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Caféglück am Meer Roman von Johnson, Debbie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2020
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Caféglück am Meer

Auf ein Stück Hochzeitstorte im Comfort Food Café Auburn Longville hat ihre wilden Tage hinter sich. Im beschaulichen Budbury, an der Küste Dorsets, hat sie sich im Kreise ihrer Familie niedergelassen und ihr Glück mit Freund Finn gefunden. Doch während sie mit den Vorbereitungen für die Hochzeit einer Freundin beschäftigt ist, bringt ein überraschender Besuch aus ihrer Vergangenheit ihr schönes, geordnetes Leben durcheinander. Denn was niemand weiß: Auburn ist bereits verheiratet und ihr Ehemann will sie nun zurück. Nun muss sie sich entscheiden, wem ihr Herz gehört ... Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis - was genau so verwirrend ist, wie es klingt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 13.04.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641258832
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42428
    Originaltitel: Wedding at the Comfort Food Cafe
    Größe: 1503 kBytes
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Caféglück am Meer

2. Kapitel

Ich setze mich an einen der Tische und trinke einen Schluck aus der Flasche. Den Cider hat unser Freund Scrumpy Joe gebraut, der sich beruflich auf das Brauen dieses Getränks spezialisiert hat. Im Garten des Cafés steht alles kunterbunt durcheinander, und der Boden ist uneben, was es zu einem Balanceakt macht, etwas sicher auf den Tischen abzustellen. Ich liebe es, von Zeit zu Zeit hier zu sitzen und darauf zu warten, dass die Milchshakes der Leute langsam ins Rutschen geraten.

Das Café liegt ganz oben auf einer Klippe auf dem Dach der Welt. Oder zumindest fühlt es sich so an, vor allem an einem Tag wie diesem, wo der Frühlingshimmel klar und strahlend blau ist und das Meer sich unendlich auszudehnen scheint.

Die Hunde geben ein halbherziges Wuff von sich, als sie mich sehen, und ich hebe als Antwort die Flasche, während ich laut zähle. Ich bin neugierig darauf, wie lange Willow brauchen wird, mir ihre Daumenschrauben anzulegen, und mich auszufragen. Ich schließe eine Wette mit mir selbst, die ich auf jeden Fall gewinne, weil es weniger als dreißig Sekunden sein werden, bis die Fragerei beginnt.

Ich muss dann doch bis hundertachtzig zählen, bis Willow aus dem Café auftaucht. Ihr rosa Haar flattert in der Brise, als sie in ihren silberbesprühten Doc Martens auf mich zustapft. Sie hat die Hände in die Hüften gestemmt, was mir sagt, dass sie es ernst meint.

"Wieso hast du so lange gebraucht?", frage ich und klopfe auf eine imaginäre Uhr an meinem Handgelenk. "Was glaubst du, wie spät es ist?"

"Ich musste mir noch Edies Geschichte anhören", sagt sie und boxt mich gegen die Schulter. Sie ist das Baby der Familie und war, wenn ich ehrlich bin, immer die Zielscheibe unseres Spotts und unserer Hänseleien, als wir noch jünger waren. Jetzt nutzt sie jede Gelegenheit, sich zu beweisen, dass sie nicht mehr die Schwächste des Wurfs ist.

Der Rest von uns - ich, Van und unser Bruder Angel - hat schon in jungen Jahren das Elternhaus verlassen. Willow ist mit einer immer dementer werdenden Lynnie zu Hause hängen geblieben und hat sich allein um sie gekümmert, bis sie uns endlich informiert hat, was Sache ist. Daraufhin sind zwei von uns zurückgekommen - und ich habe den Verdacht, dass ein Teil von ihr denkt, dass das Leben ohne uns einfacher war.

"Und wie war sie?", frage ich und blinzle in die Sonne. Edies Verlobter ist im Zweiten Weltkrieg gefallen, und sie hat nie geheiratet. Sie ist davon überzeugt, dass er noch lebt, redet von ihm in der Gegenwart und bringt ihm sogar Essen aus dem Café mit nach Hause. Mir steht es nicht zu, etwas dazu zu sagen - wir sind alle ein bisschen verrückt, wenn man unter die Oberfläche schaut, nicht wahr?

"Eine Swing-Band, der Gemeindesaal und Nylonstrümpfe, die sie von einem amerikanischen Piloten geschenkt bekommen hat, haben eine Rolle dabei gespielt. Aber das ist jetzt egal ... du bist verheiratet ?"

Sie hat das Gesicht verzogen, und ich sehe, dass sie fasziniert und wütend zugleich ist.

"Ja. Du willst jetzt 'Sonnenblume' sagen, oder? Nur dass du für so was zu alt bist, deshalb willst du 'Scheiße' sagen. Ich sehe, wie der Kampf in dir tobt."

"Bei dem Kampf, der in mir tobt, geht es nicht darum 'Scheiße' zu sagen, Auburn - das sage ich gerne. Verdammt noch mal Scheiße, Scheiße!"

Ich lache laut, weil jedes Wort, das du immer wieder wiederholst, irgendwann albern klingt. Vor allem dieses.

Sie versucht, ernst zu bleiben, doch das passt nicht zu ihr, und schließlich knickt sie ein. Sie seufzt, setzt sich neben mich und klaut mir meine Cider-Flasche. Normalerweise wäre das ein guter Grund, sie zu Boden zu zwingen, sodass ihr meine Spucke ins Gesicht tropft, doch ich schätze, sie hat einen Schock, und ich benehme mich anständig.

"Warum hast du mir das nicht gesagt?", fragt sie leise und klingt dabei ein bisschen ver

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