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Cornwall für Anfänger Liebesroman von Lindberg, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.06.2020
  • Verlag: Zeilenfluss
eBook (ePUB)
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Cornwall für Anfänger

Sonne, Wind, türkisblaues Meer - nichts anderes wünscht sich Anne, als sie nach Cornwall flüchtet, nachdem sie gerade ihren Job verloren hat. Doch schon steht sie vor dem nächsten Problem: Der kleine Gefallen, den sie ihrer Tante schuldig war, ist alles andere als klein. Der hübsche Souvenirladen, den Anne auf Vordermann bringen soll, entpuppt sich als ein Sammelsurium skurriler Kuriositäten, die kein Tourist kauft. Anne krempelt die Ärmel hoch und packt es an, aber das Schicksal ist noch nicht fertig damit, sie in Schwierigkeiten zu ertränken - und das wortwörtlich ... Vincents Plan, in Cornwall Erholung und neue Inspiration zu finden, endet schnell, als er eine Unbekannte aus dem Meer fischen und vor dem Ertrinken retten muss. Blöd nur, dass sie gar nicht gerettet werden will! Die hemdsärmelige Deutsche wächst ihm schnell ans Herz, und plötzlich hält ihn nicht mehr nur die Aussicht auf Ruhe und Ausgeglichenheit in seinem Haus über den Klippen an Cornwalls Küste. Eine romantische Komödie über die Kraft der Liebe. Der Roman ist abgeschlossen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 328
    Erscheinungsdatum: 24.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783967140736
    Verlag: Zeilenfluss
    Größe: 623 kBytes
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Cornwall für Anfänger

2

Vincent saß in der Küche seiner Eltern, trank eine Tasse Kaffee und stocherte lustlos in seinem Rührei. Er hatte nur kurz vorbeischauen wollen, weil seine Mutter Hilfe mit dem Auto gebraucht hatte. Als sie ihm angeboten hatte, noch mit ihnen zu frühstücken, hatte er nicht Nein sagen können. Jetzt bereute er, dass er nicht standhaft geblieben war, denn die Diskussionen endeten immer gleich.

"Wie lange soll das eigentlich noch so weitergehen?", fragte sein Vater jetzt, und Vincent gab sich größte Mühe, bei diesen Worten nicht zusammenzuzucken, denn sie trafen - wie jedes Mal, wenn sein Vater sie aussprach - ins Mark. Er hatte keine Antwort darauf. Wie sollte er auch?

Larry Redcliffe war die ältere Ausgabe seiner selbst, rein äußerlich zumindest. Ansonsten hatten die beiden wenig bis gar nichts gemeinsam. Wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, würde Vincent ebenso wie er im Anzug und mit Schlips am Frühstückstisch sitzen und sich für einen langen Bürotag in der Kanzlei stärken. Aber er war eben nicht wie sein Vater.

Man konnte Vincent nicht vorwerfen, dass er nichts aus seinem Leben gemacht hätte, was seinen Vater jedoch nie davon abhielt, ihm zu sagen, dass er dennoch nicht glücklich über die Karriere seines Sohnes in der Medienbranche war.

"Darling, nun lass den Jungen doch mal in Ruhe sein Frühstück essen", mischte sich Ava Redcliffe ein und legte ihrem Mann eine Hand auf den Unterarm.

Ihr Gatte stieß ein Grunzen aus und trank den Rest seines Earl-Grey-Tees aus, die Tasse stellte er mit einem Scheppern ab.

"Schon gut, Mum." Vincent schob sein Besteck zur Seite. "Und Dad, ich kann es dir nicht sagen. Und es ist ja auch nicht so, dass ich nicht schon häufiger hier gewesen wäre."

Und dennoch wussten alle am Tisch, dass es dieses Mal anders war. Dass sich alles verändert hatte. Aber was dachte sein Vater? Dass er sich jetzt doch noch an der Uni einschrieb und in seine Fußstapfen trat? Eher fror die Hölle zu. Erstens fühlte er sich zu alt, um noch einmal komplett von vorne anzufangen, und zweitens interessierten ihn Jura und Gesetzestexte nicht die Bohne.

"Junge, ich meine es doch nur gut."

Vincent wollte die Augen verdrehen, hielt sich jedoch zurück und holte nur tief Luft. "Ja", war alles, was er sagte. "Ich muss dann auch mal wieder los."

"Wie kommst du denn voran?", erkundigte sich seine Mum und schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln. Ihre Fürsorge war herzlich, aber sie erdrückte ihn. Mein Gott, er war fünfunddreißig Jahre alt und nicht zwölf!

"Es geht", log er. Vor einigen Tagen war er aus London nach Cornwall gekommen, in der Hoffnung, dass er seiner Ideenflaute hier ein Ende bereiten konnte. Bis jetzt war das leider nicht der Fall gewesen.

Vermutlich war seinen Eltern ebenso klar, dass ihm kein einziger Gag aus der Feder fließen wollte, obwohl er früher nur so vor Ideen gesprüht und mehr Einfälle gehabt hatte, als er gebrauchen konnte. Seitdem war viel passiert. Zu viel.

Seit dem einen Tag, der sein Leben von Grund auf verändert hatte, war sein Humor erloschen.

Vincent schluckte und schob den Stuhl zurück. "Danke für das Frühstück. Ich muss los."

"Aber du hast doch noch gar nicht aufgegessen!", protestierte seine Mutter.

Larry runzelte die Stirn, das bekam Vincent mit, ehe er die Küche verließ.

"Ich komme später noch mal vorbei, Mum. Dann schauen wir nach dem Wagen", rief er ihr noch über seine Schulter hinweg zu.

'Nach dem Wagen schauen' bedeutete, dass sie mal wieder irgendwas am Navi verstellt hatte und nicht wusste, wie sie das rückgängig machen sollte. Sie und Technik, das waren zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber ihm machte es nichts aus, ihr immer mal wieder zu helfen. Im Gegenteil, das ließ ihn sich wenigstens nicht vollkommen nutzlos fühlen.

"Mach dir keine Umstände", schob sie hinterher, aber da hatte er sich schon se

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