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CARE von Hunting, Helena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.10.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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CARE

Nanny wider Willen

Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters muss Lincoln Moorehead nach New York zurückkehren, um von jetzt an - zähneknirschend - das Familienunternehmen zu führen. Mit dieser Aufgabe sollen auch der wilde Lebenswandel und das ungehobelte Auftreten Lincolns ein Ende finden - und um das sicherzustellen, wird ihm eine Aufpasserin zur Seite gestellt. Lincoln ist frustriert und verärgert darüber, zumal Wren Sterling nicht nur ziemlich streng, sondern auch verflucht sexy ist ...

'Helena Hunting ist auf dem allerbesten Weg, eine der großartigsten Stimmen der Romance zu werden!' Romantic Times

Band 5 der MILLS-BROTHERS-Reihe von NEW-YORK-TIMES-Bestseller-Autorin Helena Hunting

Helena Hunting lebt mit ihrer Familie und zwei widerspenstigen Katzen in einem Vorort von Toronto. Tagsüber führt sie ein ruhiges Leben als Englischlehrerin einer Horde Grundschüler, doch nachts verwandelt sie sich zu einer erfolgreichen Bestseller-Autorin von heißen Liebesgeschichten, die unter die Haut gehen. Weitere Informationen unter: http://helenahunting.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 341
    Erscheinungsdatum: 30.10.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736314177
    Verlag: LYX
    Serie: Mills Brothers 5
    Originaltitel: Handle with Care
    Größe: 704 kBytes
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CARE

2
BETROGEN WERDEN, SOGAR AUS DEM GRAB HERAUS Lincoln

Es fühlt sich an, als würden eine Million winziger Elfen versuchen, sich mit einem Hammer ihren Weg aus meinem Schädel zu bahnen. Verdammte Scotch-Whiskey-Mixturen. Verdammtes Begräbnis. Was für ein Umstand.

Das klingt nach Arschloch, sogar in meinem Kopf.

Das passiert, wenn ich bei meiner Familie bin; es verwandelt mich in einen von ihnen.

Mein Wecker klingelt zum hundertsten Mal. Und mein Telefon klingelt ebenfalls. Schon wieder.

Seit sieben Uhr drücke ich fortwährend auf Snooze und ignoriere die Anrufe.

Ich spähe unter dem Kissen hervor, um die Uhrzeit zu checken. Der Lichtstreifen, der zwischen den Vorhängen hereinfällt, fühlt sich an, als wollte mir jemand mit Sonnenstrahlen die Augäpfel ausstechen. Ich habe wirklich einen Mordskater.

Es ist gleich halb neun. Um die Zeit sollte ich bei Moorehead Media zu einem Pflichttermin sein. Wir wollten das Testament meines Vaters und einen Haufen anderen Krempel, mit dem ich nichts zu tun haben will, besprechen.

Seit ich in Harvard meinen Abschluss gemacht habe, habe ich keinen Fuß mehr in dieses Büro gesetzt. Mein Vater wollte, dass ich für ihn arbeite. Doch weil das Einzige, was er für mich getan hatte, war, mich durch die Uni zu bringen, fühlte ich keinerlei Verpflichtung, in seine Fußstapfen zu treten. Vor allem weil seine Fußstapfen in erster Linie Untreue und Abwesenheit als Vater bedeuteten.

Da es während der Rushhour bis zu Moorehead gut dreißig Minuten mit dem Taxi sind, werde ich auf jeden Fall eine halbe Stunde zu spät kommen, und das auch nur, wenn ich direkt vom Bett in ein Taxi rolle. Und so, wie mir der Schädel brummt, wird es eine Weile dauern, in die Gänge zu kommen.

Ich stöhne, als mein Telefon erneut klingelt. Das ist das einzige Mal, dass ich die stumpfsinnigen Arbeitstiere bei Moorehead mit meiner Anwesenheit beehren werde. Ich verstehe nicht, weshalb ich nicht einfach stiller Teilhaber sein kann. Ich würde meine Anteile sogar verkaufen, wenn ich so von meiner nutzlosen, bescheuerten Familie wegkäme.

Ich hoffe, dass wir den nötigen Papierkram rasch hinter uns bringen, damit ich gegen Ende der Woche in ein Flugzeug steigen und New York wieder verlassen kann. Ich bin erst seit achtundvierzig Stunden hier und würde jetzt schon am liebsten sieben verschiedene Morde begehen.

Während ich das Stechen in meinen Augen wegzublinzeln versuche, bemerke ich das Wasserglas und die beiden Tabletten auf dem Nachttisch. Ich muss irgendwie auf Draht gewesen sein, als ich mich von der Bar hier herauf geschleppt habe. Obwohl ich mich an nichts erinnern kann.

Es ist nicht einmal meine Wohnung. Das Gebäude gehört der Familie meines Cousins, und der ist während der nächsten Monate nicht hier, weshalb er mir sein Penthouse überlassen hat. Er ist gestern Morgen wegen des Begräbnisses hergeflogen und am Abend gleich wieder abgereist. Ich wünschte, ich hätte die Möglichkeit gehabt, ihn zu begleiten. Es wäre so viel besser, als hier zu sein.

Ich setze mich auf, schwinge die Beine über die Bettkante und stelle die Füße auf den Boden. Ich trage noch immer einen Schuh.

Das Zimmer dreht sich, und mein Magen krampft sich zusammen. Es dauert einen Moment, bis die Übelkeit vorüber ist. Als es soweit ist, spüle ich eine Tablette mit Wasser herunter.

Mein Telefon klingelt zum tausendsten Mal. Ich berühre den Screen und stelle es auf Lautsprecher. »Was ist?«

Stille folgt - eine lange Stille -, bevor eine Frau schließlich reagiert. »Ihr Wagen wartet, Mr Moorehead, und das schon seit fünfundvierzig Minuten.«

»Na schön, er wird noch ein bisschen länger warten müssen.« Ich beende das Gespräch und reibe mir mit der Hand übers Gesicht. Ich fühle mich wie ausgekotzt. Mein Mund schmeckt, als hätte ich aus einem Abwasserkanal getrunken, und mein Kopf fühlt sich wattig an.

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