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Capri - amore mio pdf von Steiner, Kai (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.08.2009
  • Verlag: Himmelstürmer
eBook (PDF)
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Capri - amore mio

Kristoffs Auffassung vom Sex ist ziemlich eigenwillig. Er treibt es oft und viel. Aber immer muss es ein anderer Kerl sein. Mit jedem geht er nur einmal ins Bett. Bindungen lehnt er wegen der Verantwortung ab. In diesem Sommer sucht er die Stätte auf, an der man ihm den ersten und besten Sex beigebracht hat: nämlich auf Capri, einer Insel, die seit Kaiser Tiberius vor 2000 Jahren von Männern bevorzugt aufgesucht wird. Vierzehn Jahre sind seit Kristoffs letztem Besuch vergangen. Damals war er sechzehn Jahre. Als er ein zweites Mal nach Capri kommt, dieses Mal als junger Anwalt, stellt er mit Freuden fest, dass sich nichts verändert hat. Die Hotels sind dieselben, sie glänzen in prächtigen Farben, die Geschäfte sind moderner, aber wie eh und je teuer, die Straßen sind ebenso eng wie früher und die verspielten Parks, Nischen und Strände strahlen dieselbe Atmosphäre aus. Die knackigen Neapolitaner beherrschen immer noch die Badeanstalten, die verschwiegenen Plätze und Wege. Sie sind braungebrannt, athletisch und sportlich, und topgekleidet. Sie kommen früh morgens mit dem Tragflächenboot auf die Insel und verlassen diese meist abends wieder. Nur manchmal bleiben sie, wenn die Nächte lau sind. Dann beginnt ihr zweites Leben in der Via Krupp, in der Certosa, in der Nähe der Faraglioni und dem Faro. Im Hotel La Vega trifft Ulfert auf Bastian, ein Halbwüchsiger, sechzehn, der - wie er damals - völlig unerfahren ist. Der Junge übt auf ihn eine unerhörte Anziehungskraft aus, jedoch verbietet ihm sein Grundsatz, sofort engen Kontakt mit dem jungen Mann aufzunehmen. Er beschließt, Bastian am letzten Tag seines Aufenthalts zu verführen. Um sich des Jungen zu versichern, nähert er sich ihm häppchenweise, mit anderen Worten: er reizt ihn mit tausend Tricks. Dazwischen erlebt er Capri überall dort, wohin andere kaum gelangen, und er treibt es in der Funiculare ebenso wie im Beichtstuhl, in der Nähe der Mönchsgruften ebenso wie in der Badehöhle der römischen Kaiser. Selbst die blaue Grotte ist ihm nicht heilig. Der Abschiedsabend wird zum Höhepunkt. Kristoff verführt Bastian nach Strich und Faden, der selig in seinen Armen einschläft. Kristoff hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Er konnte nicht ahnen, dass die Eltern von Bastian den Aufenthalt um eine Woche verlängert haben. Wird er seinen Grundsatz unterlaufen und mit dem Jungen ein zweites und drittes Mal Sex haben? Wie wird sich Bastian verhalten und entwickeln? Beide werden noch eine Woche auf der Insel bleiben. Begegnungen sind unausweichlich.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 330
    Erscheinungsdatum: 10.08.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942441254
    Verlag: Himmelstürmer
    Größe: 477kBytes
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Capri - amore mio

Wunderbar – Meraviglioso

Es hat sich nichts verändert. Seit Jahren: Man strahlt, grinst, macht sich bemerkbar. Man ist wer. Man ist jung.

Mädchen und Jungen mit Sonnenbrillen, deren Gläser Wagenräder entsprechen. Knappe Hotpans die Mädchen, stramme Shorts die Jungen. Oben T-Shirts, mit und ohne Ärmel. Das männliche Geschlecht meist ohne. Es lässt seine Muskeln spielen, man trainiert sie sich täglich an. Irgendwo in dunklen Hafenschuppen Neapels, die man leicht mit Vespas erreicht. Wer was auf sich hält, turnt abends auf der Fläche. Fitnesszentren sind in.

