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Boston Campus - Meant for You von Martin, Lex (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.09.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)

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Boston Campus - Meant for You

Ein Abmachung mit Folgen! Clementine Avery datet nicht - nie! Nachdem sie sich bereits zweimal die Finger verbrannt hat, will sie nichts mehr von Männern wissen. Doch als sie versehentlich einen Kurs zum Thema 'Creatives Schreiben im Liebesroman' belegt und kläglich versagt, braucht sie dringend Romantik in ihrem Leben. Gavin Murphy ist mehr als willig, für Clem den fiktiven Freund zu spielen, ist er doch schon lange in die verschlossene Studentin verliebt. Wird es ihm gelingen, ihre Schutzmauern zum Einstürzen zu bringen? 'Mein Lieblings-New-Adult-Roman des Jahres!' SHELLY CRANE, NEW-YORK-TIMES- und USA-TODAY-Bestseller-Autorin Auftakt der BOSTON-CAMPUS-Reihe von Bestseller-Autorin Lex Martin Dieser Roman ist bereits in einer früheren Ausgabe bei LYX.digital unter dem Titel LOVING CLEMENTINE erschienen.

Lex Martin schreibt sexy Liebesromane und arbeitet als Englischlehrerin. Sie liebt Musik und Bücher und lebt zurzeit mit ihrem Mann und ihren Zwillingstöchtern in Los Angeles. Weitere Informationen unter: www.lexmartinwrites.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 469
    Erscheinungsdatum: 24.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736312104
    Verlag: LYX
    Größe: 1634 kBytes
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Boston Campus - Meant for You

1

Ich sitze da, starre aus dem Fenster des leicht angestaubten Gemeinschaftsraums und verziere die Ränder meiner Kladde mit sinnlosen Kringeln.

In meinem Magen macht sich Nervosität breit. Um sie in den Griff zu bekommen, rufe ich mir in Erinnerung, warum ich hier sitze. Ich brauche das, um wieder Boden unter die Füße zu kriegen.

Weiter unten im Flur zieht jemand leise stöhnend einen Koffer mit quietschenden Rädern durch die Gegend. Kurz darauf fällt das Gepäckstück mit einem dumpfen Knall um.

»Moment mal - und wenn es nun brennt?«, meldet sich eine besorgte Mädchenstimme. »Wir sind hier im siebzehnten Stockwerk!« Den lang gezogenen, weichen Vokalen nach zu urteilen stammt die Fragerin aus dem Süden.

»Wenn es brennt, nehmt ihr die Treppe«, antwortet eine tiefe Männerstimme beruhigend. »Hände weg von den Fahrstühlen! Ist zwar eine ganz schöne Lauferei, aber auf jeden Fall besser, als zwischen zwei Stockwerken im Fahrstuhl festzustecken. Ich sehe in den Zimmern nach, ob auch wirklich alle evakuiert sind.«

Den Rest der Unterhaltung bekomme ich nicht mehr mit. Wenig später schlurfen zwei Mädchen an der offenen Tür des Gemeinschaftsraums vorbei.

»Unser Wohnheimtutor ist ja verdammt scharf«, findet die eine, ein Mädel in dünnem Sommerkleidchen, die eine prall gefüllte Reisetasche durch den Flur schleift. »Meinst du, er hat eine Freundin?«

»Vergiss es. Der Typ ist mindestens im letzten Studienjahr, wenn nicht sogar schon im Graduiertenprogramm. Als hätte so einer Interesse an dir«, meint ihre Freundin, wobei ihr weicher Akzent ihren Worten ein bisschen die Härte nimmt.

Der Wohnheimtutor oder Resident Assistant, kurz RA genannt, ist ein Student höheren Semesters, der dafür bezahlt wird, ein Auge auf die Kids im Wohnheim zu haben. Mir wäre als Erstsemester niemals in den Sinn gekommen, meinen RA anzubaggern. Er hieß Tao, war ungefähr einen Meter sechzig groß und stand auf Jesus, insgesamt echt nicht mein Film.

Wieso jemand freiwillig RA sein möchte, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Tao musste damals ständig irgendein armes Würstchen mit kaputten Gliedmaßen in die Notaufnahme begleiten, und seinen Gesichtsausdruck beim Anblick meiner Freundin Sarah, die sturzbetrunken und ohnmächtig mit gebrochenem Knöchel in ihrem Zimmer lag, werde ich nie vergessen. Vorher hatte sie noch alle vier Wände dieses Zimmers vollgekotzt. Wie sie das geschafft hat, weiß keiner.

Ich rutsche auf meinem Stuhl hin und her, trommle nervös mit dem Kuli auf den Tisch.

Seit drei Monaten versuche ich nun schon, meine Schreibblockade zu überwinden, wieder in meine Schreibzone zu finden, meine Ideen zu sammeln, zu konkretisieren. Bisher ist dabei lediglich eine Kladde voller leicht manisch wirkender Zeichnungen herausgekommen.

Es muss einfach klappen, verdammt noch mal.

Ich hole tief Luft. Die riecht nach muffigen Cheetos.

Ich muss nur in meine Schreibroutine zurückfinden, sage ich mir immer wieder. Dann schaffe ich das. Ich habe es doch schon einmal geschafft.

Vielleicht bleibt ja mal was hängen, wenn ich mir diesen Mist nur oft genug vorbete. Den ganzen Sommer übe ich mich jetzt schon im positiven Denken. Keine einfache Sache, das kann mir jeder gern glauben.

Meine Knie zittern, ein erstes Anzeichen für eine bevorstehende Krise. Ehe die Panik mich packen kann, fährt eine Stimme dazwischen.

»Darlin', du siehst mir aber nicht nach Erstsemester aus.«

Ich drehe mich um, bis ich ihn aus den Augenwinkeln sehen kann. Er lehnt in der Tür. Der RA.

»Das liegt daran, dass ich keins bin«, sage ich.

»Und was suchst du dann in den Warren Towers? Ich meine - freiwillig? Ich muss hier rumhängen, ich werde dafür bezahlt. Was ist deine Ausrede?«

Er will witzig sein, das kapiere ich schon. Ich bin bloß einfach nicht in der Stimmung.

»Die Suche

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