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Clara Raphael Zwölf Briefe von Fibiger, Mathilde (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2016
  • Verlag: Verlag 28 Eichen
eBook (ePUB)
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Clara Raphael

Clara Raphael ist Dänemarks 'Jane Eyre'. Mathilde Lucie Fibiger, 1830 (Kopenhagen) - 1872 (Århus), wuchs als das jüngste von neun Kindern in einer sehr gebildeten Familie auf; ihr Vater war Hochschullehrer an einer Militärakademie, die er jedoch wegen zu demokratischer Vorstellungen verlassen mußte. Ihre Brüder absolvierten ein Studium. Bereits als Kind schrieb sie Gedichte und Theaterstücke, was in ihrer Familie nicht ungewöhnlich war. Nach der Trennung der Eltern lebte sie bei ihrer Mutter bis zu deren Tod im Jahre 1844, danach bei ihrem Vater in Kopenhagen. Mit 19 wurde sie Hauslehrerin und verdiente Geld mit Näharbeiten und als Porzellanmalerin. Nachdem bereits das Erscheinen des Briefromans "Clara Raphael" für erhebliches Aufsehen sorgte, verursachte ihr 1854 erschienener Roman "Minona" wegen seines Themas (Inzest zwischen Geschwistern) einen Skandal - worauf sie das Schreiben aufgab und als Übersetzerin (u. a. E.T.A. Hoffmann) arbeitete. Bekannt geworden ist sie ebenfalls als die erste Telegrafistin in Dänemark.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 104
    Erscheinungsdatum: 25.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960270379
    Verlag: Verlag 28 Eichen
    Größe: 138 kBytes
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Clara Raphael

Zum erstenmal in meinem Leben macht es mir Kummer, daß ich kein Mann bin. Wie arm und inhaltslos ist doch unser Leben gegen das der Männer! Ist es gerecht, daß die Hälfte der Menschheit von geistiger Beschäftigung ausgeschlossen ist? Oder hat unser Herr uns wirklich aus geringerem Stoff geschaffen als die Männer (was ich einen der interessantesten Herren hier in vollem Ernst behaupten hörte)? Müssen wir uns also damit begnügen, automatisch die triviale Arbeit auszuführen, die uns im Leben zugewiesen wird? Hat unser Geist denn keine Kraft und unser Herz keine Begeisterung? O doch, aber das eigentliche Leben in uns ist nicht zu Bewußtsein gekommen, unser Geist ist gefangen, und das Vorurteil steht am Gefängnistor Wache!

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