Mädchen auf Highheels. Sie tippeln gefährlich auf ihren Stöckelschuhen. Ihr Hinterteil bewegt sich rhythmisch.

Capri ist eine Insel der Jugend, sie ist es seit alters her.

Es ist himmlisch warm. Schon morgens um acht Uhr.

Sie werden zu den ersten zählen, die ihre Klamotten in den Badehäuschen unterbringen und sich in die Liegestühle werfen. Deren Zahl ist begrenzt. Die Insel verfügt nur über wenige Badestrände.

Das Tragflächenboot von Neapel spuckt seine Reisenden wenig später auf Capri aus. Massen von Menschen strömen in Scharen die schmale Mole entlang zur Funicolare (Seilbahn/Zahnradbahn) . Ab und zu glitzern durch die Menge grelle Hosen und Hemden in schreienden Farben.

Zigaretten glimmen auf. Man musste sich vierzig Minuten zusammennehmen. Im Schiff ist Rauchen verboten. Endlich ... jetzt kann man seinem Laster frönen. Lässig wird die Zigarette in den Mundwinkel geschoben. Reden mit Kippen macht männlich, sieht ätzend aus. Fünfzehnjährige werden zu Machos.

Italiener haben durchschnittlich mit vierzehn Jahren Sex. Wird behauptet. Der Kondomumsatz scheint das zu bestätigen.

Endlich an der Funicolare .

Sie ist zwar nicht erster Anziehungspunkt, aber aufregend. Eine Zahnradbahn mit drei Wagen ältester Herkunft.

Automatisch öffnen sich Türen zur Ausstiegsseite. Modernste Technik. Sind die Abteile leer, ist erst der Einstieg auf der anderen Seite des Bahnsteigs erlaubt.

Italiener sind herrlich unkompliziert.

Sie stoßen, drücken und schieben alles, was vor ihnen steht, in die Waggons und dabei lachen sie so unverschämt, als würde man auf diesen Gefallen gewartet haben. Hat man in gewisser Weise auch.

Heute sind die Abteile voller Studenten, denn ein Jahrhunderttag ist angebrochen, wie der Wetterbericht verkündete, in Deutschland spricht man vom Kaiserwetter. Die Hosen der Jungen sitzen noch strammer, die Shirts sind durchlöchert. Gekräuseltes quillt hervor, der Stolz italienischer Kerle.

Die Mädchen stehen dem um nichts nach. Ihrer Anatomie entsprechend. Bis zum Bauchnabel aufgeknöpfte Blusen, aus denen Halbmonde herausblinzeln. Abgerundete Schalen zum Reinbeißen.

Ich lande auf der anderen Seite des Abteils links in der Ecke, direkt an der Tür. Ich spüre an meinem Bauchnabel, dass es nicht weiter geht, gewahre vor mir einen Erste-Hilfe-Kasten. Meine rechte Schulter lehnt an der Seitenwand zum nächsten Abteil, das etwas tiefer liegt, mein Blick ist nach draußen gerichtet. Mein Körper ist festgezurrt, wenn man das sagen darf. Aber unter diesem Kasten haben meine Füße wenigstens Platz. Gegen meinen Rücken lehnt ein abgebrochener Fünfziger. Wenig einladend. Ich glaube fast blind. Rechts von mir ein junger Mann, dessen Ellbogen in meiner Taille ruht. Kein Staubkorn kann zu Boden fallen.

Ich drehe meinen Kopf nach rechts. Das Einzige, was ich drehen kann.

Der Bursche ist so groß wie ich, ungefähr, er hat Grübchen auf dem Kinn, sieht komisch aus, schwarzes Haar, trägt eine Brille. Kleine runde Gläser. Sie

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