichte. Gemeinsam schreiben sie sehr erfolgreiche historische Romane. Ihre große Borgia-Trilogie wurde in Italien zum Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 16.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641245696
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Die Borgia-Trilogie: - Vortice di inganni (Im Strudel der Täuschungen) 3
    Größe: 1716 kBytes
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Borgia - Die Täuschung

I.
Der Stierkampf

Rom, Petersplatz, 2. Januar 1502

Wenn die Augen es ihm erlaubt hätten, hätte Giovan Battista Orsini, Kardinal von Santa Romana Chiesa, das Volk, das sich an der Palisade der Arena, die vor der Basilika errichtet worden war, drängelte, etwas angewidert betrachtet.

Die Masse, die neugierig auf das Spektakel war, wurde stetig größer und lärmte in Erwartung von Geld und Gefühlen.

Orsini hätte auch mit giftiger Genauigkeit die anderen Prälaten beobachtet, die Adeligen und ihre Frauen, die sich auf den Tribünen gegenseitig musterten, bereit, zu denunzieren und zu kritisieren.

Doch der Kardinal sah in der Ferne inzwischen nur noch Licht und Schatten.

Ein einstimmiger Jubelschrei ließ ihn zusammenzucken. Er wandte sich seinem Neffen zu, der zu seiner Rechten saß.

"Was geschieht?", fragte er.

Paolo Orsini, Herzog von Palombara, rückte etwas zur Seite, um besser zu sehen.

Es herrschte entsetzliches Gedränge, und der gellende Ton der Trompeten, die die Matadore begleiteten, übertönte die Stimmen.

Er antwortete fast schreiend: "Cesare ist in die Arena geritten, an der Spitze von acht Toreros. Er ist in Gold gekleidet!"

Francesco, Herzog von Gravina, der links neben dem Kardinal stand, sah den jungen Borgia geringschätzig an, während dieser die Ehrenrunde unter Begeisterungsrufen beendete. Tücher wurden geschwenkt.

"Das Volk ist von seiner Pracht verzaubert, lieber Cousin, und jubelt dem neuen Caesar zu. Die Spanier glauben, dass solche Spektakel genügen, um Rom wieder zu kaiserlichem Prunk zu verhelfen!", rief er sarkastisch aus.

"Damals brachten die Gladiatoren Löwen um", kommentierte der Kardinal, "und heute Stiere ..." Der Applaus und der Lärm des Volkes unterbrachen ihn.

In der Mitte der Ehrentribüne war Alexander VI . mit seinem Gefolge erschienen.

"Der Papst ist angekommen", sagte Paolo und hakte sich beim Kardinal ein, um ihm beim Aufstehen behilflich zu sein. "Er trägt einen roten Samtumhang, der mit Hermelin gefüttert ist, und auf dem Kopf eine juwelengeschmückte Tiara."

"Ich kann mir vorstellen, dass er strahlend aussieht", sagte Giovan Battista zu seinem Neffen. "Er verbeugt sich und bedankt sich bei den Kardinälen, lächelt die hübschen Frauen an, begrüßt die Adeligen, segnet das Volk ... jetzt hebt er die Arme, als Zeichen, dass sich alle hinsetzen dürfen. Dann macht er es sich auf dem Thron gemütlich, um das Spektakel seines Sohnes zu genießen."

"Ihr braucht unsere Augen nicht", stellte Gravina bewundernd fest. "Ihr seht besser als wir!"

Der alte Prälat lächelte

Er kannte die Borgia gut. Orsini und die Katalanen hatten sich immer gehasst und in der Vergangenheit heftige Auseinandersetzungen gehabt. Als Papst zu regieren, ein halb menschliches, halb göttliches Reich, gefiel allen, räumte Giovan Battista ein. Er war nicht Papst geworden, Rodrigo schon. Und das auch durch seine Unterstützung. Dafür hatte Borgia ihn gut bezahlt: Gold, Ländereien und Ämter hatte es auf die Familie Orsini geregnet. Es war noch sinnvoll, Verbündete der Spanier zu bleiben, dachte der Kardinal seufzend. Doch seit ein paar Jahren herrschte Frieden zwischen den beiden Familien, und die Garden der Orsini flankierten Cesare, Herzog von Valentinois, Generalkapitän der Kirche, Eroberer der Romagna und heute auch Torero!

"Olé! Olé!"

Die Rufe übertönten die Musik, die die Rituale der Corrida begleitete.

Dieses Fest wurde zu Ehren der dritten Hochzeit von Lucrezia abgehalten, der neue Ehemann war Alfonso d'Este, Erbe des Herzogtums Ferrara. Die Tochter des Papstes würde sich bald auf den Weg zu ihm machen und ein Gefolge bekommen, das einer Königin würdig war. Ihr Vater wollte den Trennungsschmerz mildern, indem er ihr einen vorgezogenen Karneval mit Festen, Maskenbällen, Banketten und Corr

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