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Brautschau auf Italienisch von WATERS, JANE (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2012
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Brautschau auf Italienisch

Nie hat der Seidenfabrikant Alessandro die anmutige Modestudentin Alice vergessen können. Nach ihrer ersten, verheißungsvollen Liebesnacht verschwand sie spurlos. Als er sie nun in Mailand wiedersieht, will er sie zurückgewinnen und lädt sie in seine Villa am Comer See ein. Doch nach einem traumhaften Wochenende ergreift Alice erneut die Flucht. Auf keinen Fall aber will Alessandro sie ein zweites Mal verlieren. Er wird kämpfen, alles wagen. Und dann kommt seine große Chance: Als er Alice auf einer Brautmodenschau im Publikum entdeckt, zieht er seinen kostbarsten Trumpf ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 09.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864940446
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 442 kBytes
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Brautschau auf Italienisch

1. KAPITEL

Majestätisch ragten die hohen Säulen des Doms in den strahlenden Himmel. Weiße Wölkchen segelten leicht dahin, und ein warmer Wind strich über den großen, sonnenüberfluteten Platz, erzählte von einem langsam sich zu Ende neigenden Sommer. Zwischen dem Lachen der flanierenden Menschen und den Geräuschen der Stadt schwebte sanft die Melodie eines Straßenmusikers, der mit dem Spiel seiner Violine das zauberhafte Ambiente noch unterstrich.

Alice konnte sich nicht sattsehen und ließ ihren Blick abermals über das imposante Bauwerk schweifen. Der Mailänder Dom, eines der Wahrzeichen Italiens, zählte zu den größten Kirchen der Welt. Eingebettet in das pulsierende Zentrum der Stadt und umgeben von unzähligen Schaulustigen, Touristen als auch Einheimischen, verbreitete das einzigartige Gotteshaus eine unbeschreiblich schöne Atmosphäre. Heute wie damals war Alice von der ganzen Pracht überwältigt, und sie hätte ewig hier stehen und staunen können.

Allerdings schmerzten ihr von der langen Besichtigungstour quer durch die City längst die Füße, denn sie trug blaue Pumps, die zwar elegant, aber nicht gerade bequem waren. Nun, sie war eben nicht zum Vergnügen, sondern in erster Linie als Repräsentantin von Richards Firma in die Modemetropole Mailand gekommen: "Lovely Dress" - der Name des erfolgreichen Unternehmens war Programm, auch wenn ihre Vorstellung von schicker Haute Couture mit der ihres Onkels nicht unbedingt übereinstimmte.

Alice seufzte und sah sich um. Sie hatte sich nun wirklich eine Pause verdient. In welcher Richtung lag noch mal dieses kleine Café, in dem sie vor Jahren als Modestudentin immer so gerne gewesen war? Sie konnte sich nicht mehr genau erinnern, hatte sie doch vieles aus dieser erlebnisreichen Zeit verdrängt. Und das ja auch aus gutem Grund ...

Nicht an die Vergangenheit denken! beschwor sie sich und ging einfach los. Schließlich wollte sie jede freie Minute ihres Aufenthalts einfach nur genießen. Wie sehr hatte sie sich gefreut, als Richard ihr das Flugticket auf den Schreibtisch gelegt hatte.

"Aber wenn du wieder unglücklich verliebt zurückkommst, war dies deine letzte Reise nach Italien!", hatte er mit einem Augenzwinkern hinzugefügt.

"Wo denkst du hin!" Resolut hatte sie sich gegen diese Vorstellung gewehrt. "Ich liebe zwar Italien, aber ganz bestimmt nie wieder einen Italiener." Lachend hatte sie ihren Onkel umarmt und alle weiteren Bedenken beiseitegeschoben. Eine ganze Woche durfte sie nun also das südliche Flair auskosten, das sie in ihrer kühlen Heimatstadt so sehr vermisste. Sicher, London war eine großartige Metropole. Doch immer schon hatte Alice tiefe Sehnsucht nach dieser genießerischen mediterranen Lebensweise verspürt. Nur leider ließ ihr der anstrengende Job als Chefdirektrice kaum Zeit für den Luxus eines Urlaubs.

Aber es gab noch einen anderen Grund, warum sie mit ihrer Arbeit in jüngster Zeit nicht ganz zufrieden war. Während sie vor Begeisterung für neue, moderne Kreationen sprühte, bremste Richard ihren Schaffensdrang regelmäßig aus. Er begnügte sich mit der langjährigen Klientel seines Hauses, meist ältere, gut betuchte Damen mit konservativem Geschmack. Alice hatte lange dafür gekämpft, die Kollektionen nun endlich etwas aufzufrischen. Die Reise nach Italien zu Mailands berühmter Modewoche, ein Event, das sowohl im Frühjahr als auch im Herbst Tausende von Modebegeisterten aus aller Welt anzog, war ein erster Erfolg - und allein ihr Erfolg. Sie hatte sich fest vorgenommen, die Modelinie im Haus künftig stärker mitzugestalten und sich fortan auch die eine oder andere Reise zu gönnen. Das hatte sie sich nach den vielen Jahren harter Arbeit einfach verdient.

"Attenta, attenta!" Alice schreckte auf. Wer mahnte sie denn da so aufgebracht zur Vorsicht? Ganz in Gedanken versunken, hatte sie nicht auf den Weg geachtet. Gerade noch rechtzeitig konnte sie einem wütend klingelnden Radfahrer au

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