text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Cherrys wundersamer Sinn für Gefühle Roman von Fletcher, Carrie Hope (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.02.2020
  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Cherrys wundersamer Sinn für Gefühle

Cherry hat eine geheime Gabe: Sie kann negative Gefühle sehen. Für die Dorfbewohner ist sie nur die freundliche junge Frau, der die kleine Bäckerei gehört. Doch in der nach frischem Brot duftenden Backstube mischt sie ihren Leckereien positive Gefühle als Gegenmittel zu den Sorgen und Nöten ihrer Kunden bei. Hier finden sich Bedeutungs-Bienenstich, Zufriedenheits-Zimtschnecken und Willenskraft-Windbeutel. Cherry hütet ihr Geheimnis sorgsam, doch dann taucht Chase auf und eröffnet ihr eine Welt, von der sie nichts geahnt hat ... Carrie Hope Fletcher, geboren 1992 in London, ist Schauspielerin, Sängerin und erfolgreiche Vloggerin mit ihrem YouTube-Channel "ItsWayPastMyBedTime". Nach ihrem Sachbuch "All I Know" wurde auch ihr Romandebüt "Eine Liebe ohne Winter" zum Sunday-Times-Bestseller. Carrie Hope Fletcher lebt in der Nähe von London und spielt am Queen's Theatre im West End.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 27.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641235277
    Verlag: Diana Verlag
    Originaltitel: All That She Can See
    Größe: 2180 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Cherrys wundersamer Sinn für Gefühle

Prolog

Immer willkommen

Eine elegante Hand legte einen antiken Schalter um, und mit einem erfüllenden Knistern flackerten sechs Glühbirnen über sechs langen Tischen auf. Cherry ließ den Blick durch ihre fast fertige Bäckerei schweifen. Das Holz der Tische strahlte einen warmen Herbstton aus, und auf der Ladentheke stand eine alte messingfarbene Kasse, deren Tasten klicketi-klackten . Die Kasse hatte sie ein kleines Vermögen gekostet, aber der Klang des Pings , wenn sie aufging, war jeden einzelnen Penny wert. Obwohl Cherry sich gefragt hatte, ob der Raum zu altmodisch sei, verliehen ihm der schwarze Schieferboden, die riesige Tafel und die gold- türkisfarbene Tapete doch eine moderne Note. Bevor Cherry die Türen ihrer neuen Bäckerei öffnete, musste sie nach ihrem Geschmack fertiggestellt sein. Sie konnte es nicht erwarten, bis die Glasvitrine neben der Kasse mit Leckereien gefüllt sein und die Menschen eintreten und sie genießen würden.

Es war zehn Uhr abends. Da Cherry am Morgen früh aufstehen musste, hatte sie sich mit einem Buch ins Bett gekuschelt. Immer wieder denselben Absatz lesend, in Gedanken beim morgigen Tag. Ein vertrautes Kribbeln am Hinterkopf und ein leises Seufzen hatten sie nach unten in die Bäckerei gelockt. Es war nicht das Geräusch eines Menschen, der verletzt war oder Schmerzen litt, und traurig klang es auch nicht. Es klang noch nicht einmal menschlich. Es klang nach Einsamkeit - ein Laut, den Cherry nur zu gut kannte. Irgendwo fühlte sich jemand allein.

Aus den nächtlichen dunklen Wolken fielen dicke Tropfen, die jeden im Handumdrehen bis auf die Haut durchnässten. Der Beginn eines Unwetters. Das Meer war auch keine Hilfe, denn die Wellen peitschten heimtückisch nach oben und spritzten Margie, die sich auf dem Heimweg zu ihrer beengten und einsamen Wohnung befand, über das Geländer voll. Ein stürmischer Wind zog heftig an der tristen Kleidung und ihrer faltigen Haut. Sie kuschelte sich in ihren pelzgesäumten Mantelkragen und stellte sich vor, wie warme Arme sie umschlangen und die Kälte zärtlich verscheuchten. Margie betrieb eine Schneiderei, ein paar Türen weiter von ihrem Haus an der Strandpromenade, aber das Geschäft lief schlecht. Das Geld war knapp und das Leben hinter dem Ladentisch war genauso einsam und unbefriedigend wie das Leben zu Hause, doch sie gab trotzdem nicht auf, blieb jeden Abend länger und nähte ein Kleid nach dem anderen. Margie hatte nicht das Gefühl, im Leben gehe es einen Schritt vorwärts und zwei zurück. Sie hatte einfach das Gefühl, all ihre Schritte würden sie rückwärts führen, ganz gleich, wie sehr sie vorwärtsdrängte. Eines Tages hatte sie also aufgehört vorwärtszudrängen und ließ sich von der Flut des Lebens tragen, wohin auch immer diese wollte.

Margie wusste nicht, dass der wahre Grund, warum sie sich so leer und unzufrieden fühlte, bei jedem Schritt, den sie tat, einen knappen Meter hinter ihr herschlich. Es war ein großes, drohend aufragendes Wesen mit einem teuflischen Grinsen und großen schwarzen Augen, und das silberne Fell um seinen Hals schimmerte. Seine langen spindeldürren Finger hatten sich durch Margies Seele gebohrt, wie Stecknadeln durch Stoff. Es wackelte mit den Fingern, und Margie erschauderte. Sein Name war Einsamkeit , und es war gnadenlos.

Natürlich stellte Margie keine Ausnahme dar. Uns alle verfolgt ... etwas. Es sind nicht die giftigen Stimmen, die in unsere Köpfe kriechen, während wir einschlummern, oder dieses Kribbeln, das wir empfinden, wenn wir uns beobachtet fühlen. Nein, die Dinge, die uns verfolgen, sind buchstäblich da; sie sind echt, und sie bestehen voll und ganz aus negativen Gefühlen. Einsamkeit, Angst, Aggression, Depression, Enttäuschung, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Nutzlosigkeit, Bedauern und vieles, spa

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen