text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Cocktails, Chips und Chaos von Bernard, Marie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2019
  • Verlag: Bookspot Verlag
eBook (ePUB)

4,99 €1

3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Cocktails, Chips und Chaos

Es könnte doch so einfach sein...warum es das nicht ist, kann Julia sich im Grunde nicht erklären. Schließlich hat sie einen Job, eine vernünftige Wohnung, Freunde, eine Familie. Bloß die Suche nach Mr. Right will irgendwie nicht klappen. Sicher, sie mag ein wenig chaotisch sein. Aber ist das wirklich so schlimm? Irgendwo da draußen muss sich doch jemand finden, der sie abgöttisch liebt und nebenbei einen Traumkörper hat. Zumindest wäre das ihrer Meinung nach völlig verdient. Dass sie hierbei leider punktgenau jeden Fettnapf trifft, liegt ihrer Meinung nach wirklich nicht an ihr. Das Schicksal hat einfach einen ganz miesen Sinn für Humor. Aber aufgeben ist keine Option. Also gibt sie alles und schafft hierbei jede Menge Chaos. Lustig, verrückt und immer ein klein bisschen drüber. Julia ist eben ein Original. Die junge Autorin Marie Bernard ist 1990 geboren und lebt in einer Kleinstadt in Norddeutschland. Mit 'Cocktails, Chips und Chaos' gibt sie ihr Debüt als Autorin. Nebenbei studiert Bernard Kommunikationswissenschaften. Sie verfügt über einen pfiffigen Humor, der offen wie das weite Land, aber keineswegs flach ist. Mit viel Witz und Charme bringt sie ihre Leser zum Lachen und treibt es im Buch mehr als einmal auf die Spitze.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 01.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956691034
    Verlag: Bookspot Verlag
Weiterlesen weniger lesen

Cocktails, Chips und Chaos

Sechs Monate zuvor:

Meine beste Freundin Michelle war gerade von Clarisse abgeschossen worden, was nebenbei bemerkt ein großer Erfolg war. Michelle ist - neutral betrachtet und nicht aus Sicht einer besten Freundin - ein heißes Teil. Daran ist nichts zu rütteln. Sie hat alles, was ich nicht habe: große Brüste, einen flachen Bauch, einen wohlgeformten Po und definierte Beine. Ich könnte höchstens bei der Beinbehaarung punkten. In diesem Punkt schlägt mich keiner so schnell. Außerdem habe ich noch einen nicht weniger heißen besten Freund namens Thomas, der Barkeeper ist. Aber zurück zu Michelle: Sie hat, obwohl ihr die gesamte Damenwelt zu Füßen liegt, ein Händchen dafür, immer an die fieseste Bikerbraut, die ein Schuppen zu bieten hat, zu geraten. Besagte Frau namens Clarisse hat es geschafft, meiner lieben Michelle erst den Kopf zu verdrehen und dann das Herz zu brechen. Clarisse ist ein echter Dolph Lundgren. Sie trägt ihre Haare gern raspelkurz, weil sie damit laut ihrer eigenen Aussage gut aussieht und man die Haare nicht groß pflegen muss. Kein Wunder, dass ihr da nie jemand widersprochen hat. Sie trägt gern dunkelrote Ledersachen, die zu ihrem Motorrad passen. Dazu lässt sie ihren Damenbart sprießen. Man könnte also schon fast davon sprechen, dass Michelle doch auf Kerle steht. Clarisse servierte sie ab, weil Michelle angeblich einfach "zu süß" war. Natürlich. Weil es auch möglich ist, dass Dinge zu süß sind. Ich hasse Katzenbabys auch, weil sie zu süß sind. Und Nutella esse ich nie, weil es viel zu süß ist ... selbstverständlich. Dennoch war ich froh, dass der gepiercte Ivan Drago fort war. Meine Hand war mir mehrfach bei einer überschwänglichen Begrüßung fast gebrochen worden.

Noch heute habe ich Albträume von den Geschichten, an welchen Stellen der weibliche Dolph überall seine Piercings hat. Ein ganz fieses Kopfkino setzt sich da in Gang, also schnell das Thema wechseln. Alles in allem war es ein großer Erfolg Clarisse los zu sein, auch wenn Michelle sehr litt.

Wie kam ich jetzt eigentlich auf Clarisse? Ach ja, richtig: mein Ex! Also, wir saßen in Michelles Lieblings-Lesbenbar Haven und schlürften unsere Drinks. Ein paar Mädels schüttelten sich auf der Tanzfläche das Gehirn aus dem Schädel, andere starteten Flirtversuche. Meine Aufgabe war es, jedes Augenzwinkern abzublocken. Ich wäre mir jedoch eigentlich viel lieber gewesen, wenn ein anderes heißes Teil Michelle ein wenig aufgeheitert hätte und durch mich ein weiterer großer Fehlgriff hätte vermieden werden können. Bis jetzt war vom weiblichen Mick Jagger bis hin zu schüchternen Sekretärinnen-Fräuleins alles vorhanden, aber keine, die in Michelles Liga spielte. Und dann: Auftritt des englischen Sexgottes. Er stolperte in seinem langen Mantel in den Raum und blickte sich verwirrt um. Offenbar hatte sich jemand einen Scherz mit ihm erlaubt und ihn hierher bestellt. Es war einer dieser magischen Momente, die man sonst nur aus Filmen kennt. Ich wusste, dass ich meine Chance nutzen musste und bessere Chancen würde ich wohl kaum irgendwo bekommen. Immerhin war die Konkurrenz um so einen scharfen Typen hier gleich Null. Auf dem Weg zog ich meine Stiefel gerade. Wenn ich das vorher gewusst hätte! All die sexy Minis, in die ich mich hätte zwingen können, doch ich trug Jeans und T-Shirt. Aber egal, ich würde das schon hinkriegen.

"Kann ich Ihnen helfen?" Ich warf meine Haare lasziv nach hinten und versuchte meine Lippen zu einem erotischen Schmollmund zu verziehen. Wenn Heidi Klum das hinbekam, dann ich auch.

"Das wäre sehr freundlich!"

Oh Gott, diese Stimme! Was für ein Mann! Das war's es mit meiner Coolness. Ich war offiziell wieder das verschüchterte kleine Mädchen mit dem fiesen Überbiss.

"Ich fürchte, ich wurde von meinen Kollegen hereingelegt", fuhr er mit einem Lächeln fort. "Sie gaben mir den Namen der Bar und sagten mir, dass sie hier auf mich warten würden."

Ich

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen