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Bosambo von Monrovia von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Bosambo von Monrovia

Das Werk "Bosambo von Monrovia" ist ein 1926 veröffentlichter Afrikaroman von Edgar Wallace. Der Originaltitel lautet "Bosambo Of The River". Richard Horatio Edgar Wallace (geboren 1. April 1875 in Greenwich, London; gestorben 10. Februar 1932 in Hollywood, Kalifornien) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Wallace gehört zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 218
    Erscheinungsdatum: 13.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743112353
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 779kBytes
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Bosambo von Monrovia

I. Arachi, das Pumpgenie.

FVor vielen Jahren bestrafte die Regierung von Liberia einen gewissen Bosambo, einen Eingeborenen der Kruküste und daher einen geborenen Dieb, mit lebenslänglicher Zwangsarbeit. Bosambo, der anderer Meinung über diese Angelegenheit war, erhielt in der Strafniederlassung, einem Streifen Urwald im Hinterland, eine Axt und eine Säge mit dem Befehl, in Gesellschaft anderer Unglücklicher, die Bosambos Los teilten, Mahagoniholz zu fällen und zu behauen.

Um sich Bosambos Gehorsam zu sichern, setzte das Gouvernement von Liberia eine Anzahl seiner Landsleute als Wächter über ihn. Diese waren mit Waffen versehen, die bei Gettysburg gute Dienste geleistet hatten, und die ein Geschenk des Präsidenten Grant an den Präsidenten von Liberia waren. Malerisch genug nahmen sich diese Waffen aus, aber ihnen mangelte die Zuverlässigkeit, besonders in den Händen der unerfahrenen Soldaten der monrovianischen Armee. Bosambo, der seine Axt zu einem unedlen Zweck gebrauchte, indem er den "Hauptmann" Cole damit erschlug (der, obwohl schwarz, wie nur ein Neger sein kann, nach dem liberianischen "Gothaischen Kalender" von edler Geburt war), verließ die Strafniederlassung mit leidenschaftlicher Hast. Mit den Gettysburger Reliquiens machte man aus zweihundert Yards Entfernung Zielübungen auf ihn. Aber Bosambo war bereits eine Meile weit entfernt, ehe die Wachen sich Nahrung für ihre tödlichen Waffen gesichert hatten, da sie erst den Leichnam ihres toten Kommandanten nach dem Schlüssel zur Munitionskammer absuchen mußten.

Das Gouvernement setzte eine Belohnung von zweihundertundfünfzig Dollars für den toten oder lebendigen Bosambo aus. Aber, obwohl diese Belohnung von dem Halbbruder des Kriegsministers beansprucht und diesem auch gezahlt wurde, ist es eine Tatsache, daß man Bosambo niemals ergriff. Im Gegenteil, er entkam nach einem fernen Lande und wurde dort, dank seinen Talenten, Häuptling der Ochoris.

Bosambo war ein zu guter Sportsmann, um seine Verfolger in Ruhe zu lassen. Es ist kaum zu bezweifeln, daß die Krurevolte, die zu unterdrücken dem liberianischen Gouvernement achthunderteinundzwanzig Pfund Sterling und sechzehn Schilling kostete, der Aufwiegelei und Unterstützung Bosambos zu danken war. Von dieser Revolte und der Rolle, die Bosambo dabei spielte, wird vielleicht später noch zu sprechen sein.

Der zweite Aufstand war eine noch ernstere und noch kostspieligere Sache, und am Ende dieser Revolte erhob das liberianische Gouvernement Vorstellungen bei Großbritannien. Bezirksamtmann Sanders, der eine gänzlich unbeeinflußte Untersuchung vornahm, inwieweit Bosambo in diese Angelegenheit verwickelt war, berichtete, daß es keinerlei Beweise dafür gäbe, daß Bosambo, sei es direkt oder indirekt, dafür verantwortlich gemacht werden könne. Damit mußte sich das liberianische Gouvernement zufriedengeben. Aber es drückte seine Meinung dadurch aus, daß es eine Belohnung von zweitausend Dollars für den lebendigen oder toten Bosambo - lieber für den lebendigen - aussetzte. Es fügte außerdem als besonderen Hinweis für kleinere Gouvernementsbeamte und ihresgleichen hinzu, daß es - wie es in der betreffenden Veröffentlichung lautete - jeden Ersatz für ihn zurückweisen würde. Die Nachricht von dieser Belohnung lief die Küste auf und nieder und drang sehr weit ins Innere, aber seltsam genug, Arachi von den Isisis erfuhr erst viele Jahre später davon.

Arachi war Isisimann und ein großes Pumpgenie und allen Leuten stromauf- und abwärts als solches so bekannt, daß sich bereits bei seinen Lebzeiten zahlreiche Legenden um ihn bildeten. Wenn sich zum Beispiel Hokas Weib von O'takis Weib einen Kochtopf lieh, so konnte man sicher sein, daß O'takis Weib ihr den Willen tat; aber mit einem anzüglichen Scherz rief sie dem sich entfernenden Topf nach: "O du schamloser Arachi!", und die Dorfbewohner, die den Scherz hörten, schüttelten sich vor Lachen.

Arachi war ein H

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