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Catfights & Pizza, Band 3 von Binder, Jolanka G. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.06.2015
  • Verlag: Club der Sinne
eBook (ePUB)
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Catfights & Pizza, Band 3

Den Hauptgang beim Italiener haben neun rauflustige Mädels hinter sich - und 12 herrliche Geschichten von erlebten, erzählten und fantasierten Kämpfen. Denn genau dazu waren sie nach diversen Internet-Chats ja zusammengekommen! Die Teller sind abgeräumt; es gibt Platz für Espresso, Grappa und italienische Nachspeisen. Und auch bei den Geschichten fehlt noch das Dessert: Jetzt kommen jene 6 Geschichten auf den Tisch, die die Mädels sich bis zum Schluss aufgespart haben. Zwei lesbische Piratinnen erfahren, wie heiß eine tropische Nacht sein kann; ein Punk-Catfight wird durch körperliche Unterstützung der Jungs entschieden und ein globaler Möchtegern-Macho bekommt von zwei abgebrühten Fliegerinnen seine Grenzen aufgezeigt. Wie bei einem guten Essen - die saftigsten Geschichten kommen zum Schluss! Jolanka G. Binder - geboren buchstäblich mitten in Deutschland. Im Hauptberuf nüchtern und grundsolide mit Hintergrund bei Print- und E-Medien liebt sie es, in ihrer Fantasie körperliche Grenzbereiche zu erfahren. Sex und Kampf - für die Person hinter Jolanka G. Binder gehört das zusammen: Kampf bedeutet, den Körper des anderen zu spüren, damit zu spielen, sich gemeinsam auszutoben. Bei Mixed-Kämpfen sowieso, aber auch unter Frauen oder unter Männern - ein Genuss auch für Leser oder Zuschauer/innen. Erotik ist immer dabei. Sei es dezent - wie bei der Schilderung zweier hübscher Frauen, die sich einfach nur zum Spaß in Straßenkleidung herumbalgen - sei es bei einer knallharten Mixed-Keilerei um die Frage, wer am Ende wen vernascht. So wie die Kämpfe ist dann auch der Sex - leidenschaftlich, aggressiv, mit vollem Körpereinsatz. Meistens sportlich, oft mit einer Prise Humor. Und immer gerade so brutal, dass man es noch genießen kann - dass man es richtig spürt ! Wenngleich für sich immer realistisch, spielen sich ihre Kämpfe doch nicht immer in unserer Zeit ab, ihr historischer Hintergrund erlaubt auch rauflustige Ausflüge in andere Epochen. Veröffentlichungen im Club der Sinne: 'Catfights & Pizza, Band 1' 'Catfights & Pizza, Band 2'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 80
    Erscheinungsdatum: 26.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956044540
    Verlag: Club der Sinne
    Größe: 898 kBytes
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Catfights & Pizza, Band 3

Anne Bonny & Mary Read - Das Juwel

Eitelkeit leistete Anne Bonny sich nur selten, es gehörte einfach nicht zu den Vorzügen des Piratenlebens. Das graue, geschnürte Leinenoberteil mit den kurzen Ärmeln war ihre Alltagskleidung. Doch jetzt beugte Anne sich halbnackt über die Kleiderkiste in ihrer Kajüte, ehemals das Logis des Ersten Offiziers der Revenge . Viel war da gar nicht drin, ein paar Blusen, Hosen, eine Jacke. Und ein weißer, weiter, halblanger Rock aus dicker Baumwolle lag ganz obenauf. Genau das, was sie jetzt brauchte!

Anne stieg in den Rock und band ihn zu. Die Schnur ließ sie unter ihrem handbreiten braunen Gürtel verschwinden. Es fühlte sich gut an, das schwere Leder um ihre Taille gleiten zu lassen. Unter dem Rock trug sie nichts. Denn was Anne heute bevorstand, war ein Kampf. Ein Kampf unter Frauen.

Hinter ihrer Koje war wie immer ein Entermesser versteckt - für alle Fälle. Anne stellte einen Stiefel auf die Kiste. Mit der linken Hand packte sie ihren Rock neben dem rechten Knie, zog ihn stramm. Behutsam drückte sie die Spitze des Messers durch den Stoff, bis die breite Klinge fast darin verschwunden war und der kalte Stahl die Haut auf ihrem Oberschenkel kitzelte. Ganz langsam schob sie das Messer dann in Richtung Rocksaum. Langsam nicht nur, um da einen sauberen Schlitz zu bekommen. Nein, es machte ihr auch Spaß, erregte sie sogar. Und ein guter Kampf war schon so ein Kleidungsstück wert. Zumal nach so einer guten Prise: die Bravade , Schiff Seiner Majestät König Ludwigs XIV. von Frankreich. Vor wenigen Stunden hatten sie sie geentert.

Mit einem leisen Plopp zerteilte das Messer den Saum. Anne wiederholte die Handlung auf der linken Seite. Breitbeinig stellte sie sich hin. Schon besser. Behutsam ließ sie die Klinge wieder in den gespannten Stoff eindringen, diesmal zwischen ihren Knien. Und wieder ein langer, gerader Schlitz. Plopp!

So war es gut. So hatte sie bei dem Kampf Bewegungsfreiheit. Nun, die hätte sie auch in ihren Hosen gehabt. Aber es war möglich - nein, es war sogar ziemlich sicher -, dass dieser Frauenkampf unter der Gürtellinie entschieden würde. Und dabei sollte sie kein Stück Stoff behindern. Anne Bonny wusste mit ihrem ganzen Körper zu kämpfen.

Rasch zog sie noch ihr kurzes Lederwams über. Nicht dass sie das gebraucht hätte, aber ohne eine Jacke verließ Anne eigentlich niemals ihr Schiff, und sei es auch nur so eine kurze Weste.

Eine Minute später duckte Anne sich im Dunkeln hinter der Haube des vorderen Niedergangs. Ausgerechnet Smith musste heute Wache gehen, der Kerl war so verflucht zuverlässig! Jetzt lehnte er seitlich am Steuerrad, konnte im Licht der Hecklaterne das ganze Deck übersehen. Nur zwei Meter war das Ufer entfernt: Diese Bucht endete an einem langen, flachen Felsen, sechs Fuß über dem Wasser, wie eine perfekte Kaimauer.

Natürlich konnte niemand Anne verbieten, mal an Land zu gehen. Aber was sie da zu erledigen hatte, brauchte keiner zu wissen.

Irgendwann schaute er weg. Und Anne schlüpfte lautlos durch das metergroße Loch in der Reling. Hier hatten heute die Kanonen gesprochen. Deshalb hatten sie ja hier angelegt, um die Schäden auszubessern. Ein leises Klacken, als Annes weite Stiefel auf dem Fels aufschlugen. Aber das Knirschen der Fender übertönte das.

Nur ein paar Meter geduckt, dann war sie aus dem Licht und konnte wieder aufrecht gehen, bis zum anderen Ende der Bucht, wo die Bravade vertäut lag. Vier Kisten mit Juwelen aus der Neuen Welt waren schon an Bord der Revenge . Und eben deswegen war Anne hier: Eine herrliche Kette war dabei gewesen, wohl für die Königin bestimmt. Aus Gold, mit Smaragden so groß wie Taubeneier. Als zweitem Kapitän stand so ein Stück klar ihr zu, aber das Ding hatte auch Mary Read gefallen.

Und so ganz konnte sie Marys Anspruch nicht leugnen: Immerhin war es Mary, die den Bootsmann der spa

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