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Chaco #47: Mit dem Rücken zur Wand Cassiopeiapress Western von Honnef, Joachim (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Chaco #47: Mit dem Rücken zur Wand

Chaco #47 Western von Joachim Honnef Der Umfang dieses Buchs entspricht 108 Taschenbuchseiten. Der Großrancher Edward Killeen will sein Land vergrößern und eine Mauer darum bauen - einen eigenen kleinen Staat gründen -, deshalb drängt er die kleineren Siedler, ihm ihr Land zu verkaufen - zur Not auch mit Gewalt. Maskierte Banditen überfallen und brandschatzen die Farmen, um die Besitzer, die sich zu einer Farmer-Vereinigung zusammengeschlossen haben, zu vertreiben. Marshal Mailer kann dem größenwahnsinnigen Rancher nichts nachweisen, deshalb bittet Les Fairchild seinen alten Freund Chaco um Hilfe, doch das Halbblut kommt zu spät ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 106
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743867550
    Verlag: BookRix
    Größe: 533 kBytes
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Chaco #47: Mit dem Rücken zur Wand

1

Wie gespenstische Schemen tauchten die Reiter aus dem Grau der Morgendämmerung auf. Sie ritten von Süden her in das kleine Tal, in dem Les Fairchild und seine Familie vor siebzehn Jahren eine Heimat gefunden hatten.

Johnny, der kleine schwarz-weiß-gefleckte Bastardhund, schlug an, als witterte er das drohende Unheil.

Die Menschen im Hauptraum des Farmhauses schauten sich beklommen an. Sie waren bleich und übernächtigt. In dieser Nacht hatten sie kaum Schlaf gefunden.

Sie hatten gewusst, dass diese Stunde kommen würde.

"Mindestens ein Dutzend", sagte Les Fairchild am Südfenster. "Wir haben keine Chance. Es ist aus." Müde wischte sich der Farmer über die Augen.

"Aber, Dad, wenn wir kämpfen, können wir uns vielleicht ..."

"Nein", unterbrach Les Fairchild seinen Sohn Cliff, der mit einem Gewehr in den Händen ans Fenster getreten war und zu den Reitern hinstarrte. "Ein Kampf wäre Selbstmord. Legt die Waffen weg. Vielleicht geben sich Killeens Höllenhunde zufrieden, wenn ich verkaufe ..."

Seine Stimme klang bitter.

Unaufhaltsam näherte sich der Hufschlag.

Der Hund knurrte.

Billy, der achtzehnjährige sommersprossige Junge, kraulte ihm das Fell.

Les Fairchild blickte zu seinen beiden ältesten Söhnen und dem treuen Paco, der seit acht Jahren auf der Farm ein Zuhause gefunden hatte.

Sie schauten ihn an, als erhofften sie von ihm ein Wunder.

Es gab kein Wunder.

Zu viert konnten sie nichts gegen Killeens Meute ausrichten. Bis vor zwei Minuten hatte er noch gehofft, dass nur ein paar Reiter kommen würden, dass sie sich vielleicht doch verteidigen konnten.

Doch das Rudel war zu stark. Und er wollte seine Söhne und Paco nicht gefährden.

Für einen flüchtigen Augenblick dachte Les Fairchild an Chaco.

Chaco war nicht gekommen.

Vielleicht hatte er die Nachricht nicht erhalten, oder er war gar nicht mehr in Van Horn gewesen. Vielleicht war die Nachricht auch von Killeens Leuten abgefangen worden. Aber das war jetzt gleichgültig. Selbst ein Kämpfer wie Chaco hätte das Verhängnis nicht mehr aufhalten können.

"Bleibt ruhig, Jungs", sagte Fairchild. "Vielleicht geht alles gut. Vielleicht hören sie mich an ...."

Seine Stimme klang fest und verriet nichts von seinen wahren Gedanken. Er lächelte Billy und Cliff sogar aufmunternd zu.

Aber er gab sich keinen Illusionen hin.

Seinen Nachbarn, Lee Abercrombie, hatten sie auch nicht angehört. Auch Abercrombie hatte nach der zweiten Warnung aufgeben und verkaufen wollen. Doch sie hatten ihn erschossen, als er mit erhobenen Händen aus dem Haus getreten war.

Seine Frau Rose hatte vor einer Woche verkauft und das Land verlassen.

Fairchild dachte an seine Frau Margaret und an die beiden Jüngsten.

Er war froh, dass er sie in die Stadt geschickt hatte.

Der Hufschlag war verstummt. Die Reiter hatten auf Schussweite gehalten. Alle trugen Halstücher vor Mund und Nase und hatten die Hüte tief in die Stirn gezogen.

Wozu die Maskerade?, dachte Fairchild. Jedes Kind weiß doch, dass ihr Verbrecher für Killeen reitet ...

"Eh, Fairchild!", ertönte draußen eine herrische Stimme. "Komm heraus, oder wir holen dich!"

Paco, der kleine krummbeinige Mexikaner, bekreuzigte sich.

"Und wie wollt ihr das schaffen?", rief Fairchild. Er versuchte einen Bluff. "Sieben Gewehre zielen auf euch, und wenn ihr nicht sofort verschwindet, knallt's!"

Der Wortführer der Banditen lachte. "Ihr seid nur zu viert, Fairchild, das wissen wir. Wir wissen alles. Zum Beispiel, dass deine Frau und deine Blagen in Marfa sind. Du willst doch nicht, dass ihnen ein Unfall zustößt, oder?"

Les Fairchild schluckte. Das hatten sie also auch herausgefunden. Ein befreundeter Farmer hatte Margaret und die Kinder heimlich in die Stadt gebracht ...

"Und du willst doch nicht, dass wir euch ausräuchern", ertönte wied

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