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Borgia - Die Vergeltung Die Borgia-Trilogie 2 - Historischer Roman von Martignoni, Elena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Borgia - Die Vergeltung

Rom 1497: Die mächtige Familie der Borgia hält alle Fäden in der Hand. Doch dann wird die Stadt durch eine mysteriöse Mordserie erschüttert. Innerhalb weniger Tage werden drei Kardinäle brutal ermordet, der Täter versteckt sein Antlitz dabei hinter einer Maske. Nur beim dritten Mord erhascht ein zufälliger Beobachter, der junge Adlige Andrea Gianani, einen Blick auf das Gesicht des Täters. Dieser entkommt jedoch und streut das Gerücht, Gianani sei der Mörder. Dem bleibt nur die Flucht aus Rom. Unterschlupf findet er bei der Bauerstochter Gemma, doch die Borgia sind ihm auf der Spur. Denn sie haben kein Interesse daran, dass der wahre Mörder entdeckt wird ... Elena und Michela Martignoni sind gebürtige Mailänderinnen. Die beiden Schwestern teilen ihre Liebe zur Geschichte. Gemeinsam schreiben sie sehr erfolgreiche historische Romane. Ihre große Borgia-Trilogie wurde in Italien zum Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 21.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641245689
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Die Borgia-Trilogie: - Autunno rosso porpora 2 (Purpurroter Herbst)
    Größe: 1594 kBytes
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Borgia - Die Vergeltung

Prolog
Der geheime Name

Pisa, August 1497

Der Pater blieb vor der einsamen Hütte stehen, der letzten vor den Feldern, die sich hinter der Gasse erstreckten.

Er schaute über seine Schulter, lauschte einen Moment lang den Geräuschen der Nacht, dann griff er nach dem eisernen Türklopfer, der an die Tür genagelt war, und klopfte laut.

Als er zwei Augen sah, die ihn misstrauisch durchs Guckloch betrachteten, zog er die Kapuze auf seinem Kopf etwas zurück.

"Pater Tommaso schickt mich", sagte er leise.

Die Kette wurde geöffnet, eine Alte tauchte auf der Schwelle auf und zischte: "Endlich." Sie bat ihn, am Ende eines schmalen, düsteren Flurs eine Treppe hinaufzusteigen. Oben zündete die alte Frau eine Öllampe an, die einen kahlen Raum erleuchtete, an dessen Wänden die dunkle Farbe abblätterte. Der Weihrauch, der in einem Kohlebecken im kalten Kamin brannte, konnte den von der Augusthitze noch verstärkten Gestank der Krankheit nicht überdecken.

Auf einem Metallbett in einer Ecke des Zimmers lag ein Mann.

"Komm näher, Bruder", murmelte er keuchend. Dann musterte er ihn und fragte: "Wer bist du?"

"Pater Tommaso wurde an ein anderes Krankenlager gerufen und hat daher mich geschickt", antwortete der Geistliche.

Der Mann betrachtete konzentriert die fadenscheinige Kutte, die nackten Füße in Sandalen, die fromm gefalteten Hände und versuchte, die von der Kapuze verdeckten Gesichtszüge zu erkennen.

"Er wäre mir lieber gewesen, aber ... im Grunde ... ist ein Pfarrer so gut wie ein anderer, denn ich möchte beichten."

Mit einer Handbewegung schickte er die Diener hinaus.

"In nomine Patris et Filii, et Spiritus Sancti" , begann der Beichtvater und machte ein Kreuzzeichen, dann setzte er sich neben das Bett. "Ich höre."

"Du darfst das, was ich dir beichte, nicht weitererzählen, richtig?"

"Das Beichtgeheimnis schützt dich."

Der Kranke schwieg einen Augenblick, dann begann er stockend zu sprechen.

"Ich habe das Rattenloch meiner Eltern verlassen, noch bevor mir ein Bart gewachsen war. Da drinnen verhungerte man, aber Kälte und Prügel gab es im Überfluss. Ich habe alles Mögliche gemacht, um zu überleben: Ich habe gestohlen. Das musste ich, um essen zu können! Ich habe viele mit Würfeln und Karten betrogen und auch so manche Frau. Ich war auch Soldat, und der Krieg hat sich ein Stück hiervon geholt", sagte er und legte eine Hand auf sein rechtes Bein, das dünner war als das linke. "Jetzt siehst du mich so, aber früher wurde der Name Lapo il Pisano respektiert!"

Der Pater, den Kopf gesenkt, folgte ihm aufmerksam.

"Du willst wissen, ob ich die Zehn Gebote kenne. Ja, Pater, die kenne ich gut: Man hat sie mir eingeprügelt, daher habe ich sie nie respektiert", fuhr Lapo fort. Er stützte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einen Ellbogen. "Aber ich bin immer davongekommen. Beim letzten Mal jedoch ..." Er wandte den Blick zur Tür, aus der die Alte gegangen war, und bat den Beichtvater, etwas näher zu kommen, dann wisperte er: "Gott hat es mir geschworen!"

Er ließ sich auf die Kissen fallen, dann räusperte er sich und sprach weiter: "Es war Februar. Hier in Pisa war es bitterkalt, und ich hätte auch Asche gegessen. Ich wusste nicht, wie ich weitermachen sollte. In der Taverna del Leone suchte ich an diesem Abend jemanden, der mir ein Bier bezahlte, als ich an einen Tisch zum Kartenspielen gerufen wurde. Da traf ich auf meinen Waffenbruder, einen gewissen Bernardo. Ich wusste, dass er es in Rom geschafft hatte, als Vertrauter eines mächtigen Mannes, aber ich hatte ihn lange nicht gesehen. Ich tat so, als würde ich ihn nicht erkennen, dann spielten wir. Er ließ mich gewinnen. Die anderen Spieler verließen den Tisch bald, und ich sagte ihm: 'Freund, was willst du von mir? Du weißt, dass ich nicht dumm bin, ich begreife sofort, wenn jemand falschspielt.' Aber er be

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