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Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno Roman von Stiller, Dorothea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.07.2014
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno

Ein wunderbar spritziger Liebesroman
Conny, 37, alleinerziehende Lehrerin aus Hamburg, hat ein Geheimnis: Unter dem Namen Cecil Elliott veröffentlicht sie Erotikromane für Frauen. Aber ihr Verlagschef will ein männliches Gesicht hinter dem Pseudonym. Ab sofort gibt sich ein attraktiver Enddreißiger als Autor ihrer Romane aus. Der Plan geht auf, die Leserinnen sind begeistert. Doch Conny fühlt sich verraten. Das sind schließlich ihre Bücher! Gut, dass es da noch ihren heißen Online-Flirt Christian gibt. Doch dann bekommt Conny plötzlich Drohbriefe. Was für ein Chaos! Sie merkt, dass das Leben voller Überraschungen ist.
'Ich fand es wirklich traumhaft zu lesen und hab meinen Reader nur ungern aus der Hand gelegt. Ich kann es wirklich empfehlen. Eine schöne Geschichte mit Witz und Charme." (sunny1991 auf vorablesen.de)

Dorothea Stiller, geboren 1974, arbeitet als Lehrerin für Deutsch und Englisch und schreibt, wann immer sie dazu Zeit findet. Die verheiratete Mutter von zwei kleinen Kindern lebt mit ihrer Familie und der Katze Schnappi am Rande des Ruhrgebiets, fühlt sich aber auch in Großbritannien zuhause, wo sie ein Jahr als Assistant Teacher verbrachte. Die Autorin liebt Finnland, Desert Rock und ist ein Serien-Junkie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 11.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958180024
    Verlag: Ullstein
    Größe: 2056kBytes
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Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno

Kapitel 1

Cornelia Mayer, Autorin

Conny lächelte und heftete den Verlagsvertrag in einen Aktenordner. Es hatte gedauert, aber heute war er endlich in der Post gewesen. Jetzt war es offiziell. Cornelia Mayer, Autorin. Das hatte was. Streng genommen würde das Buch nicht unter ihrem eigenen Namen erscheinen. Trotzdem war sie stolz.

Das hätte sie sich nicht träumen lassen, als sie ihr Manuskript damals verschickt hatte. Schließlich wusste sie, dass man ohne Agentur im Rücken mit einem unverlangten Manuskript keine guten Karten hatte. Sie strich noch einmal über das Papier, bevor sie den Ordner schloss und in das Regal über ihrem Schreibtisch stellte. In den zwei Jahren Elternzeit, die sie sich mit Leni gegönnt hatte, hatte sie tatsächlich einen kompletten Roman geschrieben. Doch viel erstaunlicher war, dass sie es geschafft hatte, ihn zu überarbeiten, nachdem sie wieder angefangen hatte zu arbeiten.

Es hatte jedenfalls ihre Toleranzschwelle was den Verwüstungszustand ihrer Wohnung anging deutlich erhöht. Außerdem half ihre Mutter ihr mit den Kindern. Denn seit sie das Manuskript in den Händen gehalten hatte, war ein Damm gebrochen. Seitdem konnte sie nicht anders, sie musste schreiben. Ihr großer Traum war es, davon leben zu können. Doch das würde wohl ein Wunschtraum bleiben. Wer schaffte es schon heutzutage, seinen Lebensunterhalt als Autor zu bestreiten?

Mit ihrer ersten Veröffentlichung war sie ihrem Traum jetzt einen kleinen Schritt näher gekommen. Fremde Menschen würden ihr Buch lesen und hoffentlich auch lieben. Sie konnte ihr Glück nicht fassen. Nach etlichen Absagen fühlte sich die Zusage vom Verlag Schwarz & Schimmel in Hamburg wie ein Lottogewinn an.

Bisher funktionierte die Zusammenarbeit mit dem Lektorat wunderbar. Das war eine völlig neue Erfahrung für Conny und machte ihr Spaß. Mit ihrer Lektorin Iris hatte sie Glück. Sie lagen in vielen Dingen auf derselben Wellenlänge, aber Iris hatte einen scharfen Blick dafür, was funktionierte und was nicht. Schwarz & Schimmel war ein mittelgroßer Verlag und der Gründer, Gunther Schwarz, hielt nichts von steilen Hierarchien. Es ging dort familiärer zu als anderswo.

Bald würde Conny ihr Buch in Händen halten und in den Auslagen der Buchläden sehen können. Das war ein erhebendes Gefühl. Es würde zwar kein Hardcover, sondern eine Klappenbroschur werden. Trotzdem freute sie sich darauf, das Cover zu sehen, das Buch durchzublättern, ihre Nase hineinzustecken und den Geruch der Seiten zu genießen. Ihr Buch! Die Vorstellung hatte etwas Sinnliches. Für Conny war sie beinahe so erotisch wie die Abenteuer ihrer Romanheldin Lynn Harvey.

"Auf dein erstes Buch!" Kirsten erhob das Glas zum Toast und die Freundinnen stießen an.

"Jetzt mach endlich auf!" Steffi trommelte auf den Karton mit den Büchern. "Ich bin so gespannt auf das Cover!"

Tags zuvor war das Paket mit den Autorenexemplaren angekommen. Es hatte Conny viel Überwindung gekostet, es nicht gleich zu öffnen. Stattdessen hatte sie ein paar Flaschen Crémant gekauft und die Kinder zu ihren Eltern ausquartiert, um das Öffnen des Buchpakets mit ihren drei besten Freundinnen zu feiern.

Steffi war eine Kollegin aus dem Berufskolleg, an dem Conny in Teilzeit Deutsch und Englisch unterrichtete. Sie hatten im gleichen Schuljahr angefangen und sich auf Anhieb blendend verstanden. Die Zeit als Neuling im Kollegium hatte sie zusammengeschweißt. Steffi war lieb und verlässlich und nie um Rat verlegen. In einigen Dingen war sie konservativer als Conny – oder spießig, wie Kirsten es gerne nannte.

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